Pega erweitert Cloud-Auswahl mit Kubernetes-Unterstützung.

 München, 5. Dezember 2019 – Pegasystems, führender Anbieter von strategischen Software-Lösungen für Vertrieb, Marketing, Service und Operations, unterstützt jetzt auch Kubernetes, das führende Open-Source-System für die Cloud-Orchestrierung. Damit bietet Pega Unternehmen eine weitere Option für die Orchestrierung der Containerisierung auf AWS, Microsoft Azure, Google Cloud, Pivotal Container Service und Red Hat OpenShift.

 

Auf diese Weise erweitert Pega seine Cloud-Choice-Garantie. Das Program hilft Unternehmen, Cloud-Anbieter-Lock-In zu vermeiden, und bietet ihnen die Wahl zwischen den vollständig verwalteten Pega Cloud Services und der Selbstverwaltung ihrer Cloud-Anwendungen bei zertifizierten Cloud-Infrastrukturanbietern.

 

Die Pega-Cloud-Choice-Garantie für Kubernetes ist ab sofort für alle Pega-Kunden verfügbar, die mit der aktuellen Version der Enterprise Software Pega Infinity arbeiten.

Weitere Informationen: www.pega.com/products/cloud/customer-managed-cloud

Über Pegasystems

Pegasystems (NASDAQ: PEGA) ist führender Anbieter von Kundenbindungs-Software für Vertrieb, Marketing, Service und Operations. Die Pega-Lösungen in den Bereichen CRM und digitale Prozessautomatisierung (DPA) beinhalten Artificial-Intelligence-Technologie und Roboterautomatisierung für ein optimiertes Kundenerlebnis – kanalübergreifend und in Echtzeit. Zu den Kunden von Pegasystems zählen einige der größten und innovativsten Unternehmen der Welt. Pega-Anwendungen sind On-Premise oder in der Cloud verfügbar und werden auf der einheitlichen Pega PlatformTM entwickelt.

 

Weitere Informationen sind unter www.pega.com/de verfügbar.

 

Mit Digitalisierung den Kundenprozess verbessern.

Garching, 05.12.19 –  Der Kundenkontakt gehört zu den wichtigsten Bereichen im Unternehmen. Gerade dort gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten zur Digitalisierung. In diesem CRM-Tipp liefert Robert Geppert, CCO (Chief Customer Officer) bei der Sybit GmbH, wie man durch ein CRM-System den Kundenprozess optimieren kann.

Lesen Sie mehr hier darüber: Mit Digitalisierung den Kundenprozess verbessern

Laden Sie sich das eBook „5 typische Stolpersteine im CRM-Projekt, die Sie einfach vermeiden können“ herunter und erfahren Sie mehr darüber.

Über Sybit:

Sybit gehört zu den besten Digitalagenturen Deutschlands und seit Sommer 2018 auch zur itelligence group. Sie sind Experten für individuelle End-to-End Customer Journeys, kreieren digitale Erlebniswelten über die man spricht und gestalten so lebendige Kundenbeziehungen, die von Dauer sind. Als SAP Gold-Partner bieten sie ihren Kunden eine ganzheitliche Prozessberatung: von der Analyse und Strategieplanung über Design, Implementierung und tiefe Integration bis hin zu umfassenden Supportdienstleistungen. Mit über 1.500 erfolgreich durchgeführten Projekten sind sie führende Experten für die digitale Transformation in den Branchen Fertigungsindustrie, Konsumgüter, Dienstleistung und Medien.

 

Quelle:www.pressebox.de

Produktkonfiguration leicht gemacht: Wie die Einführung eines Konfigurators zur Erfolgsstory wird.

München, 04.12.19 –  „Konfiguratoren sind höchst komplexe Software-Produkte“ – so heißt es oft. Völlig von der Hand zu weisen ist diese Aussage sicherlich nicht, jedoch nicht in dem Sinne, wie dieser Satz landläufig verstanden wird. Das führt leider dazu, dass Unternehmen die Einführung eines Konfigurators scheuen, obwohl sie davon profitieren könnten. Dabei sind Konfiguratoren außerordentlich effektive Werkzeuge, wenn es darum geht, zum Teil hochkomplexe, variantenreiche Produktportfolios abzubilden und deren Variantenvielfalt handhabbar zu machen.

Durch intelligente, benutzerfreundliche Pflegetools werden Angebotserstellung und Kalkulation enorm vereinfacht. Nicht der Konfigurator an sich ist also komplex, sondern das Produkt, das verkauft werden soll. Der Einsatz eines Konfigurators dient der Reduzierung der Komplexität.

Die Einsatzmöglichkeiten von Konfigurationslösungen/CPQ beschränken sich jedoch keineswegs auf komplexe Produkte und anspruchsvolle Kalkulationsanforderungen, ein Konfigurator beherrscht das gesamte Spektrum von einfach bis komplex.

Darüber hinaus integriert die Software verschiedene Vertriebsprozesse: die Produktkonfiguration, die Preiskalkulation und die Angebotserstellung. Der Mehrwert für Unternehmen entsteht durch fehlerfreie und effiziente Prozessabläufe. Das Regelwerk für die Produkt- und Kalkulationslogik läuft im Hintergrund ab, die Technik befindet sich sozusagen unter der Motorhaube.

Eine weitere Hürde bei der Einführung einer Konfigurationssoftware liegt in der verbreiteten Ansicht, dass Konfigurator-/CPQ-Projekte sehr langwierig und ressourcenintensiv sind.

Die Implementierung kann in weniger als 12 Wochen abgeschlossen sein. Das liegt daran, dass es bereits ausgereifte CPQ-Softwaresysteme gibt, die die benötigte Funktionalität vollständig beinhalten. Lediglich die Produktdaten müssen geeignet strukturiert und ins System gebracht sowie einige kundenindividuelle Anpassungen implementiert werden.

Da insbesondere der erste Punkt, die Produktabbildung, aufgrund der umfangreichen und komplexen Produktportfolios durchaus nicht unterschätzt werden darf, ist es empfehlenswert, ein solches Projekt schrittweise umzusetzen und den Umfang des Rollouts gleich zu Beginn klar zu definieren.

Daher ist es besser, mit einem klaren Ziel zu beginnen: z.B. der Geschäftsbereich A wird bis zu einem wichtigen Messetermin implementiert. So wird schon frühzeitig ein ROI erzielt, und der Ausbau der Anwendung kann dann nach einem klar strukturierten Terminplan fortgesetzt werden.

Ein CPQ-Projekt sollte niemals als reines IT-Projekt gestartet werden, da die Vertriebs-Software an der Schnittstelle zu CRM- und ERP-System anzusiedeln ist. Die erfolgreiche und zügige Einführung eines Konfigurators umfasst daher immer die Abstimmung verschiedener Geschäftsbereiche. Ebenso wichtig ist es, das Vertriebspersonal schon sehr früh z.B. in die Oberflächengestaltung einzubinden, um so die Akzeptanz zu steigern und die Anwenderfreundlichkeit zu testen.

Bei der Einführung eines Produktkonfigurators setzt man sich einmal intensiv mit der Produktkomplexität auseinander und sorgt dafür, dass man bei der Angebotserstellung keine Komplexität mehr hat, gemäß dem Motto von Planware: Wir machen Komplexes einfach.

 

 

Intelligenter Assistent Devexa jetzt mit cTrader und MT4/5 integriert.

München, 04.12.19 –  Devexperts, Entwickler von Handelsplattformen und Finanzmarktdaten-Lösungen für private und institutionelle Kunden, hat seinen KI-gestützten digitalen Assistenten Devexa an die Trading-Plattform cTrader und MetaTrader4/5 angebunden.

Devexa ist ein mehrsprachiger digitaler Trading-Assistent und Chatbot für Broker. Die automatisierte Trading-Lösung wurde auf eine neue Art des Tradings zugeschnitten: Via mobile Messenger und Smart Speaker bietet sie Marktinformationen für unterwegs, wie interaktive Charts, News oder Fundamentaldaten.

Broker, die mit der cTrader-Plattform oder MT4/5 arbeiten, können ihren Tradern Devexa nun als White-Label-Lösung zur Verfügung stellen. Über einen Messenger ihrer Wahl haben diese von ihren Trading-Accounts auf die gewünschten Informationen Zugriff. Der Nutzer kann Positionen, Salden, Gewinne und Verluste einsehen sowie Market-Orders und ausstehende Orders platzieren.

Devexa ist bereits in dxTrade integriert und kann via Facebook Messenger, Telegram, Viber, Google Assistant und Yandex Alice genutzt werden. Als intelligenter Chatbot versteht Devexa geschriebene und gesprochene natürliche Sprache und kommt selbst mit Tippfehlern und mehrdeutigen Texteingaben zurecht.

Folgende Dienste ermöglicht Devexa für Broker:

  • Ausdehnung der Trading-Plattformen auf Client-Messenger
  • Unterstützung der Lead-Generierung und der Durchführung von IB- und Referral-Programmen
  • Bereitstellung alternativer Methoden für Onboarding-/KYC-Prozesse (Legitimationsprüfung von Neukunden)
  • Ergänzung des Kundensupports durch einen automatischen Kanal

Devexa kann als White-Label-Lösung genutzt oder vollständig an die Anforderungen des Brokers angepasst werden. Devexa bietet verschiedene APIs zur Anbindung an das Ökosystem des Brokers, beispielsweise an Backoffice-, CRM- oder Supportsysteme, Drittanbieter-News, Trading-Signale oder Content Provider.

Evgeny Sorokin, Senior Vice President of Software Engineering meint: „Wir werden weitere Informationsservices und -plattformen in die Devexa-Integrationsliste aufnehmen. Die Spotware Connect API sorgt für den einfachen Zugriff auf Trading-Accounts. Via Messenger macht Devexa das Trading unterwegs so einfach wie nie zuvor.“

„Die Integration mit cTrader“, ergänzt Conor O’Driscoll, VP of OTC Platforms, „hat sich nach der Integration von MT4/5 ganz logisch ergeben. Devexa ist als Produkt konzipiert, das alle Broker und ihre Kunden unabhängig von ihrer Trading-Plattform unterstützen soll.“

Devexa kann zur Anleitung und Unterstützung neuer Nutzer, aber auch zur schnelleren Einarbeitung und natürlichen, komfortablen Demonstration der jeweiligen Plattform eingesetzt werden.

Bildmaterial und Testversion

Passende Screenshots können Sie hier herunterladen:
http://www.messerpr.com/fileadmin/user_upload/Devexperts_Devexa_Chatbot_2.jpg http://www.messerpr.com/fileadmin/user_upload/Devexperts_Devexa_Chatbot_1.jpg

Devexa Chat-Oberfläche in Telegram: https://devexperts.com/app/themes/devexperts/dist/images/innovation-chatbot-2x_a6470887.jpg

Bildquelle für alle Bilder: Devexperts

Unter diesem Link können Sie Devexa in Telegram testen: https://t.me/DevexaBot

Sprachen

Devexa ist aktuell auf Englisch, Deutsch, Französisch, Türkisch und Russisch verfügbar. Weitere Sprachen werden hinzugefügt.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://devexa.devexperts.com/

Pega Trend Radar: Nach dem erfolgreichen KI-Start folgt jetzt die Kopfarbeit.

München, 3. Dezember 2019 Wie weit sind Unternehmen mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz? Pegasystems Inc. (NASDAQ: PEGA), ein führender Anbieter von strategischen Software-Lösungen für Vertrieb, Marketing, Service und Operations, zeigt, in welchen Bereichen sie KI schon heute gewinnbringend einsetzen – und erklärt, wie wichtig ein strategischer Ansatz ist.

Im Rahmen des Pega Trend Radar hat Pegasystems den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in deutschen Unternehmen beleuchtet. Die Ergebnisse der Analyse bestätigen den allgemeinen globalen Trend: KI setzt die Mehrzahl der Unternehmen zunehmend ein, allen voran für die Datenanalyse innerhalb von Big-Data-Projekten (67%), im Bereich der Kundeninteraktion (58%) und für die Prozessautomatisierung (55%).

Als Embedded-System, also Bestandteil eigener Produkte, nutzen rund 24% die KI-Technologie, so die Aussagen der befragten IT-Verantwortlichen. Neben dem operativen Einsatz setzen etwa 33% der Unternehmen KI auch für den strategischen Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle im Rahmen einer umfassenden Digitalen Transformation ein.

Unterm Strich berichten die Befragten durchwegs von positiven Auswirkung der KI. Einhergehend mit den Nutzungsbereichen gaben 38% an, völlig neue Einblicke in Daten gewonnen zu haben; sogar 57% konnten Prozesse deutlich optimieren und Arbeitsabläufe spürbar verbessern. Begleitende positive Effekte sind die allgemeine Steigerung der Produktivität in den Bereichen, in denen KI eingesetzt wird, und die Entlastung der Mitarbeiter. Allerdings konnten auch 9% der Befragten keine positiven Auswirkungen wahrnehmen.

„Unsere Momentaufnahme zeigt, dass Unternehmen die KI-Technologie schon heute durchaus gewinnbringend einsetzen können“, erklärt Dr. Kay Knoche, Solution Consultant Next Best Action Marketing bei Pegasystems. „Nicht in allen, aber in vielen Bereichen stellt sich ein punktueller Nutzen ein, der auch einen positiven betriebswirtschaflichen Impact hat. Das reicht aber noch nicht, denn das Potenzial von KI ist deutlich größer.“

KI für abgegrenzte Projekte zu nutzen, ist ein erster und wichtiger Schritt, denn damit lernen Unternehmen, mit der Technologie umzugehen und das wahre Potenzial für ihre Zwecke zu definieren. „KI ist aber kein Sprint, sondern ein Marathon, deshalb muss der zweite Schritt eine strategische Tragweite haben“, unterstreicht Knoche. „Die Entwicklung einer detaillierten Roadmap ist dazu unabdingbar.“ Pegasystems rät zur folgenden Vorgehensweise:

Schritt eins: Das Verständnis. KI ist kein Allheilmittel. Sie ist auch keine homogene Technologie, deshalb gibt es auch nicht „die“ KI. Experten unterscheiden zum Beispiel zwischen der „schwachen“ und der „starken“ KI. Die schwache KI wird genutzt, um intelligente Entscheidungen für spezielle Teilbereiche wie die Prozessautomatisierung zu treffen und lässt sich, entsprechend den Berichten der Befragten, durchaus gewinnbringend einsetzen. Die starke KI soll menschliche Intelligenz nachahmen, steckt aber noch in den Kinderschuhen.

Schritt zwei: Das Ziel. Zu welchem Zweck soll KI eingesetzt werden? Von der prädiktiven Instandhaltung in der Produktion über die Abwehr von Cyberangriffen in der IT bis hin zu digitalen Chatbots in der Kundeninteraktion gibt es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Angesichts der Fülle von Möglichkeiten sollten Unternehmen alle Aspekte und Szenarien sorgfältig analysieren und priorisieren – unter Durchführbarkeits-, Nutzen-, aber auch unter Budget-Gesichtspunkten.

Schritt drei: Die Strategie. Auf der Grundlage der Analyse aller Teilbereiche entwickeln Unternehmen die KI-Gesamtstrategie, die alle definierten KI-Projekte integriert, unter anderem als Bestandteil einer Digitalen-Transformations-Strategie.

Schritt vier: Die Akteure. Wie bei der Digitalen Transformation kann es vorteilhaft sein, die Position eines Hauptverantwortlichen für die unternehmensweite KI-Implementierung zu schaffen. Des weiteren sollten abteilungsübergreifende KI-Teams eingerichtet werden, die sowohl über IT- als auch Fachabteilungs-Know-how verfügen und entsprechende Synergien nutzen. Essenziell ist auch, Geschäftsleitung oder Vorstand zu beteiligen. Nicht zuletzt ist es wichtig, den richtigen externen Partner zu identifizieren, der über umfassende KI-Expertise verfügt.

Schritt fünf: Die Feinheiten. Wie immer liegt der Teufel im Detail: Stehen ausreichend Daten zur Verfügung? Ohne Big Data ist der Einsatz von KI zwar nicht immer zielführend. Andererseits ist es besser, KI mit weniger Daten zu betreiben als gar nicht. Werden alle regulatorischen oder Compliance-Aspekte berücksichtigt? Wie sieht es mit der Benutzerfreundlichkeit neuer Lösungen aus? Wurden Mitarbeiter auf KI vorbereitet und entsprechend geschult? Ist die Anwendung von KI für die Außenwelt transparent? Welche Auswirkung hat der KI-Einsatz auf die Veränderung von Arbeitsprofilen und wie gehen Unternehmen damit um?

„Künstliche Intelligenz wird zum Game Changer, denn damit sind Unternehmen nicht nur in der Lage, Prozesse zu optimieren, sondern auch Kunden besser zu betreuen, neue Zielmärkte zu adressieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen“, betont Knoche. „Dieses disruptive Potenzial ist allerdings nur unter der Voraussetzung nutzbar, dass Unternehmen den Einsatz von KI sorgfältig planen. Damit haben sie die Chance, nicht nur Synergien zu nutzen, sondern eine ganz neue Ebene der Veränderung gestalten zu können.“ 

Die Analyse von Pegasystems beruht auf den Ergebnissen mehrerer Fokusgruppen-Gesprächen und den zusätzlichen qualitativen Befragungen von 48 IT-Verantwortlichen deutscher Unternehmen aus allen Branchen.

Über den Pega Trend Radar

Der Pega Trend Radar beleuchtet regelmäßig unterschiedliche IT- und Markttrends. Grundlage der Analysen sind qualitative Befragungen, quantitative Studien sowie Fokusgruppen-Gespräche.

Über Pegasystems

Pegasystems (NASDAQ: PEGA) ist führender Anbieter von Kundenbindungs-Software für Vertrieb, Marketing, Service und Operations. Die Pega-Lösungen in den Bereichen CRM und digitale Prozessautomatisierung (DPA) beinhalten Artificial-Intelligence-Technologie und Roboterautomatisierung für ein optimiertes Kundenerlebnis – kanalübergreifend und in Echtzeit. Zu den Kunden von Pegasystems zählen einige der größten und innovativsten Unternehmen der Welt. Pega-Anwendungen sind On-Premise oder in der Cloud verfügbar und werden auf der einheitlichen Pega PlatformTM entwickelt.

 

Weitere Informationen sind unter www.pega.com verfügbar.

 

WhatsApp: Hoher Kundennutzen und beschränkte Erlösquellen.

Nürnberg, 03.12.19 –  Dominanz von WhatsApp unter den in Deutschland genutzten Messenger-Diensten weiter ausgebaut / Signifikante Zahlungsbereitschaft für den seit 2016 kostenlosen WhatsApp-Service / Schwaches Interesse der Endnutzer an Business-Zusatzleistungen / Risiko für die Kundenbeziehung: Personalisierte Werbung

Im Frühjahr 2014 sorgte WhatsApp weltweit für Schlagzeilen, als Facebook seine bis dato größte Firmenübernahme ankündigte: Für das junge Unternehmen mit 55 Mitarbeitern und ca. 450 Mio. Kunden bezahlte Facebook etwa 19 Mrd. USD. Seither ist WhatsApp weiter stark gewachsen, und zwar auf mehr als 1,5 Mrd. Nutzer weltweit. Ein Grund für das beschleunigte Wachstum ist die Überführung des Messenger-Dienstes von einem Abo-Modell in ein für den Nutzer kostenloses Modell. Damit wurde die bisher wichtigste Einnahmequelle geschlossen. Offen ist, ob im Business-Bereich Erlösquellen erschließbar sind und diese auf Verbraucherakzeptanz stoßen.

„Ähnlich wie bei Google und Facebook besteht die Möglichkeit, WhatsApp in ein profitables Geschäftsmodell zu wandeln, sofern es gelingt, geeignete Erlösquellen zu finden. Google und Facebook haben dies geschafft, weil sie ihr Geschäftsmodell auf zielgruppengenaue Online-Werbung ausgerichtet haben. Ob im Falle von WhatsApp ähnliches möglich ist, darf aber bezweifelt werden“, betont Johannes Hercher, Vorstand der Rogator AG und Co-Autor der Studie Pricing Lab.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Dominanz von WhatsApp unter den in Deutschland genutzten Messenger-Diensten weiter ausgebaut

In Deutschland ist WhatsApp der am häufigsten genutzte Messenger-Dienst: 82 % der Smartphone-Besitzer nutzen diesen. Dabei ist die Tendenz steigend. In der Erhebung aus dem Jahr 2017 betrug der Anteil noch 73 %. Ernsthafte Konkurrenz besteht nur aus dem „eigenen Haus“ heraus. So erreicht der Facebook Messenger eine Nutzerquote von 37 %. Alle anderen Wettbewerber wie Skype, Snapchat, Viber oder Threema kommen auf 10 % oder weniger. Zweite Besonderheit ist die im Mittel hohe Nutzungsintensität: Drei Viertel der WhatsApp-Nutzer geben an, die App regelmäßig (mehrmals am Tag) zu nutzen. Damit wird WhatsApp zum zentralen Kommunikationsmedium. Schließlich ermöglicht der Messenger-Dienst neben dem Versenden von Kurznachrichten oder Bildern auch Telefonanrufe. Dritte Besonderheit ist, dass sich die Dominanz von WhatsApp über alle Altersklassen erstreckt, während die Nutzeranteile der Wettbewerber abnehmen.

Signifikante Zahlungsbereitschaft für den seit 2016 kostenlosen WhatsApp-Service

Nachdem WhatsApp bis 2016 unterschiedliche Preismodelle im Markt implementierte, wird der Messenger-Dienst seit 2016 komplett kostenlos angeboten. Begründet wurde dieser Schritt auch mit den weltweiten Wachstumsmöglichkeiten. Dies hat sich in der Zwischenzeit bewahrheitet, konnte doch die Nutzerzahl zwischen 2014 und 2019 fast vervierfacht werden. Die Bereitstellung eines kostenlosen Dienstes führt zu einem hohen Kundennutzen. Um diesen zu bestimmen, wurden die Studienteilnehmer gebeten, ihre Preisbereitschaften für WhatsApp zu beziffern – für den Fall, dass der Messenger-Dienst nicht mehr kostenlos zur Verfügung gestellt würde. Bis zu einem Viertel der Befragten wären bereit, für die Nutzung von WhatsApp zu zahlen. Wie zu erwarten, ist die Zahlungsbereitschaft für WhatsApp positiv mit der Nutzungsintensität korreliert: Ein Drittel der Vielnutzer würde für die App zahlen. Bei der Höhe der Preisbereitschaft wurden im Rahmen eines experimentellen Designs zwei Bezugsgrößen getestet, und zwar zum einem eine Zahlung je Monat (Mittelwert 4,40 EUR) und zum anderen die Zahlung eines Jahresbetrags (Mittelwert 17,- EUR, entspricht 1,40 EUR pro Monat).

Schwaches Interesse der Endnutzer an Business-Zusatzleistungen

Vor diesem Hintergrund wird klar: Gelingt es, den Kundennutzen der Endnutzer hoch zu halten (durch einen leistungsstarken, fehlerfreien und kostenlosen Service) und gleichzeitig Business-Applikationen anzubieten, die neue Erlösmodelle einschließen, dann ergeben sich für WhatsApp aufgrund der Größe und Skalierungsmöglichkeiten enorme Gewinnchancen. In der Studie Pricing Lab wurden daher unterschiedliche Zusatzfunktionalitäten bezüglich des Interesses aus Endnutzersicht bewertet. Diese reichen von der Möglichkeit, Informationen zu bestimmten Produkten oder Angeboten / besonderen Aktionen direkt vom Anbieter zu erhalten, Produkte und Dienstleistungen direkt über WhatsApp zu bestellen oder zu bezahlen, auf den Nutzer zugeschnittene Werbung zu erhalten, bis zum direkten Kontakt mit dem Kundenservice einer Herstellers oder Händlers (Chat). Allerdings ist das Interesse der Endnutzer an Business-Services insgesamt schwach. Am relativ stärksten ist das Interesse daran, direkt mit dem Kundenservice eines Herstellers oder Händlers über einen Chat sprechen zu können. 15 % der Befragten bekunden hier ein Interesse, während der Anteil der Desinteressierten bei 47 % liegt. Etwa 16 % der Befragten verfügen über eine hohe Affinität für die vorgestellten Business-Services. Damit wird erkennbar, dass einige Skepsis angebracht ist, ob WhatsApp in absehbarer Zeit von Business-Applikationen durchdrungen sein wird bzw. ob diese auf ein ausreichendes Nutzer-Interesse stoßen.

Risiko für die Kundenbeziehung: Personalisierte Werbung

Die Studienergebnisse deuten auch darauf hin, dass im zukünftigen Geschäftsmodell von WhatsApp Risiken enthalten sind. Besonders gering ist das Interesse der Nutzer an der Möglichkeit, auf die eigene Person zugeschnittene Werbung zu erhalten. Weniger als jeder Zehn-te Nutzer interessiert sich für diese Zusatzfunktionalität, zwei Drittel tun das explizit nicht. Die Vorbehalte gegenüber Werbeanzeigen sind auch in der Altersklasse unter 30 Jahre deutlich ausgeprägt. Dies mag auch mit der konkreten Geschichte von WhatsApp verknüpft sein. Firmengründer Jeff Koum (2018 aus dem Unternehmen ausgeschieden) hatte stets darauf bestanden, seine App frei von Werbung zu halten. Dies war auch eine Bedingung des Firmenverkaufs an Facebook.

„Die häufig zitierten Verbraucheranforderungen, im Rahmen der stärkeren Digitalisierung von Produkten und Services zielgruppengenaue bzw. sogar personalisierte Angebote zu erwarten oder spezielle Werbebotschaften empfangen zu wollen, entpuppen sich bezüglich WhatsApp eher als Mythos: Die Nutzer betrachten WhatsApp als Teil des persönlichen Netzwerks, das nicht durch Dritte gestört werden soll“, resümiert Prof. Dr. Andreas Krämer als Co-Autor der Studie.

Studienbericht bestellen:

https://www.rogator.de/whatsapp-hoher-kundennutzen-erloesquellen

Hintergrund der Studie: Pricing Lab ist eine experimentelle Studie zur Bewertung von Trends im Preismanagement (Kooperation von der Rogator AG und der exeo Strategic Consulting AG). Grundlage der Untersuchung ist eine repräsentative Befragung von 1.000 Personen ab 18 Jahren.

exeo Strategic Consulting AG

Die exeo Strategic Consulting AG mit Sitz in Bonn wurde im Jahr 2000 gegründet und ist auf die datenbasierte Entscheidungsunterstützung im Marketing ausgerichtet. Schwerpunkte der Beratungsgesellschaft liegen im Bereich Mobilitäts-, Kundenwert- und Preismanagement. Zur Erarbeitung konkreter Empfehlungen setzt exeo auf die Verknüpfung unterschiedlicher Datenquellen, zu denen auch innovative Befragungen zählen. Prof. Dr. Andreas Krämer ist Vorstandsvorsitzender der exeo Strategic Consulting AG in Bonn und unterrichtet u.a. Preismanagement, CRM, Marktforschung und Statistik an der University of Applied Sciences Europe, Fachbereich Wirtschaft in Iserlohn. Seit 2014 hat er eine Professur für Pricing und Customer Value Management.

Die Studienreihen „Pricing Lab“ und „MobilitätsTRENDS“ sind Kooperationsprojekte der Rogator AG und der exeo Strategic Consulting AG.

Rogator AG

Die Rogator AG steht seit 20 Jahren für leistungsstarke Software und erfolgreiche Online-Forschung. Erfolgsgarant des Unternehmens ist dabei die Kombination aus zuverlässigen Softwareprodukten, fundierten methodischen Kenntnissen in der Online-Marktforschung und Mitarbeiterbefragungen sowie einem umfassenden Full-Service-Angebot: „Combined Competence“ für jedes Befragungsprojekt.

Getreu der Philosophie „more than you ask for“ denkt Rogator dabei immer einen Schritt weiter für maximale Kundenorientierung sowie innovative und maßgeschneiderte Lösun-gen. Johannes Hercher, ist der Vorstand der Rogator AG.