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New York City, Januar 2003 – Die SAP hat
heute die Weiterentwicklung ihrer marktführenden Integrations-
und Applikationsplattform in heterogenen IT-Umgebungen vorgestellt.
SAP NetWeaver eröffnet Unternehmen die Möglichkeit,
Anwender, Informationen und Geschäftsprozesse technologie- und
unternehmensübergreifend zusammenzuführen. SAP NetWeaver
ist auf die vollständige Integration und Erweiterbarkeit mit
Microsoft .NET und IBM WebSphere (J2EE) ausgelegt. Damit sind
Unternehmen in der Lage, heterogene Infrastrukturen flexibel zu
managen, deren Komplexität zu verringern und so die
Betriebskosten (Total Cost of Ownership) signifikant zu senken. SAP
NetWeaver wird ab sofort ausgeliefert. SAP NetWeaver bildet die
einsatzfertige, Services-basierte Plattform für alle
SAP-Lösungen und liefert die technologische Grundlage für
die Enterprise Services Architecture (ESA), deren Konzept die SAP
heute ebenfalls vorgestellt hat.

Mit der im November 2001 vorgestellten mySAP Technology
gehörte SAP zu den ersten IT-Anbietern, die eine
Technologieplattform für die Zusammenarbeit in
Geschäftsprozessen bereitstellte. SAP NetWeaver ist die
wesentliche Weiterentwicklung dieser bewährten
Technologieplattform. Damit können Firmen ihre bestehenden
IT-Investitionen auch zukünftig wertsteigernd nutzen.
„Microsoft und SAP haben bereits in der Vergangenheit erfolgreich
zusammen gearbeitet und wir werden auch jetzt sicherstellen, dass
jede Anwendung, die NetWeaver nutzt, um .NET erweiterbar ist,“
unterstreicht Eric Rudder, Senior Vice President für Developer
und Platform Evangelism bei Microsoft.
„Mit dem umfassenden Zugriff auf SAP NetWeaver und die Enterprise
Services Architecture steigern Kunden auch die Produktivität
und Leistung von .NET. So können sie Anwendungen verbinden,
anpassen und erweitern, um so die Dynamik ihres Unternehmens zu
verbessern.“

„Wenn wir unseren Kunden zu mehr Flexibilität in ihrem
Tagesgeschäft verhelfen wollen, müssen wir als Hersteller
enger zusammen arbeiten,“ kommentiert Bruce Harreld, Senior Vice
President, IBM Strategy. „Aufbauend auf unserer langjährigen
Partnerschaft mit SAP tragen wir nicht nur mit technischem Know-how
zu SAP NetWeaver bei, sondern liefern unseren Kunden auch
wirtschaftliche Vorteile.“ „Im Kontext aktueller IT-Budgets stehen
die Zeichen eindeutig auf Kostensenkung und
Produktivitätssteigerung“, erklärt Josh Greenbaum,
Principal bei der kalifornischen Enterprise Applications
Consulting. „Vor diesem Hintergrund brauchen Firmen eine flexible
und umfassende Technologieplattform, die auf Web-Services und
anderen Standards aufbaut, um die Integration heterogener
Applikationen zu unterstützen und gleichzeitig Raum für
Innovationen zu lassen. SAP NetWeaver eröffnet Kunden die
Chance, ihre Ziele zu erreichen, indem sie in ihrer IT-Umgebung
bestehende Prozesse verbessern und neue schaffen, ohne die
zugrundliegenden Technologien ändern zu müssen.“

SAP, IBM und Microsoft haben kürzlich Technology
Support-Zentren gegründet, deren Aufgabe es ist, Kunden bei
Projekten mit SAP NetWeaver und der Integration mit WebSphere und
.NET zu unterstützen. Umfassende Integrations- und
Applikationsplattform Neu in SAP NetWeaver sind das Composite
Application Framework und das Master Data Management. Sie erweitern
die bereits in mySAP Technology bestehenden Funktionsbereiche.

Mit Hilfe des Composite Application Framework und den darin
enthaltenen Werkzeugen, Regeln und Methoden, können SAP und
ihre Partner neue Anwendungen entwickeln, die
bereichsübergreifende Geschäftsprozesse
unterstützen. Bestandteil des Composite Application Framework
ist unter anderem ein so genanntes Object Access Layer, mit dem
eine Abstraktionsebene oberhalb heterogener Technologien und damit
eine einheitliche Entwicklungs- und Betriebsumgebung geschaffen
werden kann.
SAP NetWeaver umfasst außerdem Master Data Management-Dienste
(MDM). SAP NetWeaver ist die erste standardisierte Lösung
für die Datenintegration in heterogenen Umgebungen, auch
standort- und speicherübergreifend sowie zwischen Systemen
unterschiedlicher Hersteller. So sorgen die MDM-Dienste von SAP
NetWeaver für die Informationsintegrität in einem
Geschäftsumfeld und ermöglichen Firmen die
Konsolidierung, Harmonisierung und zentrale Verwaltung von Daten in
heterogenen IT-Welten.

Neben diesen neuen Fähigkeiten bietet SAP NetWeaver
folgende Funktionsbereiche:

  • Multi-Channel Access für den on- und offline-Zugriff auf
    Geschäftssysteme über mobile Geräte oder
    Internet;
  • Unternehmensportal als einheitliche, rollenbasierte
    Benutzeroberfläche für den Zugang interner und externer
    Anwender via Web-Browser;
  • Collaboration-Funktionen, die eine direkte oder zeitversetzte
    (asynchrone) Kommunikation zwischen Personen unterstützen – in
    moderierter oder freier Form;
  • Business Intelligence mit einer firmenweiten Infrastruktur
    für die Extraktion, Aggregation und Analyse strukturierter
    Geschäftsdaten aus verschiedenen Quellen;
  • Knowledge Management für die Vereinheitlichung
    unstrukturierter Informationen aus unterschiedlichen Quellen wie
    dem Dokumentenmanagement, Dateidiensten und XML, sowie das
    Management dieser Informationen;
  • einen Integration Broker für die interne und externe
    Integration von Prozessen, basierend auf XML-Messaging;
  • Business Process Management für die Konzeption,
    Entwicklung, den Betrieb, die Überwachung und das Management
    von Geschäftsprozessen über Firmengrenzen hinweg;
  • J2EE/ABAP – Bereitstellung extrem sicherer Web-Services, die
    mit Java oder ABAP entwickelt wurden, sowie Funktionen für die
    Anbindung an Microsoft .NET und IBM WebSphere;
  • Datenbank- und Betriebssystemunabhängigkeit, die den
    Einsatz auf allen wichtigen Systemplattformen erlaubt;
  • Lifecycle Management für die Entwicklung, Modellierung und
    Zusammenstellung von Softwarelösungen sowie deren Test,
    Betrieb und das Management.

„Die Integrations- und Applikationsplattform SAP NetWeaver
liefert genau das, was wir brauchen – weitgehend vorbereitete
Integration und Geschäftsinhalte“, kommentiert Bruce Decock,
Vice President und Chief Information Officer von LSI Logic. „Damit
beweist SAP einmal mehr seine Vorreiterrolle bei der Bereitstellung
von Lösungen, die genau auf die immer neuen Herausforderungen
zugeschnitten sind, mit denen Kunden sich konfrontiert sehen.“

SAP NetWeaver reduziert Betriebskosten
Die Integration von IT-Umgebungen verursacht in Unternehmen hohe
Kosten. Die Zusammenführung von Anwendungen unterschiedlicher
Hersteller, beispielsweise die Integration von einem Portal mit
einer Business Intelligence-Lösung, ist mit hohem Aufwand
verbunden, bevor sich ein wirtschaftlich messbarer Erfolg
einstellt. Außerdem ist diese Integrationsaufgabe ein
permanenter Prozess über den gesamten Zeitraum, in dem eine
Software eingesetzt wird. Eine Plattform wie SAP NetWeaver
trägt dazu bei, Kosten zu reduzieren, weil es die technische
Integration bereits mitliefert. Ein weiterer Kostenfaktor entsteht
durch die Notwendigkeit, eine breite Palette unterschiedlicher
Technologien und Formate verschiedener Softwarelieferanten
integrieren zu müssen. SAP NetWeaver ist darauf ausgelegt,
sowohl mit .NET als auch WebSphere auf allen Ebenen – Anwender,
Informationen und Prozesse – zusammenzuarbeiten. Darüber
hinaus unterstützt die offene Architektur eine schnelle
Integration von Fremdanwendungen. Diese wird außerdem durch
das große Partnernetz für SAP NetWeaver
unterstützt. Des weiteren profitieren Kunden von der besseren
Nutzung von vorhandenem Know-how ihrer IT-Mitarbeiter und
können so ihre Personal- und Trainingskosten senken.
Bei der Auslieferung von NetWeaver-basierten
Geschäftsanwendungen sind diese von SAP vorkonfiguriert und
enthalten Inhalte wie vordefinierte Anwenderprofile,
Klassifizierungen, Berichte und Schablonen für
Geschäftsprozesse. Damit reduzieren Firmen ihren Zeitaufwand
für die Inbetriebnahme.
„Mit SAP NetWeaver werden aus IT-Strukturen wirkliche Aktivposten
für das Unternehmen“, erklärt Shai Agassi,
Vorstandsmitglied der SAP. „Technologien allein können die
komplexen Geschäftsprozesse von heute nicht geeignet
unterstützen. Nur auf Basis einer umfassenden Integrations-
und Applikationsplattform wird aus diesen Komponenten ein
Gesamtsystem, das Geschäftsprozesse wirklich gewinnbringend
nutzen können. Mit SAP NetWeaver und der dadurch realisierten
Enterprise Services Architecture liefern wir Grundlagen, mit denen
aus der Technologie Web-Services geschäftsfähige
Anwendungen werden, und helfen gleichzeitig, die Betriebkosten zu
senken.“

Anwendungslösungen auf Basis von SAP NetWeaver
In Zukunft werden alle SAP-Lösungen auf SAP NetWeaver
ausbauen. Neue Anwendungen werden in Anlehnung an das Enterprise
Services Architecture-Konzept und auf Basis von SAP NetWeaver
entwickelt. Die neue ESA-Architektur bildet bereits die Basis
für die SAP xApps. Dabei handelt es sich um vorgefertigte,
bereichsübergreifende Applikationen, die auf bestehenden
Systemen aufsetzen. Die erste SAP xApp, Resource and Program
Management (xRPM), wird seit Dezember letzten Jahres weltweit
ausgeliefert. Die Auslieferung weiterer xApps ist für dieses
Jahr geplant. Die xApps, die von SAP und Partnerfirmen entwickelt
werden, sind auf spezifische Bedürfnisse in
Geschäftsprozessen ausgerichtet, beispielweise auf ein
umfassendes Produktportfolio-Management, die Wartung von
Fabrikanlagen, oder die Integrationsaufgaben nach einer
Firmenfusion. Hierfür kombinieren die
bereichsübergreifenden Anwendungen Informationen und Dienste
aus einer Vielzahl von Systemen innerhalb und außerhalb eines
Unternehmens.

Eine Community für NetWeaver-Entwickler
Um die Verbreitung von SAP NetWeaver und die Entwicklung neuer
xApps voranzutreiben, etabliert SAP eine so genannte Developer
Community, um den Wissens- und Informationstransfer unter
Softwareentwicklern inner- und außerhalb der SAP zu
fördern. SAP wird diese Gruppe mit umfassenden technischen
Dokumentationen, Fachbeiträgen, Web-Seminaren,
Musterprogrammen, Testtools sowie speziellen Veranstaltungen
unterstützen.

Verfügbarkeit von SAP NetWeaver
Kunden können SAP NetWeaver für verschiedene Aufgaben
einsetzen: Erstens wird die Technologieplattform bereits als Basis
der SAP-Lösungen ausgeliefert. Darüber hinaus können
Firmen SAP NetWeaver einsetzen, um spezielle Integrationsaufgaben
zu lösen, beispielsweise zwischen mySAP Enterprise Portal und
mySAP Business Intelligence. Außerdem können Kunden die
Integrations- und Applikationsplattform nutzen, um verschiedene,
heterogene Systeme zu integrieren. Die Master Data Management
Dienste werden im dritten Quartal 2003 verfügbar sein.
Bestehende Kunden erhalten SAP NetWeaver als Bestandteil neuer
Releases und im Rahmen regulärer Upgrades.

Breite Unterstützung von Partnerfirmen
Zahlreiche Partnerfirmen haben bereits ihre Unterstützung
für SAP NetWeaver und die Enterprise Services Architecture
ankündigt. So planen verschiedene Systemintegratoren für
die Mitarbeiter ihrer Fachbereiche Schulungen auf SAP NetWeaver,
darunter Accenture, BearingPoint, Cap Gemini Ernst & Young,
Deloitte Consulting, IDS Scheer sowie IBM Business Consulting
Services. Insgesamt ist bei den Systemintegratoren die Ausbildung
von 6.000 Beratern vorgesehen. Weitere SAP-Partner haben die
Entwicklung von xApps angekündigt, darunter Accenture,
Bristlecone, Digital Fuel, EzCommerce Global Solutions, NRX,
TechniData und Vedaris. Darüberhinaus erhält SAP
NetWeaver breite Unterstützung von Seiten der
Softwarehersteller wie Business Objects, Cognos, Crystal Decisions,
Documentum, FileNET, FileTek, Interwoven, Mercury Interactive,
Seeburger, SeeBeyond, Stellent, WebEx und webMethods.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.sap.com