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München – Insgesamt positiv
beurteilen die Aussteller die diesjährige Systems. Die
Stimmung hellt sich auf, aber die Investitionen lassen noch auf
sich warten, meldet die Computer-Zeitung in ihrer online-Ausgabe
vom 18.10.2002.

Zum Ende der Münchner IT-Messe zeigen sich die meisten
Aussteller und die Veranstalter zufrieden: Die Besucherzahl von
rund 80.000 (2001: 117.000) war besser als erwartet, ein
großer Fachbesucheranteil sorgte für eine hohe
Qualität der Kundenkontakte, so die weit überwiegende
Meinung.

„Definitiv ist die Systems in diesem Jahr mit sehr klarem Fokus
auf den Mittelstand ausgerichtet“, beschreibt Wolfgang Ebermann,
Direktor Mittelstandsvertrieb von Microsoft Deutschland, den
wichtigsten Messetrend. Daran habe sich auch sein Unternehmen
orientiert. Und nicht allein der Softwareriese: Auch andere
Anbieter präsentierten ihre Trendthemen speziell für den
Mittelstand. Das wurde im stark vertretenen Storage-Bereich ebenso
deutlich wie beim Thema Linux, das sich laut einer
Meta-Group-Studie im Server-Bereich bei kleinen und mittleren
Unternehmen durchsetzen werde. Auch die unternehmensweite Software,
allen voran Anbieter SAP, zeigte sich den Bedürfnissen des
Mittelstands gegenüber sehr aufgeschlossen. Das gilt ebenso
für Sicherheitslösungen, denen ein besonders gut
besuchter Ausstellungsschwerpunkt gewidmet war.

Große Hoffnungen setzen Aussteller und Systems-Planer auf
die Themen E-Government und digitale Signatur: „Wenn man
große E-Government-Projekte ausrollt, sind das natürlich
auch Impulsgeber für die Wirtschaft insgesamt“, betont
Bitkom-Vizepräsident Willi Berchtold. Im Bereich
Telekommunikation lag ein Messeschwerpunkt auf UMTS. „Insgesamt
überwiegt der Glaube an diese Technologie, und das ist eine
sehr gute Nachricht“, fasst E-Plus-Chef Uwe Bergheim die Stimmung
des hochkarätig besetzten UMTS-Forums zusammen. Als
„Startschuss in das Thema Breitbandigkeit“ sieht Telekom-Vorstand
Josef Brauner die Münchner IT-Herbstmesse.

Alles in allem scheint sich der Pessimismus in der Branche zu
verabschieden. Herbert Vogel, Chef des SAP-Dienstleisters und
-Vertriebspartners Itelligence: „Für gute Lösungen mit
einem schnellen Return on Investment ist im Mittelstand durchaus
Geld vorhanden.“

Weitere Meldungen unter www.computer.zeitung.de