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Das Münchner Software- und Beratungshaus
SoftM konnte 2002 den Konzernumsatz um 23 Prozent auf 75,9
Millionen Euro steigern. Das EBITDA wuchs sogar um 34 Prozent auf
7,5 Millionen Euro Zugleich hat SoftM die Augsburger Firma MBS
Mittelständische Branchen Software vollständig
erworben.

Im Geschäftsfeld Standardsoftware, das Lizenz- und
Wartungseinnahmen umfasst, wurde 2002 ein Umsatz von 15,3 Millionen
Euro erzielt, was einer Steigerung um etwa 33 Prozent entspricht.
Einen wichtigen Beitrag zu dieser Steigerung leistete die zum 1.
Oktober 2001 übernommene DKS-Software, deren Lizenz- und
Wartungseinnahmen 2002 erstmals vollständig eingeflossen sind.
Als Erfolgsfaktor hat sich insbesondere die konsequente
Fokussierung auf die Zielbranchen Handel, Nahrungs- und
Genussmittel, Pharma/Kosmetik und chemische Industrie erwiesen.

Im Geschäftsfeld Beratung – dazu gehören
Beratungs- und Implementierungsleistungen zur Einführung und
Betreuung der Standardsoftware – erhöhte sich der Umsatz
um rund 19 Prozent auf 24,3 Millionen Euro. Die Steigerung stammt
zu einem großen Teil aus der zu Jahresbeginn erfolgten
vollständigen Übernahme der SoftM Hamburg, die bisher als
assoziiertes Unternehmen bilanziert worden war. Aufgrund der
schwachen Konjunktur konnten die vorhandenen
Beratungskapazitäten nicht ganz so vollständig wie im
Vorjahr ausgelastet werden.

Das Geschäftsfeld Hardware konnte im Geschäftsjahr
2002 einen Anstieg um rund 22 Prozent auf 36,3 Millionen Euro
erzielen. Gründe hierfür sind ein kontinuierlich
ausgebautes Angebot für IT-Infrastruktur-Services und die
Kooperation mit der update Systemintegration, an der zum Jahresende
2001 eine Beteiligung erworben wurde. Außerdem wurde SoftM im
vergangenen Jahr von IBM als Premium Partner zertifiziert.

Den Schwerpunkt im Bereich Forschung und Entwicklungbildete die
Weiterentwicklung von SoftM Suite. Das neue Release 1.5, das zu
Jahresbeginn 2003 zum Vertrieb freigegeben wurde, bietet
insbesondere viele zusätzliche Funktionalitäten für
die Zielbranchen Nahrungs- und Genussmittel, Pharma und Handel. Die
Portierung von SoftM Suite auf die Windows-Plattform wurde im
Bereich der Financials-Anwendungen abgeschlossen und wird zurzeit
im Bereich Supply Chain Management fortgesetzt. Die Portierung auf
weitere Plattformen, insbesondere Linux, wird vorbereitet.

Zum Jahresende 2002 beschäftigte der SoftM Konzern 460
Mitarbeiter und hat die Belegschaft damit gegenüber dem
Vorjahr um 67 Personen erhöht. Der Anstieg ist fast
ausschließlich auf die erstmalige Vollkonsolidierung von
SoftM Hamburg zurückzuführen. Bei der Planung für
das Jahr 2003 geht der Vorstand davon aus, dass die
Geschäftsentwicklung mit einem Umsatz von 76 Millionen Euro
und einem EBT von 1,6 Millionen Euro gegenüber 2002 mindestens
gleich bleibt.

Auswirkungen auf die Planung soll auch die Übernahme der
MBS Mittelständische Branchen Software haben, die mit einem
Komplettangebot aus Software, Beratung, Programmierleistungen und
Hardware in der Region Augsburg stark vertreten ist und in den
kommenden Jahren rund vier Millionen Euro erwirtschaften soll.
Zwischen beiden Unternehmen besteht schon seit Jahren eine
Zusammenarbeit im Geschäftsbereich Hardware. Auch nach dem
Kauf bleiben die bisherigen Geschäftsführer Hans
Rösch und Uwe Zielasko unverändert an der MBS-Spitze.
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Quelle: http://www.e-business.de