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Quelle CCRM-Newsletter vom 06.11.2000
Ihre Deutschlandzentrale für die Kundenberatung von
Top-Unternehmen der Informationstechnologie- und Internetbranche
errichtet die BEE company AG in Peine. Der Schweizer
Marktführer im Bereich des so genannten Customer Relationship
Management (CRM) will bis zu 700 Arbeitsplätze schaffen.

Rund 90 Prozent der Mitarbeiter, die rund um die Uhr an sieben
Tagen arbeiten, werden fest angestellt. Innerhalb der nächsten
zwölf Monaten werden 100 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Firma nutzt von Montag an vorübergehend die Räume
im städtischen Unternehmenspark an der Woltorfer Straße.
Sie wird erst nach dem Umbau des früheren Werksgasthauses der
Salzgitter AG im Frühsommer dort einziehen. Im Jahr 2002
kommen 300 weitere Arbeitsplätze hinzu. Später
könnten es dann noch einmal 200 sein.

Das Land Niedersachsen und die Stadt Peine bringen für
diese Ansiedlung rund 13,5 Millionen Mark auf. Die Kommune bezahlt
den Kaufpreis von mehr als 7 Millionen Mark für das
Werksgasthaus nebst Grundstück. Diesen erstattet das Land als
Förderbetrag zurück. Weitere 5 Millionen Mark für
die bedarfsgerechte Herrichtung des Gebäudes teilen sich Land
und Stadt. Sie vermietet als Eigentümerin das Gebäude an
die neue Gesellschaft. Die BEE company steckt rund 2,5 Millionen
Mark in die technische Infrastruktur. Im Werksgasthaus, wo auch die
unternehmensinterne Schulung stattfindet, sind 200 voll
ausgestattete Arbeitsstationen vorgesehen.

Perspektiven für junge Menschen

Der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel
wertete in der gestrigen Pressekonferenz im Rathaus die
Standortentscheidung für Peine als Bestätigung der
Anstrengungen der Landesregierung, gezielt neue Unternehmen der
Informationstechnologie anzusiedeln und zu fördern. Die Stadt,
bekannt für „pragmatische Lösungen“, habe sehr
schnell und effizient gearbeitet. Jetzt hätten junge Menschen
in dieser Region eine gute Zukunftsperspektive.

Gründer und Hauptaktionär des 1996 in der Schweiz ins
Leben gerufenen Unternehmens, Dieter Trissler, sagte gestern, Peine
habe unter 15 Regionen aus mehreren Gründen den Zuschlag
bekommen. Zwischen Braunschweig und Hannover könnten
qualifizierte Mitarbeiter gewonnen werden, die vor allem ein
„reines Deutsch“ sprechen würden. Die hervorragende
Infrastruktur der Stadt mit Autobahn, Bahn und Flughafen in der
Landeshauptstadt sowie die Nähe zur Messestadt Hannover, die
optimale Unterstützung durch Land und Stadt seien weitere
Hauptkriterien gewesen. Aber auch der „spezielle Humor“ der
Peiner, der auch in harten Verhandlungen nicht verloren gegangen
sei, habe ein Rolle gespielt.

„Das alles hat uns das Gefühl vermittelt, dass wir in
Peine als Unternehmen willkommen sind“, so Trissler. Die
Standortentscheidung sei für alle Beteiligten ein „ganz
großer Schritt für eine erfolgreiche Zukunft“.

Die BEE company will in ihrer Deutschlandzentrale das gesamte
Spektrum ihrer Dienstleistungen anbieten. Dazu gehört
vorrangig die Kundenunterstützung weltweiter Top-Unternehmen
der IT- und Internetbranche. Als Informationsdienstleister ist das
Schweizer Unternehmen das Bindeglied zwischen diesen Firmen wie
beispielsweise ABB, AEG, Vobis und Xerox und den
Endverbrauchern.

Bürgermeister Ulrich Biel ist „besonders
glücklich“ darüber, dass es sich um ein junges
Unternehmen mit großen Zukunftschancen handelt. Diese
richtungsweisende Ansiedlung der Schweizer beschleunige den
Strukturwandel Peines von der Stahlindustrie zur
Dienstleistungsbranche.