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Heidelberg, 28. März 2001 SAS und
Horváth & Partner haben in Zusammenarbeit mit
verschiedenen Hochschulen eine internationale Studie zu Balanced
Scorecard und E-Business durchgeführt. Nach dieser Studie
gehen etwa 50 Prozent der europäischen Unternehmen davon aus,
dass der Einsatz der Balanced Scorecard den Shareholder Value
steigert. 35 Prozent der Großunternehmen in Europa haben den
Balanced Scorecard-Ansatz bereits eingeführt. 71 Prozent der
europäischen Unternehmen glauben, dass der Shareholder Value
durch E-Business wächst, aber nur 42 Prozent bewerten die
Qualität ihrer E-Business-Aktivitäten.

Dies sind die wesentlichen Erkenntnisse der gemeinsamen Studie
des Business-Intelligence-Spezialisten SAS und der
Management-Consulting-Firma Horváth & Partner. Die
Umfrage führten die ESSEC Business School sowie die
Universitäten Stuttgart, Bocconi (zusammen mit der European
Academy in Bozen) und Bristol zwischen August und Oktober 2000
durch: Befragt wurden 145 CFOs, CEOs und Finanzmanager von
Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien und
Großbritannien. Darunter befanden sich sowohl etablierte
Großunternehmen als auch Firmen, die am Neuen Markt notiert
sind oder vor dem Börsengang stehen.

Die Balanced Scorecard ist in allen vier untersuchten Staaten
(ausgenommen Frankreich, wo das Tableaux de Bord-Konzept dominiert)
seit ihrer Entwicklung durch Robert S. Kaplan und David P. Norton
in den frühen 1990ern das bekannteste Konzept für das
Performance-Management. 98 Prozent aller deutschen, 83 Prozent
aller britischen und 62 Prozent aller italienischen Unternehmen
sind mit dem Balanced Scorecard -Ansatz vertraut. 53 Prozent der
untersuchten italienischen und deutschen sowie 50 Prozent der
britischen Firmen sind davon überzeugt, dass die Balanced
Scorecard ihren Shareholder Value steigert.

25 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland, Italien und
Großbritannien setzen die Balanced Scorecard bereits ein. Bei
den Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 250 Millionen Euro
liegt die Implementierungsrate mit 35 Prozent höher als bei
den Firmen, die weniger als 250 Millionen Euro umsetzen (9
Prozent). In Deutschland planen 60 Prozent aller Unternehmen, die
Balanced Scorecard bis zum Jahre 2002 einzuführen. Damit wird
Deutschland bei der Realisierung dieses Konzepts vermutlich an der
Spitze liegen.
Die zweite zentrale Fragestellung der Studie betrifft die
Qualitätsmessung von E-Business-Strategien. Die Mehrheit der
europäischen Unternehmen (71 Prozent) geht davon aus, dass das
E-Business den Shareholder Value steigert und dass die Kontrolle
dieses Geschäftsfeldes nicht vernachlässigt werden darf.
Trotzdem überprüft weniger als die Hälfte (42
Prozent) den Erfolg ihres E-Business. Deutsche und italienische
Unternehmen halten die Kontrolle der E-Business-Performance am
wichtigsten, setzen dies aber seltener als Firmen in
Großbritannien und Frankreich in die Realität um.
Großbritannien hat den größten Anteil von
Unternehmen (63 Prozent), die den E-Business-Erfolg messen, gefolgt
von Deutschland (41 Prozent), Frankreich (33 Prozent) und Italien
(31 Prozent).

Die Studie hat außerdem eine Konvergenz zwischen dem
traditionell Shareholder-Value-orientierten Großbritannien
sowie Frankreich und Deutschland ans Licht gebracht. In diesen eher
Stakeholder-Value-dominierten Ökonomien kommt dem Aktienwert
eine wachsende Bedeutung zu. Dagegen tritt in Großbritannien
Stakeholder Value zunehmend in den Vordergrund. „Shareholder
Value-orientierte Unternehmen können die Balanced Scorecard
als ein effektives Werkzeug nutzen, das dazu beiträgt, den
Shareholder Value zu steigern, indem die Garanten des Shareholder
Value in das Konzept der Scorecard integriert werden“, erklärt
Jonathan Hornby, Head of Strategy, Enterprise Performance
Management, Worldwide Marketing bei SAS. „Die Balanced Scorecard
wendet sich sowohl an Shareholder Value- als auch an Stakeholder
Value-orientierte Unternehmen. Wie die Studie zeigt, ist dies ein
Grund dafür, dass das Konzept in Europa so schnell Akzeptanz
gefunden hat“, sagt Peter Horváth, CEO von Horváth
& Partner und Dozent an der Universität Stuttgart. „Ein
weiterer Grund dafür ist, dass mit der Balanced Scorecard ein
leicht zu implementierendes, strukturiertes System vorliegt: Damit
können Strategien in konkrete Aktivitäten übersetzt
werden.“