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Die SAP-Beratungstochter SAP SI denkt über
einen Rückzug vom neuen Markt nach. Vorstandsmitglied Ulrich
Assmann meinte dazu bei der Hauptversammlung in Dresden, Grund
für diese Überlegungen sei das schlechte Image dieses
Börsensegments. Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht
gefallen. SAP SI ist seit September 2000 am Neuen Markt der
Frankfurter Wertpapierbörse notiert und seit März 2001 im
Nemax 50.

Für den Neuen Markt wäre der Verlust von SAP SI ein
wohl nicht einfach zu schluckender Brocken. Denn laut Christoph
Öfele von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre
stellt die SAP-Tochter immerhin eines der solidesten Unternehmen in
diesem Börsensegment dar.

Auf der Hauptversammlung wurde beschlossen, dass der
Bilanzgewinn 2001 in Höhe von rund 36,9 Millionen Euro nicht
als Dividende ausgeschüttet wird. Außerdem stimmten die
Aktionäre einem neuen Beteiligungsmodell für Mitarbeiter
zu, wonach den 1800 Beschäftigten Aktienoptionen in Form von
Wandelschuldverschreibungen gewährt werden.

An den Umsatz- und Ertragszielen für 2002 will SAP SI trotz
der schwierigen Marktlage festhalten. Im zweiten Halbjahr 2002
rechnet der Konzern mit einer Entspannung der Lage. Im laufenden
Jahr wird eine Erhöhung des Gesamtumsatzes um 15 bis 20
Prozent angestrebt.

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