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Walldorf, 28. Juli 2003 – Die SAP richtet ihren
Entwicklungsbereich neu aus. Die Neuorganisation ist ein weiterer
Schritt zur Umsetzung der SAP-Unternehmensstrategie, sich noch
stärker an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren und
die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Ziel ist es,
aus dem SAP-Branchenwissen, der Expertise in
Geschäftsprozessen und der Integrationsfähigkeit der
Lösungen noch größeren Nutzen zu ziehen. Die
Neuausrichtung hilft SAP, offene branchenspezifische
Unternehmenslösungen effizient zu entwickeln, indem modernste
Entwicklungsprozesse, wie die Wiederverwendung von
Softwarekomponenten, angewendet werden. Mit Hilfe der
Neuausrichtung soll die Umsetzung der Anfang des Jahres
vorgestellten Enterprise Services Architecture (ESA) weiter
vorangetrieben werden.

Die Entwicklung sowohl branchenspezifischer als auch
branchenübergreifender Unternehmenslösungen wird
künftig in drei so genannten Business Solution Groups (BSGs)
zusammengefasst. Jede BSG umfasst Teams für Solution
Management sowie für Application Development. Die BSGs werden
von einem Mitglied des SAP-Vorstandes beziehungsweise der
Erweiterten Geschäftsleitung geleitet, die volle
Geschäftsverantwortung für ihren Bereich sowie klare
Zielvorgaben in Bezug auf Umsatz, Marktanteile und
Kundenzufriedenheit haben. Die BSGs ermöglichen es,
Lösungen noch schneller und effizienter zu entwickeln.
Für SAP-Kunden sind nun alle für ihre Branche relevanten
Lösungen in einer BSG zusammengefasst. Damit verringert sich
bei Kundenprojekten die Anzahl der involvierten Organisationen. So
kann SAP effektiver auf neue und bestehende Kundenbedürfnisse
eingehen.

Die drei neuen Business Solution Groups sind BSG Manufacturing
Industries, BSG Services Industries und BSG Financial und Public
Services. BSG Manufacturing Industries wird von Vorstandsmitglied
Claus Heinrich geleitet. Die Gruppe umfasst Entwicklungsteams
für die Bereiche Manufacturing and Distribution, Supply Chain
Management und Product Lifecycle Management. Leiter der BSG
Services Industries ist Peter Kirschbauer, Mitglied der erweiterten
Geschäftsleitung. Die Gruppe besteht aus den Entwicklungsteams
für die Service-Industrie, und Customer Relationship
Management sowie aus der Global Customer Development
Services-Organisation. Die BSG Financial and Public Services wird
von SAP-Vorstandssprecher Henning Kagermann geleitet. Zu seinem
Verantwortungsbereich gehören die Entwicklungsteams für
Finanzdienstleister, Versicherungen und öffentliche Verwaltung
sowie für Human Capital Management, Finanz- und Rechnungswesen
und Enterprise Resource Planning.

Mit den BSGs wird die Zusammenarbeit zwischen den
Entwicklungsteams und der globalen Vertriebsorganisation – SAP
Global Field Organization – gestärkt. Letztere ist von der
Neuausrichtung nicht betroffen. SAP-Kunden erhalten damit einen
zentralen Ansprechpartner für alle Fragen und Lösungen,
die für ihre Branche relevant sind.

Nachdem die Technologie-Entwicklung im Februar 2003 unter der
Leitung von Vorstandsmitglied Shai Agassi neu formiert und im Zuge
der Neuausrichtung heute in „Technology Platform“ umbenannt wird,
hat SAP jetzt eine Application Platform & Architecture-Gruppe
(AP&A) gegründet, die von Vorstandsmitglied Peter Zencke
geleitet wird. Dieses Team wird die Umsetzung der Enterprise
Services Architecture vorantreiben und so die BSGs in die Lage
versetzen, rasch branchen- und lösungsspezifische
Funktionalitäten zu entwickeln, zu konfigurieren und zu
konfektionieren. Außerdem ist die AP&A-Gruppe dafür
verantwortlich, wiederverwendbare Kerngeschäftsobjekte (z.B.
Cost/Profit Center), Muster für Geschäftsprozesse und
Benutzeroberflächen, Engines, die in mehreren Branchen zum
Einsatz kommen (z.B. Pricing Engines), sowie Elemente der
Produkt-Suite zu entwickeln. In der AP&A-Gruppe werden zudem
alle globalen Forschungs- und Innovationsaktivitäten der SAP
zusammengeführt und gefördert, um insbesondere
Markteinführungszeiten weiter zu verkürzen und die
Produktqualität weiter zu verbessern. Gemeinsam mit dem
Bereich Technology Platform sorgt die AP&A Gruppe
schließlich für eine einheitliche Applikationsplattform
und bereitet damit die Basis für zielgerichtete
Innovationen.

„Mit unserer neuen Organisationsstruktur nutzen wir die
langjährige Branchenerfahrung von SAP noch stärker
zugunsten unserer Kunden und helfen ihnen, Wettbewerbsvorteile und
einen schnelleren Return on Investment zu erzielen“, sagt Henning
Kagermann. „Durch unseren neuen, modularen Software-Designprozess
und die Wiederverwendung von Softwarekomponenten helfen wir unseren
Kunden zudem, ihre Gesamtbetriebskosten zu senken.“ Die aktuelle
Neuausrichtung der Entwicklung ist die logische Fortsetzung einer
Reihe von organisatorischen Veränderungen, mit denen SAP ihre
internen Strukturen weiter an die Unternehmensstrategie anpasst.
Bereits abgeschlossen sind die Maßnahmen zur Globalisierung
und Standardisierung der Bereiche Marketing, Service & Support,
Beratung, Vertrieb, Aus- und Weiterbildung sowie des
Personalwesens. Mit der neuen Organisationsstruktur ist SAP bestens
vorbereitet, ihre führende Marktposition zu erhalten sowie
gezielt neue Geschäftspotenziale zu erschließen. Sowohl
die bestehenden Kundenbeziehungen als auch das Tagesgeschäft
werden von der Neuausrichtung der Entwicklungsorganisation nicht
beeinträchtigt.

Informationen zur Enterprise Services Architecture
Die Enterprise Services Architecture (ESA) ist SAP’s Vision
für die Entwicklung von Geschäftsanwendungen der Zukunft.
Mit der Einführung von SAP NetWeaver hat SAP die
technologische Basis geschaffen, um die ESA umzusetzen. Anwender
erhalten mit ihr wesentlich mehr Flexibilität. Die ESA
erweitert das Konzept von Web-Services zu einer Architektur
für Geschäftsanwendungen. Während Web-Services
zunächst nur ein technisches Konzept darstellen, ist ESA der
Entwurf für umfassende und Services-basierte
Geschäftsanwendungen. Die ESA ermöglicht das Design der
kompletten Lösung für einen Geschäftsprozess, wobei
existierende Systeme und Anwendungen einbezogen und der Einsatz
neuer Funktionalitäten beschleunigt werden.

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit
führende Anbieter von Unternehmenssoftware. Das Angebot der
SAP umfasst die Geschäftsanwendungen der mySAP Business Suite,
Technologielösungen für die
unternehmensübergreifende Integration von
Geschäftsprozessen sowie Standardsoftware für den
Mittelstand. Darüber hinaus unterstützt SAP mit 23
Branchenlösungen industriespezifische Kernprozesse. Damit sind
Unternehmen in der Lage, ihre Geschäftsprozesse intern sowie
mit Kunden, Partnern und Lieferanten erfolgreich zu organisieren
und die betriebliche Wertschöpfung maßgeblich zu
verbessern. Mehr als 13 Millionen Anwender in über 20.000
Unternehmen setzen SAP-Lösungen in mehr als 120 Ländern
ein. SAP wurde 1972 gegründet und ist heute der weltweit
drittgrößte unabhängige Softwareanbieter mit
Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr
2002 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 7,4 Mrd. Euro.
Derzeit beschäftigt SAP über 28.600 Mitarbeiter, davon
rund 12.500 in Deutschland.

Weitere Informationen unter: www.sap.de