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Trotz gegenteiliger Beteuerungen von
Vorstandssprechner Hasso Plattner im vergangenen Monat hat SAP
aktuell 140 Mitarbeiter entlassen; davon 80 in Großbritannien
und 60 in den USA. Darüber hinaus will der Walldorfer Konzern
an 20 anderen Standorten Arbeitsplätze abbauen. Nach den
letzten Quartalszahlen hatte Plattner noch erklärt: „Wir
werden nicht einen bestimmten Prozentsatz von Mitarbeitern
entlassen, auch wenn sich das an der Wall Street gut anhört.
Wir brauchen eine ausgefeiltere Lösung aus Einstellungsstopp,
normaler Fluktuation und Nichtwiederbesetzung frei gewordener
Stellen.“

In den USA hatte SAP bereits Anfang des Jahres nach der
Verschmelzung von SAP Portals und SAP Marketplace
Arbeitsplätze abgebaut; vor allem in den Bereichen Vertrieb,
Verwaltung und Marketing. Zu Ende Juni beschäftigte der
Konzern weltweit 29.350 Mitarbeiter. Das Unternehmen hält
weiterhin an seiner Prognose fest, für das gesamte
Geschäftsjahr fünf Prozent Umsatzsplus zu erreichen und
seine operative Marge von 20 auf 21 Prozent zu steigern. Um dieses
Ziel zu erreichen, müssten die Walldorfer wohl rund 40 Prozent
der Gesamteinnahmen im vierten Quartal einfahren – laut
„Computerwire“ durchaus machbar. Allerdings befürchten
Investment-Analysten, dass die operativen Kosten – unter anderem
wegen Abfindungen und anderer mit den Entlassungen verbundenen
Kosten – auf zwölf Prozent steigen könnten. (tc)

Quelle:eu-marketingportal.de