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Petersberg, den 30. März 2001
Nach einem schwierigen Börsenjahr 2000 und einschneidenden
Weichenstellungen befindet sich die am Neuen Markt notierte
IntraWare AG (WKN: 510 450) wieder auf aussichtsreichem
Zukunftskurs. Im Zuge ihrer Neuausrichtung geht die IntraWare AG
davon aus, für das vierte Quartal 2002 zum ersten Mal ein
ausgeglichenes Ergebnis vorlegen zu können. Im Jahr 2003 will
das Unternehmen den Break-even hinter sich lassen und schwarze
Zahlen schreiben.

Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Frankfurt stellte
Finanzvorstand Markus Ernst klar: „Der Weg bis zur Gewinnzone
für die IntraWare AG ist länger als wir alle
zunächst gedacht hatten. Wir wissen aber, dass dieses Ziel
nicht in weiter Ferne liegt, sondern durch eine solide und an
klaren Prioritäten ausgerichtete Geschäftspolitik in
absehbarer Zukunft erreicht werden kann.“

Der Börsengang der IntraWare AG im Mai 2000, von dessen
langfristiger Profitabilität für die Anleger das
Unternehmen nach wie vor fest überzeugt ist, fiel in ein Jahr
mit gravierenden Turbulenzen und zu revidierenden
Umsatzerwartungen. Vor der Presse unterstrich der
Firmenmitgründer und Vorstand Lars Bornemann: „Daraus
haben wir gelernt und Konsequenzen gezogen. Wir haben
verstanden!“ Nur durch eine Konzentration aller Kräfte,
so Bornemann, und absehbare Gewinnaussichten könne das
Vertrauen der Aktionäre zurückgewonnen werden.

Die personellen und strukturellen Veränderungen, die das
Fuldaer Softwarehaus in den vergangenen Monaten im Bewusstsein
seiner Verantwortung gegenüber Aktionären und
Mitarbeitern energisch in Angriff genommen hat, haben sich auf die
Geschäftstätigkeit

bereits positiv ausgewirkt. Dass das Unternehmen auf dem
richtigen Weg ist, war an der breiten Resonanz auf der
Computermesse CeBIT in Hannover abzulesen.

Der Vorstand der IntraWare AG wies auf der heutigen
Bilanzpressekonferenz in Frankfurt darauf hin, dass das vergangene
Geschäftsjahr keineswegs den eigenen Erwartungen entsprochen
habe. Zweifellos hätten zu dieser Entwicklung neben der
allgemeinen Börsenschwäche und spezifischen Problemen
für Dienstleister auf dem Markt für IT-Produkte eigene
Fehleinschätzungen in nicht unerheblichem Maße
beigetragen.

Der Konzernjahresfehlbetrag nach IAS im Jahr 2000 fiel mit 13,1
Mio. Euro deutlich höher aus als erwartet. Er blieb allerdings
rund 2 Mio. Euro unter der revidierten Prognose vom November
vergangenen Jahres. Beim Umsatz verfehlte IntraWare die eigene
Zielmarke um etwas über ein Drittel. Gleichwohl
übertrafen die Umsatzerlöse mit konzernweit 11 Mio. das
Vorjahresniveau um 45 Prozent und lagen damit ebenfalls über
dem korrigierten Wert von 10,0 Mio. Euro. Das operative Ergebnis
(EBIT) des Konzerns belief sich auf minus 12,7 Mio. Euro.

Kostenlastig ausgewirkt haben sich zweifelsohne die durch
forschungs- und entwicklungsintensive Erfordernisse stark
gestiegenen Investitionen in den Personalbestand. Im Vergleich zum
Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter bis Ende 2000
von 145 auf 222. Dabei entfiel ein großer Teil auf
hochspezialisierte Fachkräfte für IT-nahe
Tätigkeiten. Insgesamt kletterten die Personalaufwendungen im
Jahr 2000 von 3,9 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro.

Beim Ausbau ihres Business-Partnernetzes, einem Schwerpunkt der
Geschäftstätigkeit, konnte die IntraWare AG konzernweit
mit 36 neuen Kooperationen deutlich zulegen. Trotz der unter den
Erwartungen gebliebenen Nachfrage nach Lotus-Notes-basierten
Lösungen wurden mehr als 200 Kunden hinzugewonnen. Die Anzahl
der installierten Lizenzen stieg bis Ende 2000 auf mehr als
180.000.

Nach einer Phase reiner Wachstumsorientierung hat die IntraWare
AG ihre Kernkompetenzen für dieses und die folgenden
Geschäftsjahre neu fokussiert. Alle Aktivitäten des
Konzerns, so bekräftigten die Vorstände Lars Bornemann
und Markus Ernst übereinstimmend, würden auf das Ziel
konzentriert, die IntraWare AG als Anbieter hochwertiger Software
für effektives e-management zu etablieren. Ein Meilenstein auf
dem Weg zu diesem Unternehmen ist die bereits erfolgte
Zusammenführung der Bereiche Sales und Service, in denen
derzeit 99 Mitarbeiter tätig sind. Damit stellt die IntraWare
AG sicher, ihren Kunden neben moderner Software, die zu einer
Lösung zugehörigen Consultingleistungen auf hohem Niveau
zu bieten. Bezüglich des Vertriebs und der Betreuung von
Lösungen der Bereiche Customer Relationship Management (CRM),
Total Quality Management (TQM) sowie Process & und Workflow
Management (PWM) wird der geografische Schwerpunkt mittelfristig
auf den Märkten in Deutschland, Österreich und der
Schweiz liegen.

Die Vorstände Lars Bornemann und Markus Ernst rechnen bis
2002 mit einem leichten Anstieg der Nachfrage nach CRM-Anwendungen,
die ab 2003 durch den zunehmenden Bedarf mittelständischer
Betriebe deutlich anziehen werde. Bei konservativer Prognose
erwartet die IntraWare AG im laufenden Jahr ein konzernweites
Umsatzwachstum von insgesamt rund 12 Prozent auf dann 12,3 Mio.
Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) wird auf minus 6 Mio. Euro
veranschlagt.

Informationen zur IntraWare AG:
Die IntraWare AG entwickelt seit 1994 zukunftsfähige
Standardlösungen, um das gesamte Wissen eines Unternehmens
transparent und nutzbar zu gestalten. Mit den auf Lotus Notes und
Microsoft basierenden Produktlinien können Unternehmen jeder
Größe und Branche, alle unstrukturierten Daten
systematisch erfassen, darstellen und auswerten, um somit die
Geschäftsabläufe effizienter zu gestalten. Dies
bezeichnet die IntraWare AG als „e-management“. Mit den
einzelnen Lösungen werden die Lösungsbereiche Customer
Relationship Management (CRM), Total Quality Management (TQM) und
Process- und Workflow-Management abgedeckt. Neben Beratungs-,
Wartungs- und Schulungsleistungen bietet die IntraWare AG auch den
entsprechenden Support an.

Zur IntraWare AG Unternehmensgruppe zählen bislang sieben
Unternehmen mit insgesamt 200 Mitarbeitern. Der Vertrieb der
Produktlinien wird durch ein Netz von 60 Systempartnern
organisiert. Bis heute wurden über 180.000 Produktlizenzen
verkauft. 1999 erzielte die IntraWare AG einen Umsatz von rund 14,8
Mio. DM. Unter anderem setzen die folgenden Unternehmen die
Lösungen der IntraWare AG ein: CargoLifter AG, Degussa
Hüls AG, Dr. August Oetker Nahrungsmittel, Freiberger
Brauhaus, Papierfabrik Schoellershammer, TNT Logistics, Toshiba
Europe und Viessmann Heiztechnik sowie über 100
Kreissparkassen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.intraware.de.