München, 04.12.19 –  „Konfiguratoren sind höchst komplexe Software-Produkte“ – so heißt es oft. Völlig von der Hand zu weisen ist diese Aussage sicherlich nicht, jedoch nicht in dem Sinne, wie dieser Satz landläufig verstanden wird. Das führt leider dazu, dass Unternehmen die Einführung eines Konfigurators scheuen, obwohl sie davon profitieren könnten. Dabei sind Konfiguratoren außerordentlich effektive Werkzeuge, wenn es darum geht, zum Teil hochkomplexe, variantenreiche Produktportfolios abzubilden und deren Variantenvielfalt handhabbar zu machen.

Durch intelligente, benutzerfreundliche Pflegetools werden Angebotserstellung und Kalkulation enorm vereinfacht. Nicht der Konfigurator an sich ist also komplex, sondern das Produkt, das verkauft werden soll. Der Einsatz eines Konfigurators dient der Reduzierung der Komplexität.

Die Einsatzmöglichkeiten von Konfigurationslösungen/CPQ beschränken sich jedoch keineswegs auf komplexe Produkte und anspruchsvolle Kalkulationsanforderungen, ein Konfigurator beherrscht das gesamte Spektrum von einfach bis komplex.

Darüber hinaus integriert die Software verschiedene Vertriebsprozesse: die Produktkonfiguration, die Preiskalkulation und die Angebotserstellung. Der Mehrwert für Unternehmen entsteht durch fehlerfreie und effiziente Prozessabläufe. Das Regelwerk für die Produkt- und Kalkulationslogik läuft im Hintergrund ab, die Technik befindet sich sozusagen unter der Motorhaube.

Eine weitere Hürde bei der Einführung einer Konfigurationssoftware liegt in der verbreiteten Ansicht, dass Konfigurator-/CPQ-Projekte sehr langwierig und ressourcenintensiv sind.

Die Implementierung kann in weniger als 12 Wochen abgeschlossen sein. Das liegt daran, dass es bereits ausgereifte CPQ-Softwaresysteme gibt, die die benötigte Funktionalität vollständig beinhalten. Lediglich die Produktdaten müssen geeignet strukturiert und ins System gebracht sowie einige kundenindividuelle Anpassungen implementiert werden.

Da insbesondere der erste Punkt, die Produktabbildung, aufgrund der umfangreichen und komplexen Produktportfolios durchaus nicht unterschätzt werden darf, ist es empfehlenswert, ein solches Projekt schrittweise umzusetzen und den Umfang des Rollouts gleich zu Beginn klar zu definieren.

Daher ist es besser, mit einem klaren Ziel zu beginnen: z.B. der Geschäftsbereich A wird bis zu einem wichtigen Messetermin implementiert. So wird schon frühzeitig ein ROI erzielt, und der Ausbau der Anwendung kann dann nach einem klar strukturierten Terminplan fortgesetzt werden.

Ein CPQ-Projekt sollte niemals als reines IT-Projekt gestartet werden, da die Vertriebs-Software an der Schnittstelle zu CRM- und ERP-System anzusiedeln ist. Die erfolgreiche und zügige Einführung eines Konfigurators umfasst daher immer die Abstimmung verschiedener Geschäftsbereiche. Ebenso wichtig ist es, das Vertriebspersonal schon sehr früh z.B. in die Oberflächengestaltung einzubinden, um so die Akzeptanz zu steigern und die Anwenderfreundlichkeit zu testen.

Bei der Einführung eines Produktkonfigurators setzt man sich einmal intensiv mit der Produktkomplexität auseinander und sorgt dafür, dass man bei der Angebotserstellung keine Komplexität mehr hat, gemäß dem Motto von Planware: Wir machen Komplexes einfach.