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Bonn / Walldorf, 30. Oktober 2003 – Die Deutsche
Postbank AG, Deutschlands größte Privatkundenbank hat
jetzt die Transaction Banking-Funktionen des Branchenportfolios SAP
for Banking in Betrieb genommen. Die neue Software ersetzt 14
Altsysteme und reduziert die Anzahl der Kernbankenprozesse von 120
auf 35. Über die zentrale IT-Plattform verwaltet die Postbank
jetzt die Transaktionen von über 10 Millionen Kunden, 6
Millionen Kreditkarten, 5 Millionen Girokonten und 40 Millionen
Adressdaten auf einer einheitlichen IT-Plattform. Das Unternehmen
erwartet Einsparungen bei den operativen Kosten für
betriebsinterne Prozessen von jährlich bis zu 30 Prozent. Mit
dem Start des neuen Systems bei der Postbank schließt die SAP
ihre umfangreichen Entwicklungsaktivitäten ab und baut das
Funktionsspektrum von SAP for Banking weiter aus. Die Transaction
Banking-Funktionen von SAP for Banking sind ab 2004 für Kunden
weltweit verfügbar. Damit können dann auch
Großbanken und Finanzdienstleister ihre komplexen
Kernbankenprozesse über eine einzige IT-Plattform
abwickeln.

Mehr als 6.000 Postbank-Angestellte in fünf Niederlassungen
sowie die Mitarbeiter der über 10.000 Filialen der Deutschen
Post haben Zugang zu den neuen Funktionen. Mit der
Branchenlösung SAP for Banking verwaltet die Postbank
darüber hinaus sämtliche Konten und Überweisungen
der über 1,5 Millionen Online Banking-Kunden. Das System ist
in der Lage, große Transaktionsvolumen zu verarbeiten, so
dass die Postbank auch anderen Banken Dienstleistungen rund um die
Kontenverwaltung zur Verfügung stellen und somit weitere
Umsatzpotenziale erschließen kann. Die flexible SAP-Plattform
soll die Dauer bei der Einführung neuer Bankprodukte und
Dienstleistungen von bisher mehreren Monaten auf wenige Wochen
verkürzen.

Die Infrastruktur von Großbanken zur Verwaltung von Konten
und verschiedener Produktlinien besteht herkömmlicherweise aus
einer Vielzahl von verschiedenen Kernbankensystemen und Prozessen,
die als Resultat jahrelanger Eigenentwicklung entstanden sind. Als
erste große Privatkundenbank zeigt die Postbank, dass
Kontenverwaltung und Zahlungsabwicklung sowie die Konfiguration
neuer Produkte mit SAP for Banking über eine einzige
standardisierte Softwarelösung in Echtzeit gesteuert werden
können. Das Unternehmen übernimmt damit eine
technologische Vorreiterrolle in der Bankenbranche.

„Um wettbewerbsfähig zu bleiben und flexibel auf
Marktanforderungen reagieren zu können, müssen Banken
ihre operativen Kosten senken. In vielen Fällen wird ihr
Geschäftserfolg jedoch durch inflexible Altsysteme und
fehlende Systemintegration in einzelnen Abteilungen
beeinträchtigt“, erklärt Robert Hunt, Senior Analyst bei
der TowerGroup. „Deshalb steigt die Nachfrage für flexible
Standardplattformen, die in der Lage sind, das komplexe
Kernbankengeschäft umfassend abzudecken. Die erfolgreiche
Einführung des Systems bei der Postbank zeigt, dass SAP in der
Lage ist, eine solche Kernbankenlösung zu schaffen. SAP baut
damit seine Stellung im globalen Bankenmarkt weiter aus. Wir gehen
davon aus, dass die SAP auf diesem Erfolg aufbauen und auch eine
zentrale Rolle im amerikanischen Kernbankenmarkt spielen wird.“

Drastische Reduzierung von Prozesskosten und
Produkteinführungszeiten Die Postbank hat das neue
Funktionsspektrum von SAP for Banking im Oktober 2003 in Betrieb
genommen. Die Implementierung wurde von der Postbank mit
Unterstützung von SAP durchgeführt. Darüber hinaus
stellt die SAP der Postbank ihren MaxAttention-Service bereit, der
neben umfangreichem Standardsupport eine Vielzahl von Services wie
Rund-um-die-Uhr-Betreuung und Unterstützung durch Berater vor
Ort bietet.

„Wir mussten die Komplexität der Prozesse drastisch
reduzieren und die Betriebskosten der unterschiedlichen Systeme,
die sich im Laufe der Jahre gesammelt haben, senken“, kommentiert
Dirk Berensmann, CIO der Postbank. „Aufgrund unserer
langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit kennen wir SAP
als engagierten Lösungsanbieter, auf den wir auch langfristig
zählen können. Unser erklärtes Ziel ist es, mit
Hilfe der Transaction Banking-Funktionen von SAP die geringsten
Prozesskosten und die kürzesten Produkteinführungszeiten
im Privatkundengeschäft zu erreichen. Durch die
leistungsfähige und umfassende Funktionalität von SAP for
Banking sind wir in der Lage, unsere Dienstleistungsangebote und
unser Umsatzpotential zu erweitern, die Profitablilität zu
steigern sowie durch innovative Geschäftsprozesse einen
signifikanten Wettbewerbsvorteil zu erzielen.“

Die Transaction Banking-Funktionen von SAP ermöglichen eine
sehr leistungsfähige Verarbeitung von Transaktionsvolumen bei
Konten sowie Kunden- und Kreditkarten und eröffnet somit eine
schnellere Bearbeitung, geringe Fehlerquoten und höhere
Transparenz bei Bankprodukten und Geldkonten. Mit der
leistungsstarken Funktionalität der Standardplattform plant
die Postbank, die operativen Funktionsbereiche in Profitcenter
umzuwandeln und anderen Banken die Abwicklung von
Zahlungstransaktionen und Konten anzubieten.

Die anpassungsfähigen und bereichsübergreifenden
Lösungen der SAP bieten der Postbank einen wichtigen
strategischen Wettbewerbsvorteil in einem dynamischen Markt, in dem
die Lebensdauer von Bankprodukten immer kürzer wird. Zudem
erwartet die Postbank langfristig strategische Vorteile, wie die
schnellere und kosteneffizientere Integration von
IT-Infrastrukturen und operativen Geschäftsprozessen bei
möglichen Fusionen: So geht das Unternehmen davon aus, dass
eine eventuelle Systemintegration mit Hilfe von SAP for Banking den
erforderlichen Integrationszeitraum auf ein bis eineinhalb Jahre
reduzieren und somit erheblich geringere Kosten verursachen
würde.

Die Postbank nutzt bereits seit Jahren die Financials-, Loans-
und Controlling-Komponenten von SAP R/3 und wird auch die
SAP-Lösung für Basel II einsetzen, um den internationalen
Bankvorschriften gerecht zu werden. Zudem arbeitet das Unternehmen
mit dem SAP Business Information Warehouse als Plattform für
das Reporting sowie mit dem dazugehörenden Banking Information
Center – BIC -, das auf SAP Records Management basiert.

Die Einführung von SAP Financial Services Business Partner
bei der Postbank im November 2002 war das bisher größte
Implementierungsprojekt für eine Komponente von SAP for
Banking. Mit Hilfe dieser Lösung kann die Postbank Stammdaten
von über 10 Millionen Kunden und mehr als 40 Millionen
Adressdaten von Geschäftspartnern zentral verwalten. Dank der
offenen Architektur kann die Postbank zukünftig auch weitere
SAP-Anwendungen integrieren. Zusätzlich zum Zahlungs- und
Kontenmanagement wird die Postbank weitere Kernbankfunktionen von
SAP for Banking wie die Verwaltung von Darlehen, Hypotheken und
Spareinlagen einsetzen.

„Mit der Inbetriebnahme bei der Postbank setzt die SAP neue
Maßstäbe bei der Entwicklung der Branchenlösung SAP
for Banking“, kommentiert Jim Hagemann Snabe, Chief Operating
Officer für Financial and Public Services bei SAP. „Dieses
Projekt bei der Postbank ist eines der strategisch wichtigsten in
der SAP-Geschichte und einzigartig in Größe und Umfang
sowie der innovativen Technologie und flexiblen Funktionen. Mit der
umfassenden Integration von Kernbankenfunktionen auf einer einzigen
Plattform setzt die SAP neue Standards für
Bankenlösungen. Unser langjähriger Einsatz für den
Banken- und Finanzdienstleistungssektor trägt jetzt
Früchte. Dies ist ein wichtiger Schritt in unserer Strategie,
eine globale Kernbankenlösung anzubieten, mit der Unternehmen
ihre IT-Kosten senken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit
erhöhen können. Dies unterstreicht unser Know-how bei der
Entwicklung von Standardlösungen für das
Kernbankengeschäft.“

Auf dem Internationalen SAP Banking Summit, der vom 4. bis 5.
November 2003 in Paris stattfindet, hält Dirk Berensmann, CIO
der Postbank, einen Vortrag zum Thema Retail Banking. Während
der zweitägigen Veranstaltung präsentieren führende
Technologiespezialisten und Experten der internationalen
Bankenbranche ihre Erfahrungen zu zentralen Themen wie
Kostenreduzierung, Profitabilitätssteigerung, Erhöhung
der Wettbewerbsfähigkeit und Riskomanagement.

Informationen zur Branchenlösung SAP for Banking
Mit mehr als 350 Bankenkunden in 56 Ländern gilt SAP als
kompetenter Berater im Finanz- und Rechnungswesen. Das
Branchenportfolio SAP for Banking bietet leistungsfähige Tools
für die Steuerung von Geschäftsprozessen im Bankenumfeld.
Dank der Verknüpfung mit den Modulen zur Kostenkontrolle und
Finanzbuchhaltung von mySAP Financials lassen sich effiziente
Risikoanalysen durchführen. Die Anbindung an die
Kundenbeziehungsmanagement-Lösung mySAP Customer Relationship
Management (mySAP CRM) erlaubt die durchgängige Integration
von kundenorientierten Aktivitäten mit betriebsinternen
Prozessen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, zur
Analyse und Auswertung aller Rentabilitätsdaten auf mySAP
Business Intelligence (mySAP BI) zurückzugreifen. Das
Unternehmensportal mySAP Enterprise Portal liefert Anwendern alle
Informationen, Anwendungen und Services, die sie für ihre
Arbeit benötigen. So können alle Benutzer, ob intern oder
extern, effizient zusammenarbeiten, um noch bessere
Geschäftsergebnisse zu erzielen.

Weitere Informationen zur Branchenlösung SAP for Banking
finden sich unter www.sap.com/company/press/factsheets.

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit
führende Anbieter von Unternehmenssoftware. Das
Lösungsangebot der SAP umfasst die Geschäftsanwendungen
der mySAP Business Suite, die Integrations- und
Applikationsplattform SAP NetWeaver sowie Standardsoftware für
den Mittelstand. Darüber hinaus unterstützt SAP mit 23
Lösungsportfolios industriespezifische Kernprozesse. Damit
sind Unternehmen in der Lage, ihre Geschäftsprozesse intern
sowie mit Kunden, Partnern und Lieferanten erfolgreich zu
organisieren und die betriebliche Wertschöpfung
maßgeblich zu verbessern. Mehr als 13 Millionen Anwender bei
über 20.500 Kunden setzen SAP-Lösungen in mehr als 120
Ländern ein. SAP wurde 1972 gegründet und ist heute der
weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter
mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im
Geschäftsjahr 2002 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von
7,4 Mrd. Euro. Derzeit beschäftigt SAP über 29.000
Mitarbeiter, davon mehr als 13.000 in Deutschland.

Weitere Informationen unter: www.sap.de