Seite wählen

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE vom 31.05.2001) – In
der kommenden Woche stellt Peoplesoft auf seiner Hausmesse
Peoplesoft 8 Summit in Las Vegas seine neue Suite „8 CRM“ vor.
Diese steht nach Aussagen von John Grozier, Vice President Product
Strategy, auf drei Säulen: Einer reinen Internet-Archtitektur,
integrierten Analysefunktionen sowie Enterprise Integration.
Das bisherige CIM-Produkt (Customer Relationship Management), ein
Mischmasch aus Browser- und Windows-basierter
Client-Server-Architektur, weicht in Version 8 einer reinen
Browser-Lösung ohne Plug-ins oder sonstigen Client-basierten
Code. Alle wichtigen Komponenten seien dazu vollständig neu
geschrieben worden. Kunden sollen damit laut Grozier bis zu 90
Prozent der Wartungs- und Verwaltungskosten einsparen. Gleichzeitig
wurde das CRM-Paket mit der hauseigenen Portal-Software verwoben.
Firmen können damit Kunden Zugriff auf die
Unternehmensinformationen gewähren, die für ihre Belange
von Interesse sind.

In Sachen EAI (Enterprise Integration Application) ist 8 CRM
offen für Kontakte zu SCM-Anwendungen (Supply-Chain
Management) sowohl von Peoplesoft als auch von Drittherstellern und
zu Legacy-Systemen. In-house habe man bereits Tools auf API-Ebene,
für XML sowie Flat file integration entwickelt, erklärte
Grozier gegenüber „Computergram“.

Außerdem haben die Entwickler neben vier bereits im
vergangenen Dezember angekündigten analytischen Anwendungen
eine fünfte neue namens „Sales Insight“ integriert. Diese gibt
beispielsweise Aufschluss über die profitabelsten Kunden, kann
Vertriebszyklen auf Produktion und Nachfrage abstimmen oder Kosten
und ROI (Return on Investment) von Kampagnen ermitteln.

Weitere Verbesserungen wurden laut Grozier bei Verwaltung und
Updates der Echtzeit-Prognosefunktion vorgenommen. Zudem lassen
sich verschiedene Sprachen und Währungen künftig per
Drop-down-Menü wählen. Ferner könnten Endanwender
die Anwendung künftig stärker personalisieren, ohne dass
dazu eigens ein Programmierer anrücken müsse. Die
Software ist ab Ende Juni erhältlich und kostet ab 100.000
Dollar. Eine typische Installation schlägt allerdings mit rund
500.000 Dollar zu Buche. Zurzeit befindet sich 8 CRM bereits bei
ausgesuchten Kunden, darunter ABN Amro, France
Télécom sowie FedEx, im Betatest.