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„Es gibt keine Summe, keine Bedingung, unter
denen wir Peoplesoft an Oracle verkaufen“, sagte Peoplesoft-Chef
Craig Conway der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die
Offerte sei eine „Zirkusnummer, um Peoplesoft zu schaden und die
geplante Übernahme von JD Edwards zu verhindern“, sagte er der
Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. Sein Unternehmen ziehe auch
rechtliche Schritte in Betracht.

Peoplesoft, ein Spezialist für Internet-basierte
Unternehmenssoftware, hatte die Übernahme von JD Edwards
für 1,7 Mrd. $ erst wenige Tage vor dem Oracle-Vorstoß
bekanntgegeben. Oracle legte für Peoplesoft am Freitag ein
Angebot im Gesamtwert von 5,1 Mrd. $ in bar vor. Oracle-Chef Larry
Ellison sagte, nach einer Übernahme sollen keine
Peoplesoft-Produkte mehr an neue Kunden verkauft werden. Bestehende
Kunden würden unterstützt und Elemente der
Peoplesoft-Software in Oracle-Programmen verwendet werden. Zugleich
räumte Ellison ein, dass auch sein Unternehmen an JD Edwards
interessiert sei. Der Kaufvertrag von Peoplesoft solle allerdings
erst nach vollzogener Übernahme geprüft werden.

Oracle ist der weltweit zweitgrößte Softwarekonzern
und die Nummer zwei nach SAP bei Unternehmensanwendungen.
Peoplesoft verbindet Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter mit seiner
Software bei Geschäftsabläufen und JD Edwards ist mit
seiner Software vor allem im industriellen Bereich aktiv.