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Der US-Softwarehersteller PeopleSoft hat die
milliardenschwere Übernahmeofferte des Branchenriesen Oracle
zurückgewiesen und dem Konkurrenten unlautere Motive
vorgeworfen.

„Oracles Angebot versucht, Oracle auf Kosten der Aktionäre,
Kunden und Beschäftigten von PeopleSoft zu bereichern“, sagte
Firmenchef Craig Conway am Freitag in Pleasanton im US-Bundesstaat
Kalifornien. Es sei offenbar auch der Versuch, PeopleSoft an der
geplanten Übernahme des Konkurrenten J. D. Edwards zu
hindern.

5,1 Mrd. USD geboten
Oracle hatte zur Überraschung der Software-Welt vor einer
Woche eine 5,1 Milliarden USD schwere Übernahme von PeopleSoft
angekündigt. Nur wenige Tage zuvor hatte PeopleSoft
mitgeteilt, J. D. Edwards für 1,7 Milliarden USD zu kaufen.
Mit der Übernahme wäre das Unternehmen nach eigenen
Angaben zum zweitgrößten Hersteller von
Unternehmenssoftware aufgestiegen.

Die Ankündigung von Oracle, PeopleSoft-Produkte nach einer
Übernahme nicht mehr als eigenständige Software zu
vertreiben, sei „eine echte Bedrohung für den Aktienwert“ des
Unternehmens, sagte Conway.

Darüber hinaus werde PeopleSoft durch die Offerte von 16
USD pro Aktie angesichts seiner Marktposition und seiner
Zukunftsaussichten „dramatisch“ unterbewertet. Und
schließlich würde eine Oracle-Übernahme laut
PeopleSoft eine lange Prüfung durch die
Wettbewerbsbehörden nach sich ziehen.

Die Wahrscheinlichkeit sei zudem hoch, dass das abgelehnt
würde, betonte das Unternehmen.

Quelle: futurezone.orf.at