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von Werner Fritsch

19.12.2013- Die Umsätze mit einem kombinierten Software-Angebot nehmen bei Pegasystems rasch zu. Die neue Version der BPM- und CRM-Software soll nun die Kluft zwischen Business und IT besser überbrücken.

Die Geschäfte bei dem Softwarehersteller Pegasystems von der amerikanischen
Ostküste laufen anscheinend gut: Im letzten Jahr betrug der Umsatz 461,7
Millionen Dollar, die Bruttomarge belief sich auf 66 Prozent, als Nettogewinn
blieben 21,8 Millionen Dollar übrig. 28 Prozent der Gesamteinnahmen stammten aus
Europa. Im vergangenen Quartal stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum der
Umsatz um 34 Prozent. Die meisten Kunden stammen aus Branchen, in denen viele
Konsumenten zu bedienen sind. Oft handelt es sich um große Banken,
Versicherungen oder Telekommunikationsanbieter.

Das neue Release des Softwaresystems dürfte für weiteren Auftrieb sorgen.
»Mit Pega 7 machen wir die Funktionen unserer Technologie einfacher nutzbar«,
sagt Ulrich Janda, Area Manager Central Europe bei Pegasystems. Das Unternehmen
kommt ursprünglich vom Business Process Management (BPM) her, hat aber auf
dieser Basis dann auch Funktionalität für das Customer Relationship Management
(CRM) entwickelt. Die Kombination dieser Themen bewirkt eine besondere
Positionierung im Markt.

In der neuen Version, die sich On-Premise oder in der Cloud nutzen lässt,
hebt der Hersteller das erweiterte Case Lifecycle Management hervor. Mit
visuellen Werkzeugen lassen sich Phasen und Meilensteine darstellen. Mitarbeiter
aus Fach- und IT-Abteilungen können an einer gemeinsamen grafischen
Spezifikation der Abläufe und Aktivitäten zusammenarbeiten. Traditionell gebe es
hingegen unterschiedliche Modellierungen für die Kaufleute und die
Softwareentwickler, was oft dazu führe, dass die IT nicht das liefere, was das
Business wolle, betont Carsten Rust, hierzulande Manager Solution Consulting bei
Pegasystems.

Außerdem können Anwendungsdesigner über alle Kanäle hinweg, über die mit den
Kunden kommuniziert wird, konsistente Benutzeroberflächen entwerfen. Die neue
Technologie Pulse ermöglicht im BPM- und CRM-Kontext zudem Social Collaboration,
sodass Angestellte bei der Vorgangsbearbeitung besser zusammenwirken können.

Auch das Trendthema Analytics hat Eingang gefunden. Die Basis bildet
Technologie des vor drei Jahren übernommenen CRM-Spezialisten Chordiant.
Sachbearbeiter bekommen bei der Kundeninteraktion in Echtzeit Tipps und werden
bei operativen Entscheidungen unterstützt. Die Analyseprogramme stützen sich auf
Informationen zum jeweiligen Kunden und auf ermittelte Korrelationen bei der
Kundschaft insgesamt. Die einzelnen Entscheidungen haben geringen Einfluss auf
den Umsatz des Anwenderunternehmens, aber sie summieren sich.

Um sich für das Trendthema Mobile besser aufzustellen, hat Pegasystems im
Oktober diesen Jahres den auf Mobile Application Development spezialisierten
Softwarehersteller Antenna übernommen.

Weiter lesen unter:http://www.crn.de/software/artikel-101476.html