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Der auf der Oracle Openworld in San Francisco
vorgestellte Web-basierte Anwendungsservice Siebel CRM On Demand
verknüpft Kundenbeziehungsmanagement mit externen Datenbanken
und Diensten im Internet. Oracle positioniert damit seine
SaaS-Plattform (Software as a Service) auch nicht mehr nur als
Dienst für kleine und mittlere Unternehmen, sondern will
Enterprise-Kunden dafür gewinnen.

CRM On Demand besteht aus einer Reihe von Mini-Applikationen,
die jeweils eine bestimmte Funktion ausführen, die auf eine
Vertriebsaufgabe zugeschnitten ist; sie können jedoch
miteinander verlinkt werden, Daten sind per Cut-and-paste
austauschbar. Dabei stehen Nutzungsformen im Stil von
Web-2.0-Anwendungen im Vordergrund.

Ein Anwendungsfall demonstrierte beispielsweise
Verkaufsprognosen durch ein Mashup aus Bestelldaten aus bestimmten
Regionen und Finanzdaten des Reuters-Web-Dienstes. Die Software
wertet die Daten aus und bildet Ranglisten darüber, welches
die aussichtsreichsten Interessenten und an welchen Produkten sie
intereressiert sind. In einem weiteren Beispiel zeigte Oracle, wie
Verkäufer etwa Produktpräsentationen und öffentliche
Ausschreibungen zu einer Bibliothek zusammenfassen und mit Noten
bewerten können. Die Dokumentensammlung kann bis auf einzelne
Seiten oder Folien durchsucht werden. Anwender können
Kommentare und Bewertungen anfügen und die Dateien mit Tags
versehen.

Wichtigstes Element sei die Weitergabe an Kollegen und Partner,
erklärte Anthony Lye, Oracles Vizepräsident für CRM
On Demand. Vertrauliche Daten seien dabei aber durch das Management
von Zugriffsrechten und Identitäten geschützt. Dieser
nutzerzentrierte Ansatz war bisher ein Domäne des
Oracle-Konkurrenten Salesforce.com. Mit teilweise kostenlosten
Beta-Testphasen will Oracle in den nächsten Monaten mehr
Interesse für sein Angebot wecken. Ein genaues Release-Datum
steht noch nicht fest.

Mehr unter:www.heise.de/newsticker/meldung/98869