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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE vom 02.03.2001) –
„Die Umsätze in Europa und der asiatisch-pazifischen Region
sind weiter kräftig gewachsen. Das Problem ist die
US-Wirtschaft“, kommentierte Oracle-Chef Larry Ellison die
jüngste Gewinnwarnung des Unternehmens. In seinem dritten
Fiskalquartal erwartet der Datenbankspezialist einen Profit von
lediglich zehn Cent je Aktie. Analysten hatten mit zwei Cent mehr
gerechnet. Auch der Umsatz wird mit einem Wachstum von neun Prozent
um sechs Prozentpunkte hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Dabei lief laut Oracle das Quartal zunächst nach Plan: Erst in
den letzten Februartagen hätten einige Kunden ihre
Aufträge plötzlich verschoben. Einen Lichtblick gebe es
dennoch: Die Bruttomarge habe sich gegenüber dem
vergleichbaren Vorjahresquartal von 31 auf 33 Prozent verbessert.
Das endgültige Quartalsergebnis will Oracle am 15. März
2001 vorlegen.

Die Anleger reagierten prompt: Das Oracle-Papier, das im
regulären Handel um 13 Prozent auf 21,38 Dollar gewonnen
hatte, sank nachbörslich um 21 Prozent auf 16,88 Dollar.