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Der Softwarehersteller Oracle setzt ein neues
kompliziertes Lizenzmodell an die Seite seines alten, noch
komplizierteren Lizenzmodells. Schön für die Anwender ist
dabei, dass die Nutzung der E-Business-Suite dabei in der Regel
billiger kommt als bisher – sie können je nach interner
Struktur 25 bis 75 Prozent der Lizenzkosten einsparen. Allerdings
nicht alle: Nur wer eine Gesamtlizenzsumme von mindestens 250 000
US-Dollar aufbieten kann, kommt in den Genuss des neuen
Modells.

Zur Festsetzung des Lizenzpreises unterscheidet Oracle zwei
Arbeitsplatzkategorien beim Kunden: Professional User und
Self-Service User. Das, so das Unternehmen, stelle gegenüber
der bisherigen Regelung eine Vereinfachung dar, bei der 20 und mehr
Kriterien zur Preisfindung herangezogen wurden. Aus jeder Kategorie
müssen mindestens zehn Prozent der Gesamtarbeitsplätze
des Unternehmens eine Lizenz beziehen, um an dem niedrigeren
Preisniveau zu partizipieren. Damit dürfte die neue
Preisstruktur hauptsächlich auf größere Unternehmen
zugeschnitten sein, die Oracle-Software als strategische
Anwendungen einsetzt.

Mit der Maßnahme scheint Oracle vor allem um die Gunst von
SAP-Kunden zu buhlen. Konkurrenzdruck sei jedenfalls nicht der
Grund für die Preissenkungen, heißt es aus dem
Unternehmen.