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Die Software von Primavera wird zum Beispiel bei
375 der 400 größten US-Hochbaufirmen und allen fünf
Bereichen des US-Militärs eingesetzt. Der Forrester-Analyst
Ray Wang bezeichnet die Firma als „Großvater des
Projekt-Managements“ und „eine Art Industriestandard“. Oracle
verspricht, die Produkte von Primavera weiterzuentwickeln und will
sie „sowohl in Stand-alone-Situationen als auch in Oracle- und
Nicht-Oracle-Umgebungen“ weiter vertreiben und supporten.

Oracle hatte zuvor bereits einige PPM-Lösungen im Angebot,
will den Bereich aber offenbar strategisch stärker gewichten:
Die rund 550 Mitarbeiter von Primavera sollen den Kern einer neuen
weltweiten Sparte bilden, an deren Spitze der bisherige
Primavera-Chef Joel Koppelman gestellt wird. Zuvor hatte der
Ellison-Konzern bereits Geschäftsbereiche für
Gesundheitswesen und Versicherungen etabliert.

Finanzielle Details der Übernahme, die bis Jahresende
abgeschlossen sein soll, wurden nicht veröffentlicht.
Primavera hatte im Geschäftsjahr 2007 mit seinen rund 76.000
Kunden ein Ergebnis von 176 Millionen Dollar erwirtschaftet. Die
1983 gegründete Firma ist nicht börsennotiert, Mitte 2006
waren Insight Venture Partners und Francisco Capital Partners mit
nennenswerten Beteiligungen eingestiegen.

Primavera unterhält strategische Partnerschaften mit unter
anderem IBM, Accenture, Bearingpoint und auch dem Oracle-Erzrivalen
SAP. Was speziell mit der letzteren Allianz passieren soll, wollte
eine Oracle-Sprecherin zunächst nicht kommentieren.

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