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New York (dpa) – Der weltweit
zweitgrößte Softwarekonzern Oracle hat sein Angebot
für den Konkurrenten PeopleSoft stark angehoben. Oracle bietet
nun 26 Dollar pro PeopleSoft-Aktie statt der bisherigen 19,50
Dollar, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Übernahme
hätte damit einen Wert von 9,4 Milliarden Dollar.
Außerdem verlängerte Oracle die bereits seit Monaten
laufende Angebots-Frist erneut, diesmal bis zum 12. März.

«Das ist unser letztes Angebot», betonte
Oracle-Finanzvorstand Jeff Henley. Es liege um 18,8 Prozent
über dem Schlusskurs der PeopleSoft-Aktie am Dienstag von
21,89 Dollar. Das Unternehmen rechne mit einer
wettbewerbsrechtlichen Entscheidung des US- Justizministeriums noch
vor dem 12. März.

PeopleSoft riet den eigenen Aktionären im Hinblick auf die
aufgestockte Kaufofferte von Oracle abzuwarten. Der Verwaltungsrat
werde das geänderte Angebot prüfen und den
Aktionären zum angemessenen Zeitpunkt eine Empfehlung machen,
hieß es. Die PeopleSoft-Aktie legte am Mittwoch zeitweise um
5,21 Prozent auf 23,03 Dollar zu. Der Oracle-Aktienkurs fiel um
3,45 Prozent auf 13,43 Dollar.

Angesichts des heftigen Widerstandes von PeopleSoft kam Oracle
bisher bei seinem Übernahmeversuch kaum voran. Zum 16. Januar
2004 seien noch 361,13 Millionen PeopleSoft-Aktien ausstehend
gewesen, hieß es. Bis zu diesem Dienstagabend hätten
Anteilseigner Oracle lediglich 10,63 Millionen PeopleSoft-Titel zum
Kauf angeboten.

Bereits im vergangenen Juni hatte Oracle sein Angebot von 16 auf
19,50 Dollar erhöht. PeopleSoft hatte beide Offerten als zu
gering abgelehnt.