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München,07. April 2008
Microsoft hat durch Linux und Opensource das Fürchten gelernt
– und so könnte es auch den Softwaregiganten SAP und
Oracle ergehen, sollte das Opensource-Projekt der Kuali-Stiftung
Erfolg haben.

Eine Gruppe amerikanischer Universitäten hat sich zum Ziel
gesetzt, ein Opensource-basiertes ERP-System zu entwickeln. In
seiner Endfassung soll es die Betriebssoftware mit den komplexen
Softwarepaketen von SAP, Oracle und Microsoft aufnehmen.

Federführend ist die Kuali Foundation, eine
Nonprofit-Organisation mit Sitz im US-Staat Arizona. Sie hat
für das Opensource-ERP-Projekt bereits eine Reihe anerkannter
Hochschulinstitute, Stiftungskapital sowie Industriesponsoren
zusammen gebracht.

Über 20 Hochschulen sind gegenwärtig daran beteiligt,
unter anderen Cornell, das MIT, Michigan State, Penn State und
Berkeley. Zu den Spendern gehört auch die mächtige Andrew
Mellon Foundation, die eben dem Projekt 2,5 Millionen Dollar bereit
gestellt hat. Unter den Industriesponsoren finden sich so
renommierte Namen wie IBM und Sun.

Das Projekt startet nicht bei Null, sondern geht zurück auf
die Individualsoftware-Erstellung zur Universitätsverwaltung
an der University of Indiana. Diese Software wurde inzwischen
modularisiert und in einer Servicebus-basierten Form der
Opensource-Gemeinde überstellt.

Das Paket ist unter der Apache 2.0 Lizenz erhältlich und
einer der ersten Anwender davon ist die Colorado State University
in Denver. Die nächsten Module sollen Personalverwaltung und
die Lieferkette sein.

Auch im Kundenmanagement (CRM) sind Opensource-Lösungen auf
dem Vormarsch: Zwischen 200 und 500 Installationen dürfte es
in Deutschland geben, schätzt das Beratungshaus Hewson Group.
Dahinter stehen etwa das US-Unternehmen Sugar, aber auch Wice
CRM-Groupware vom gleichnamigen Anbieter aus Hamburg.

Quelle:www.computerzeitung.de/loader?path=/articles/2008015/31471693_ha_CZ.html&art=/articles/2008015/31471693_ha_CZ.html&thes=&pid=ee54f3c7-0de1-40f5-bb23-2cfdf022aee5