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Salesforce startete einst als reinrassiger
On-Demand-Anbieter von Kundenbeziehungsmanagement (CRM), doch
inzwischen nehmen viele neue Anwendungen, die Salesforce-Partner
für die Entwicklungs- und Delivery-Plattform Force erstellt
haben, einen immer breiteren Raum ein.

Salesforce strotzt vor Selbstbewusstsein. Im vierten Quartal des
so eben abgelaufenen Geschäftsjahres betrug der Umsatz 217
Millionen Dollar – 50 Prozent mehr als im Vergleichsquartal
des Vorjahres. Salesforce hat jetzt 41 000 Kunden mit 1,1 Millionen
Arbeitsplätzen im Abonnement. Und für dieses Jahr
erwartet Salesforce einen Umsatz von „deutlich über eine
Milliarde Dollar“.

„Wir gewinnen mit unserem Software-as-a-Service-Modell
(SaaS) neue Kunden in nahezu allen Branchen,
Größenordnungen und in allen Regionen dieser
Welt“, sagt Salesforce-Chef Marc Benioff. Besonderen Wert
legt er darauf, dass Salesforce auch für Großunternehmen
immer attraktiver wird. „Ich bin besonders stolz darauf, dass
wir im abgelaufenen Quartal mit Aon den siebten Großkunden
gewinnen konnten, der einen Vertrag für mehr als 10 000
Arbeitsplätze abgeschlossen hat“, sagte er jüngst
in einem Gespräch mit Analysten.

Dass Salesforce Aon als Kunden gewinnen konnte, sei für ihn
eine besonders wichtige moralische Stärkung gewesen, denn
dieser Auftrag wurde gegen seinen Ex-Arbeitgeber Oracle gewonnen,
der mit der SaaS-Version der CRM-Software von der ehemaligen Siebel
angetreten sei. Auch der Auftrag der Citibank, der mit geplanten 30
000 Arbeitsplätzen das größte Einzelprojekt ist,
wurde laut Benioff gegen Oracle gewonnen.

In seiner jüngsten Präsentation verwies Benioff vor
allem auf die hohe SaaS-Akzeptanz im Finanzwesen. Ein Umstand den
viele Analysten dahin gehend interpretieren, dass die
Salesforce-Lösung preiswert ist und schnell zum Einsatz
gelangen kann. „Die IT-Budgets der Finanzinstitute stehen
aufgrund der Hypothekenkrise unter massivem Druck – da kommt
ein Angebot, wie das von Salesforce, den CIOs wie gerufen“,
sagt Rebecca Wettemann, Analystin bei Nucleus Research. Das ist
auch der Grund weshalb andere großen Anbieter wie Oracle, SAP
und neuerdings auch Symantec auf den SaaS-Zug aufspringen.

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