Seite wählen

Kleine Herzen, Windrädchen und Schmetterlinge schießen zu elektronischen Beats aus der Mitte der Website O2stimmungsbild.de. Was fast kindlich anmutet, ist ein Online-Projekt, mit dem der Telkoanbieter O2 in Echtzeit den Zufriedenheitsstatus deutscher Städte ermittelt – ähnlich dem Glücksatlanten der Deutschen Post. Die Marke von Telefónica Germany geht mit dieser Art der Datenvisualisierung neue Wege in ihrem Kundenbindungsmanagement, kurz CRM. Die Seite soll zeigen: O2 interessiert sich, wie es den Menschen geht. Das Unternehmen verlängert damit die im Januar hierzulande gestartete Kampagne (Kreation: VCCP, Berlin).

Die Daten aus zehn Großstädten bilden das Stimmungsbild für Gesamt-Deutschland

Die Flash-11-basierte Website ist ein wichtiges CRM-Tool für O2, das Projekt langfristig angelegt. Bei dem Online-Auftritt soll es nicht bleiben. Das Unternehmen will auf die aktuelle Stimmungslage reagieren – und zwar mit „kleinen Aktionen und Gesten, die ihren Alltag aufhellen“, so Tim Alexander, Vice President Brand bei Telefónica Germany, gegenüber HORIZONT. An einer mobilen Version der Website wird derzeit geschraubt.

Im Archiv kann der Nutzer das Stimmungsbild in der Vergangenheit nachverfolgen

So funktioniert’s: Das Team von Ogilvy One um Creative Chairman Delle Krause, Creative Director Uwe Jakob, Planningchefin Anna Höhn und Managing Director Oliver Rosenthal hat Stichwörter definiert, die Gefühle widerspiegeln. Diese Wörter wurden in sieben Kategorien zusammengefasst, die jeweils von einem unterschiedlichen Symbol versinnbildlicht werden: ein bunter Stern bedeutet „zufrieden“, ein lilafarbener Vogel steht für „glücklich“. Klickt der User auf die Symbole, so kann er den sich dahinter verbergenden Tweet lesen. Nicht nur Twitter-Botschaften fließen ein. Auch Bildbeschreibungen auf Flickr, Nachrichten auf Google News sowie Fußball-Ergebnisse auf Kicker.de – jeweils aus den zehn ausgewählten deutschen Großstädten – werden gescannt und beeinflussen das virtuelle Stimmungsbild.

Exklusiv für Printabonnenten

Für die technische Umsetzung hat Ogilvy One erstmals auf die Dienste von B-Reel zurückgegriffen, die der US-Branchen dienst Adage kürzlich zur „Produktionsfirma des Jahres 2011“ kürte. Die Schweden mit Fullservice-Dependancen in Stockholm, New York, Los Angeles und London sind auf digitale Kampagnen auf unterschiedlichen Plattformen spezialisiert. Ihr größter Hit mit einem Grand Prix in Cannes und einem Black Pencil beim D&AD war zuletzt die Kampagne „The Wilderness Downtown“, die B-Reel für Google und die Indie-Rockband Arcade Fire produziert hat.

Quelle:www.horizont.net