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Muenchen, 05. Maerz 2001. Peter Paeselt hat den
Aufsichtsrat der NSE Software AG davon in Kenntnis gesetzt, dass er
sein Amt als Vorstand mit sofortiger Wirkung aus wichtigen Gruenden
niederlegt. Auf Wunsch des Aufsichtsrates wird Paeselt bis zum 30.
April 2001 im Unternehmen bleiben. Ausserdem verlaesst Dirk
Oevermann das Unternehmen im beiderseitigen Einvernehmen mit
sofortiger Wirkung.
Manfred Schmaderer (45), bisher Vice President bei NSE, wird als
neues Vorstandsmitglied gemeinsam mit Petr Vaclavek (39) die
Geschaefte fuehren.
Der Vorstand leitet tiefgreifende Sanierungsmassnahmen ein. Das
Unternehmen reduziert die Anzahl der Mitarbeiter um etwa 30
Prozent, vor allem durch die Trennung von den Standorten in
Hamburg, Leipzig und Wuerzburg. Ferner wird die Anzahl der
Subunternehmer signifikant gesenkt.

Rueckbesinnung auf alte Staerken
Gleichzeitig vollzieht NSE einen Wechsel der Geschaeftsstrategie.
Die Gesellschaft wird sich kuenftig nicht mehr als
Komplett-Anbieter positionieren, sondern konzentriert sich wieder
auf Front-Office Loesungen fuer die Finanzwirtschaft. Die im Markt
erfolgreichen Standard-Komponenten der Finas Produktfamilie werden
im Rahmen von Kundenprojekten weiterentwickelt.
Aufgrund der zusaetzlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem
Sanierungskonzept wird eine ausserordentliche Hauptversammlung
einberufen.
Per Anfang Maerz verfuegte das Unternehmen ueber einen
Finanzmittel-Bestand in Hoehe von ca. 18 Mio. Euro.

NSE positioniert sich neu
Der neue Vorstand ist davon ueberzeugt, dass die neue
Positionierung langfristig ein gesundes Wachstum ermoeglicht. Durch
die Sanierung wird die Stabilitaet des Unternehmens erreicht.
Da ein signifikantes Lizenzgeschaeft mit Finas Enterprise nicht zu
erwarten ist, wird der Ansatz einer voelligen Neuentwicklung der
gesamten Produktpalette entlang der Wertschoepfungskette nicht mehr
verfolgt.
Die vorhandenen Module fuer die Bereiche Point of Sale (POS) und
Customer Relationship Management (CRM) werden im Rahmen von
Kundenprojekten stetig weiterentwickelt und um neue Komponenten
ergaenzt. Damit kann NSE auf die neuen schnell wechselnden
Anforderungen der Kunden reagieren. Diese Positionierung sichert
wie in der Vergangenheit eine langfristige und qualitativ
hochwertige Betreuung der Kunden.
Die bereits bestehenden Front Office Module von Finas Enterprise
werden zusammen mit den vorhandenen Finas Classic Komponente unter
dem Namen Finas weitergefuehrt.

Laut Untersuchungen steigt das Gesamtmarktvolumen im POS/CRM
Bereich von 4,4 Mrd. Euro im Jahr 2000 auf 5,3 Mrd. Euro im Jahr
2005. NSE bewegt sich damit in einem aeusserst attraktiven
Marktsegment. Durch die Repositionierung werden die Investitionen
signifikant reduziert. Der Anteil der produktiven Mitarbeiter wird
prozentual erhoeht und somit umsatz- und ergebniswirksam sein. Vor
allem durch den Personalabbau werden Kosten reduziert.

„Im Vordergrund steht eindeutig die Stabilisierung der
Unternehmenssituation“, erklaert Manfred Schmaderer, als Vorstand
kuenftig zustaendig fuer Vertrieb und Marketing bei NSE. „Danach
koennen wir wieder ueber Wachstum und Visionen reden. Ich bin
ueberzeugt, dass wir es gemeinsam mit den Mitarbeitern schaffen
werden“, so Schmaderer weiter.