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Microsoft will die lang angekündigte
Kundenbindungssoftware in der Zeit um Weihnachten auf den Markt
bringen. Es ist die erste MS-eigene Anwendung, die auf der
».Net«-Plattform entwickelt wurde. Verantwortlich
dafür zeichnet die Microsoft Business Solutions Unit,
bestehend aus den Zukäufen Great Plains Software und Navision
Software in Verbindung mit der eigenen bCentral Information Portal
Group. Die CRM-Software (Customer Relationship Management) umfasst
Funktionen für Accounting, History Tracking, Reports, Order
Management und Kommunikationswerkzeuge. Das Produkt wird in
Office-2000- und Office-XP-Anwendungen integriert.

Mit Preisen beginnend bei 395 Dollar pro Anwender plus 995
Dollar für den Server wird das Produkt über die
MS-Vertriebskanäle vermarktet. Es richtet sich laut
Firmenaussagen an Unternehmen mit einigen Dutzend bis zu mehreren
Hundert Angestgellten. Dieser Markt sei stark fragmentiert und
weitgehend unausgeschöpft, sagen die Marktforscher von AMI
Partners. Die auf diesen Bereich spezialisierten Analysten
räumen der Gates-Company gute Chancen ein, denn der Sektor
wachse um mehr als 50 Prozent jährlich. Wettbewerber aber auch
Analysten äußern zudem die Hoffnung, dass die
Präsenz von Microsoft in dem Marktsegment die Skepsis der
Anwender gegenüber CRM mindert und eine neue Ära
einläutet. »Das neue CRM-Modell besteht aus einer
Anwendung auf dem Desktop, die mit dynamischen Daten aus einer
.Net-Applikation über das Web gespeist wird«, sagt
Christopher Fletcher, Analyst der Aberdeen Group. Fletcher weiter:
»Es besteht kein Zweifel daran, dass die CRM-Ankündigung
von Microsoft den Markt verändern wird.« Der Vorteil der
Redmonder besteht in der Integration in das eigene Office-Paket, so
dass die Anwender auf einfache Weise auf die Daten aus den
Spreadsheets, der Textverarbeitung und anderen Anwendungen
zugreifen können.

Quelle: NetworkWorld