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(Friedrichsthal, 14.10.2002) Das
Entscheidungsverhalten der Mittelstandsunternehmen bei
Investitionen in betriebswirtschaftliche Standardsoftware hat sich
in den letzten Jahren wesentlich veraendert. Wurde noch vor zwei
Jahren die Auswahl durch eine Beurteilung der Softwareprodukte
getroffen, so geben bei den Investitionsentscheidungen inzwischen
der Preis und das Vertrauen in den Anbieter den Ausschlag. Zu
diesem Ergebnis kommt eine vergleichende Analyse der infor business
solutions AG zwischen den Jahren 2000 und 2002, in der jeweils
ueber 800 Mittelstandsbetriebe befragt wurden. Danach richtete im
Jahr 2000 nur jedes fuenfte Unternehmen bei einer
Produktentscheidung seinen Blick hauptsaechlich auf moeglichst
guenstige Kosten. Inzwischen ist fuer jeden dritten Mittelstaendler
die wirtschaftliche Bewertung jedoch der wichtigste Aspekt
geworden.

In gleichem Mass hat sich das Sicherheitsbeduerfnis entwickelt
und so werden daher die Unternehmen der moeglichen Softwarepartner
kritischer unter die Lupe genommen. Vor zwei Jahren spielte dies
fuer 22 Prozent der Firmen die wichtigste Rolle bei der
Produktentscheidung, heute stellen mit 32 Prozent deutlich mehr die
Vertrauensfrage. Ein besonderes Augenmerk wird dabei inzwischen auf
die wirtschaftliche Stabilitaet des Softwarehauses gelegt: Fanden
die Geschaeftszahlen im Jahr 2000 nur bei 9 Prozent der
Mittelstandsbetriebe eine besondere Beachtung, so liegt diese Quote
mit 35 Prozent nun fast viermal so hoch. Dagegen haben die
Funktionalitaeten der Softwareloesungen ihre urspruengliche
Dominanz bei den Produktentscheidungen verloren. p> „Der Einsatz
neuer ERP-Loesungen ist grundsaetzlich sehr perspektivisch angelegt
und verlangt deshalb aus Sicht der Unternehmen ein hohes Mass an
Investitionssicherheit“, zeigt Prof. Dr. Joachim Hertel,
Vorstandssprecher der infor AG, Verstaendnis fuer das veraenderte
Entscheidungsverhalten der Anwender. „Die inzwischen grosse
Sensibilitaet fuer die wirtschaftliche Situation der ERP-Haeuser
ist ein Reflex auf die zahlreichen Schlagzeilen zu problematischen
Geschaeftsergebnissen oder Firmenuebernahmen im IT-Markt“,
erlaeutert er. „Bei der Auswahl einer ERP-Loesung wird es fuer die
Mittelstandsfirmen daher immer wichtiger zu wissen, welcher
Softwarepartner gewaehrleisten kann, dass er auch auf laengere
Sicht zur Verfuegung steht und man somit der Bestaendigkeit seiner
Produktpolitik vertrauen kann.“

Ergebnisse
Welches ist fuer Sie das wichtigste Entscheidungskriterium bei
der Auswahl des ERP-Loesungspartners?

Software-/Projektkosten:
2002 – 33 Prozent
2001 – 23 Prozent
2000 – 21 Prozent

Softwarekonzept/-funktionalitaet:
2002 – 28 Prozent
2001 – 34 Prozent
2000 – 40 Prozent

Vertrauen in den Anbieter:
2002 – 32 Prozent
2001 – 24 Prozent
2000 – 22 Prozent

Branchenerfahrung des Anbieters:
2002 – 7 Prozent
2001 – 19 Prozent
2000 – 17 Prozent

Worauf achten Sie in erster Linie hinsichtlich des Vertrauens
gegenueber dem moeglichen Softwarepartner?

ERP-Kompetenzen:
2002 – 36 Prozent
2001 – 53 Prozent
2000 – 65 Prozent

Projektkompetenzen:
2002 – 7 Prozent
2001 – 12 Prozent
2000 – 9 Prozent

Referenzen:
2002 – 9 Prozent
2001 – 8 Prozent
2000 – 11 Prozent

wirtschaftliche Stabilitaet:
2002 – 35 Prozent
2001 – 18 Prozent
2000 – 9 Prozent

Marktbedeutung:
2002 – 13 Prozent
2001 – 9 Prozent
2000 – 6 Prozent

Anzahl befragter Mittelstandsunternehmen:
2002 – 826
2001 – 830
2000 – 817

Zum Hintergrund:
Die infor business solutions AG mit Stammsitz in Friedrichsthal
zaehlt mit ueber 3.500 Kunden im Mittelstand zu den fuehrenden
Softwarehaeusern in Europa. Das Unternehmen wurde 1979 gegruendet
und hat europaweit ueber 750 Mitarbeiter.
infor:COM ist eine betriebswirtschaftliche Komplettloesung, die
alle in einem Fertigungsunternehmen anfallenden Prozesse
unterstuetzt. infor:COM ist plattformunabhaengig und als
Komponentensoftware konzipiert, sodass jeder Anwender sich sein
„Softwarepak et“ individuell schnueren kann. Zum Angebot der infor
AG gehoeren neben der Standardsoftware auch spezielle
Branchenloesungen, beispielsweise fuer Kunststofffertiger,
Moebelhersteller, Steinverarbeiter, die Schmuckindustrie sowie fuer
Automobilzulieferer.