Seite wählen

Die Migros – bekanntlich seit acht Jahren
SAP-Kunde – hat sich kürzlich für eine
Business-Intelligence-Lösung des SAP-Konkurrenten Oracle
entschieden. Wie eine Sprecherin von Oracle auf Anfrage
gegenüber inside-it.ch sagte, handelt es sich um eine
mehrjährige Zusammenarbeit im BI-Bereich. Das Projekt zur
Einführung von „BI Enterprise Suite“ befinde sich noch in der
Anfangsphase, deshalb könne Oracle im Moment keine weiteren
Details mitteilen.

Migros-Sprecherin Martina Bosshard präzisiert in einem
E-Mail an inside-it.ch, dass die BI-Lösung von Oracle seit
Herbst 2007 nur teilweise für Auswertungen im Zusammenhang mit
Kundenbeziehungsmanagement (CRM) verwendet wird. Im Retail-Umfeld
verwende die Migros weiterhin eine BI-Lösung von SAP. „Dies
bedeutet, dass alle Auswertungen im Zusammenhang mit der
Warenwirtschaft über SAP BI abgedeckt werden“, so Bosshard.
Die Migros setzt darüber hinaus im Bereich Auswertungen etwa
auch Lösungen des Data-Warehouse-Anbeiters Teradata ein.
Insgesamt – so Bosshard – sind bei der Migros „zwischen 300 und 400
unterschiedliche Softwareprodukte“ im Einsatz.

SAP-Update
Die Migros setzt jedenfalls weiterhin vor allem auf SAP. Im heute
veröffentlichten Geschäftsbericht heisst es, dass die
„mächtigen zentralen Warenwirtschaftssysteme“ für
Food-/Near-Food und Non-Food-Sortimente auf die neuesten
SAP-Versionen angehoben wurden. „Um diese aufwändigen
Umstellungen rechtzeitig vor einem Wochenanfang realisieren zu
können, wurde dafür nach zweimonatiger Vorbereitung das
Osterwochenende benutzt“, heisst es. Dabei stand ein Team von rund
30 Mitarbeitenden im Einsatz, das zuerst alle Zugriffe der rund 600
Filialen und der rund 5000 Anwender beim
Migros-Genossenschafts-Bund, in den Verteilzentren, bei der
Industrie und Lieferanten sperrte und dann während 25 Stunden
die neuesten Versionen einspielte.

Am Ostermontag konnte dann wie geplant um 16 Uhr die
Freischaltung des neuen Systems erfolgen. Mit Erfolg: Alle
Systemanwender konnten laut Migros reibungslos auf dem neuen System
arbeiten und die bis zu 580’000 Artikel wie gewohnt
bewirtschaften.

(Maurizio Minetti)

Quelle:www.inside-it.ch