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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE vom 01.03.2001) – Der
in Bargteheide ansässige und am Neuen Markt notierte
Call-Center-Spezialist Micrologica AG warnte gestern Abend in einer
Adhoc-Meldung vor Zahlungsunfähigkeit. Ein Privatinvestor, der
in der vergangenen Woche eine Kreditlinie von zwei Millionen Euro
bereitgestellt habe, drohe nun wieder abzuspringen, heißt es.
Grund sei die Nachricht, eine „internationale Unternehmensgruppe
aus der Call-Center-Branche“ habe die vor mehreren Wochen mit
Micrologica aufgenommenen Verhandlungen über eine Beteiligung
oder Kooperation beendet. Micrologica hat nun offenbar nicht mehr
genügende liquide Mittel, um die „absehbaren
Verbindlichkeiten“ zu decken. Derzeit prüft der Vorstand
„kurzfristig das weitere Vorgehen“, um den Schaden für das
Unternehmen und seine Aktionäre zu begrenzen. Diese reagieren
bereits empfindlich, im frühbörslichen Handel verlor das
Micrologica-Papier mehr als 70 Prozent.