Seite wählen

“Made in Germany” soll Angst vor der Wolke nehmen.

Die Trendthemen Virtualisierung, Cloud Computing und On-Demand-Abrechnung verändern die IT-Landschaft. Doch gerade in Deutschland haben viele Mittelständler Angst, sensible Geschäftsdaten der vermeintlich „unsicheren“ Wolke anzuvertrauen.

Viele Unternehmen wollen heute auch mit ihren IT-Systemen schneller auf neue Anforderungen reagieren können, etwa bei Ausweitung oder Rückgang ihres Geschäfts. Gefragt ist zum Beispiel die vertikale Skalierung der IT-Umgebung, also die Veränderung der CPU-Leistung und der verfügbaren RAM-Speicherkapazitäten, ebenso wie deren horizontale Skalierung. Dabei geht es vor allem um die Bereitstellung zusätzlicher Systeme oder deren Abschaltung, wenn sie aktuell nicht mehr benötigt werden.

Und da viele Firmen ihre Systeme für ERP (Enterprise Resource Planning), CRM (Customer Relationship Management) oder SCM (Supply Chain Management) mit Hilfe der Software der Walldorfer SAP AG betreiben, hat die BASF IT Services auf dieser Basis nach einer Lösung zur Erhöhung der Flexibilität bei gleichzeitiger Senkung der Kosten gesucht. Entstanden ist dabei „SAP Hosting on Demand“ – eine virtualisierte Plattform, die im Gegensatz zu Lösungen auf dedizierten Servern deutlich schneller zur Verfügung gestellt werden kann, weniger Server- und Storagekapazität benötigt und dadurch beim Anwender den Investitionsaufwand verringert.

Paradigmenwechsel im Outsourcing

Damit findet eine Reaktion auf einen internationalen Trend statt. So spricht das Marktforschungsinstitut Gartner in seiner Studie „Riding the Wave of Industrialized Low-Cost IT Services (ILCS)“ bereits von einem „Paradigmenwechsel im Outsourcing-Geschäft“ und rechnet damit, dass im Jahr 2015 „industrialisierte IT-Services mehr als 30 Prozent des Gesamtmarkts für IT-Dienstleistungen ausmachen werden“. Dazu zählen auch Cloud-Computing-Angebote, bei denen die Rechenleistung nach Bedarf „aus der Wolke“ bezogen und entsprechend dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet wird. Insbesondere die Umsätze mit solchen Cloud Services – so die Marktforscher – sollen bis 2015 besonders schnell wachsen und dann weltweit ein Volumen von 177 Milliarden Dollar erreichen. Derzeit befindet sich der Markt nach Einschätzung der Analysten allerdings noch in einer „embryonalen“ Phase.

Unter ILCS versteht Gartner mandantenfähige, sofort einsetzbare Managed IT-Services für IT-Infrastrukturen, Applikationen und Geschäftsprozesse. Diese werden pro User, Geschäftseinheit und Monat (PUPM = per User, per Unit, per Month) bereitgestellt und abgerechnet. Speziell im Bereich der Infrastruktur-Utility-Services (IUS) für Geschäftsanwendungen erwarten die Marktforscher bis 2015 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 30 Prozent. Ein Beispiel dafür ist die Infrastructure Utility for SAP (IU4SAP). Dabei handelt es sich um eine ausgelagerte standardisierte, virtualisierte und automatisierte Infrastruktur-Plattform, auf deren Grundlage Unternehmen neue SAP-Applikationen schnell und kostengünstig implementieren oder bestehende SAP-Lösungen aktualisieren können. Diese werden dabei nicht mehr auf dedizierten Servern gehostet, sondern nutzen flexibel die Ressourcen eines gebündelten Server-Pools und teilen sich dadurch mit mehreren Anwendern die Infrastruktur.

Angst vor der Wolke nehmen

Für die Unternehmen bietet der Bezug industrialisierter und kostengünstiger IT-Services – so die Gartner-Studie – vielfältige Vorteile: So lassen sich mit Hilfe der ILCS die Flexibilität und Geschwindigkeit erhöhen, laufende IT-Betriebskosten werden reduziert. Gleichzeitig können IT-Verantwortliche Risiken, Integrationsaufgaben oder das Customizing von Geschäftsanwendungen effizienter durchführen und besser kontrollieren. Einen Haken gibt es allerdings bei dieser Prognose. In Europa und speziell in Deutschland existierten besonders bei mittelständischen Unternehmen mit einem hohen Wertschöpfungsfaktor erhebliche und durchaus berechtigte Ängste davor, ihre geschäftskritischen Daten „irgendwo in der Wolke“ zu speichern. Die Firmen wollen genau wissen, wo ihr Know-how liegt und wer genau Zugriff darauf hat.

Deshalb steht bei „SP Hosting on Demand“ das „Made in Germany“ besonders im Mittelpunkt. An ihrem Hauptsitz in Ludwigshafen betreibt die BASF IT Services GmbH zwei der modernsten Rechenzentren Europas. Sie bieten eine redundante Infrastruktur zur ausfallsicheren Speicherung der Daten – selbst im Falle von Feuer, Wassereinbruch oder anderen Naturkatastrophen. Gleichzeitig gewährleisten die Hochsicherheits-Data Center mit Firewall-Systemen, Viren- und Spamschutz, Intrusion Detection Systems (IDS), Zugriffsschutz, Verschlüsselung und Virtuellen Privaten Netzen (VPN) jederzeit die Sicherheit und Verfügbarkeit der Daten. 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Eine autarke Stromversorgung und eigene Kraftwerke stellen den Betrieb sicher, selbst wenn im öffentlichen Netz der Strom für längere Zeit ausfallen sollte. Verfügbarkeiten von bis zu 99,9 Prozent können so garantiert werden.

Die Cloud-Lösung „SAP Hosting on Demand“ ergänzt die traditionellen Hosting-Angebote, bei dem jedem Kunden jeweils eigener Server für seine SAP-Anwendungen zur Verfügung gestellt werden. Die virtualisierte Plattform, die im Gegensatz zu Lösungen auf dedizierten Servern deutlich schneller zur Verfügung gestellt werden kann, benötigt weniger Server- und Storagekapazität und spart dadurch beim Anwender erhebliche Kosten ein. Investitionen in IT-Kapazitäten, die nur für Spitzenlasten an wenigen Tagen benötigt werden, lassen sich so vermeiden und hohe Fixkosten werden in variable Ausgaben verwandelt. Denn das setzt Kapital für das Kerngeschäft frei.

Den vollständigen Beitrag von Matthias Krauß, Teamleiter Technical Architects, BASF IT Services in Ludwigshafen finden Sie unter www.all-about-security.de/security-artikel/organisation/managed-security-services-outsourcing/artikel/14195-made-in-germany-soll-angst-vor-der-wolke-nehmen/

Weitere Informationen unter www.information-services.basf.com