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München, 13. Januar 2004. Die LH Bundeswehr
Bekleidungsgesellschaft mbH (LHBw) hat sich für den Einsatz
der Oracle E-Business Suite entschieden, um das
Bekleidungsmanagement der Bundeswehr zu optimieren. Im Rahmen einer
Public Private Partnership hat die LHBw die komplette
Bekleidungswirtschaft verantwortlich übernommen und sichert
die reibungslose Versorgung der etwa 280.000 Soldaten und 110.000
zivilen Mitarbeiter der Bundeswehr mit Kleidung aller Art. Die
gesamte Logistik sowie Einkauf, Finanzwesen und Controlling werden
dabei im wesentlichen von einem integrierten,
betriebswirtschaftlichen Standard-ERP-System auf Basis der Oracle
E-Business Suite unterstützt. Im ersten Schritt wurden
zunächst die Finanzfunktionen mit Oracle Financials und die
Beschaffungslösung Oracle Procurement eingeführt, die
Bestandsverwaltung erfolgt mit Oracle Inventory. Oracle Consulting
übernimmt gemeinsam mit dem LHBw IT-Management die
Implementierung.

Bundesweit werden künftig etwa 2.500 Mitarbeiter in 150
Service-Stationen, den ehemaligen Kleiderkammern der Bundeswehr,
mit der neuen IT-Lösung arbeiten und pro Quartal
durchschnittlich 25.000 Einkleidungen vornehmen. Die erste
„Feuerprobe“ hat das neue System schon bestanden: Anfang Oktober
2003 wurden mit Hilfe der Oracle E-Business Suite bereits 24.000
neue Bundeswehr-Rekruten komplett eingekleidet. Dabei wechselten
innerhalb von nur fünf Tagen etwa 2,5 Millionen Artikel den
Besitzer – vom Taschentuch über Schuhwerk bis hin zu
Kampfanzügen und Mützen.

Seit ihrem Start als Generalunternehmen für das Management
der Bekleidungswirtschaft der Bundeswehr im August 2002 ist die
LHBw für die komplette Ausstattung aller Soldaten und zivilen
Bundeswehr-Mitarbeiter verantwortlich. Dazu gehören die
Verwaltung der gesamten Lagerbestände im Wert von rund 425
Millionen Euro sowie alle damit verbundenen Aufgaben – von der
Materialdisposition und Bestandsplanung über die
Bewirtschaftung der Lager, Bekleidungs- und Aufbereitungszentren
bis hin zu Einkauf, Verteilung und Transport der Waren sowie der
standortbezogenen Service-Leistungen wie Ein- und Auskleidung oder
Wäschereiabrechnung.

Bis 2015 ist die LHBw vertraglich verpflichtet, insgesamt mehr
als 700 Millionen Euro einzusparen. Das soll vor allem durch
konsequente Prozessoptimierung in der Beschaffung und Lagerwaltung
sowie einen verbesserten Service erreicht werden. Der erste Schritt
ist bereits gemacht: Ein Jahr nach Einführung des neuen
Bekleidungsmanagements konnten die Lagerbestände bereits um
ca. 30 Prozent reduziert werden, bis Ende 2004 werden hier bis zu
50 Prozent an Einsparungen angestrebt. Aufgrund der
größeren Transparenz der Systeme werden die
Bestände jetzt besser genutzt und die Beschaffung ist
wesentlich effektiver organisiert – dadurch konnten bereits allein
im Jahr 2002 Haushaltsmittel in Höhe von 98 Millionen Euro
eingespart werden. Die konsequente Reduzierung der
Lagerbestände bedeutet zudem freie Lagerkapazitäten,
welche die Bundeswehr jetzt anderweitig nutzen kann. Begleitet
werden diese Einsparungen auch von deutlichen Verbesserungen im
Service-Bereich: Alle die Einkleidung betreffenden Daten werden in
einem zentralen System erfasst und sind damit jederzeit einseh- und
abrufbar. Dank der zentralen Disposition ist damit auch die
Bereitstellung fehlender oder selten benötigter Artikel – etwa
von Stiefeln in Größe 52 – kein Problem mehr.

Die Entscheidung für Oracle fiel vor allem aufgrund der
umfassenden Funktionalitäten und der
Integrationsfähigkeit der Oracle E-Business Suite: „Die
Software ist von der Datenbank aufwärts offen und
integrierbar, so dass wir um den Softwarekern über Oracle
Applications Interconnect alle bereits bestehenden Systeme wie
Kassen, Scanner und diverse Lagersysteme problemlos anbinden
konnten“, begründet Markus Fuchs, Leiter IT Prozesse und
Systeme bei der LHBw, die Entscheidung. Zum Auftragsvolumen
gehört neben der Oracle E-Business Suite – mit den Modulen
Oracle Inventory, Oracle Financials und Oracle Procurement – auch
die Infrastruktur-Software mit Oracle9i Datenbank und Oracle9i
Application Server sowie Oracle Applications Interconnect (OAI)
für die Anbindung von Dritt-Systemen. Für Analyse und
Reporting wird zudem ein Business Intelligence System, unter
anderem mit Oracle Discoverer eingesetzt.

Das neue Konzept basiert auf einer öffentlich-privaten
Partnerschaft, die die Bundeswehr zu diesem Zweck mit dem
Konsortium, bestehend aus den privaten Unternehmen LION Apparel
Deutschland und Hellmann Worldwide Logistics, eingegangen ist und
an der die bundeseigene Gesellschaft g.e.b.b. mit 25,1 Prozent
beteiligt ist. Mit diesem „Public Private Partnership“ können
einerseits die öffentlichen Interessen der Bundeswehr gewahrt
und andererseits zugleich privatwirtschaftliches Know-how und
Managementerfahrungen genutzt werden. „Auf diese Weise konnte die
LHBw unter der Regie und mit den Finanzmitteln der privaten
Investoren Lion/Hellmann ohne Rücksicht auf
Haushaltseinschränkungen schnell die dringend notwendige und
langfristig angelegte Investition in eine integrierte
IT-Lösung vornehmen“, beschreibt Olga Tetzlaff, bei der LHBw
verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit und das
Vertragswesen, einen entscheidenden Vorteil dieser
öffentlich-privaten Partnerschaft.

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