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Die Technologie der Kinect kann innovativ eingesetzt werden, so auch am Arbeitsplatz. Microsoft gab bekannt, dass nicht an einem solchen Einsatz der Konsole gearbeitet wird. Dies widerspricht den Aussagen des Solutions Technicals von Microsoft, der meinte, dass er bereits einige Unternehmen für diese Idee begeistern konnte.

Microsoft versucht den Einfluss des populären Kinect-System vom Video-Spielmarkt auf andere mögliche Märkte auszuweiten. Das Unternehmen hat in diesem Monat Kinect für Windows gestartet. Damit wurde der erste Kinect Sensor für die kommerzielle Nutzung lizensiert.

Microsoft Dynamics, die Unternehmenseinheit, die für die Enterprise Ressourcen Planung sowie die Customer Relationship Management (CRM) Software-Anwendungen verantwortlich ist, prüft derzeit einige Business-Szenarien, die sich mit der Nutzung der Kinect-Technologie in anderen Bereichen beschäftigt. Eine Version dieser Konsole für den Arbeitsplatz würde eine breite Palette von Anwendungen für verschiedenste Branchen bieten.

Eine solche Art der Nutzung wurde am Donnerstag von Mike Ehrenberg, Business Solutions Technical bei Microsoft, und Fred Studer, General Manager bei Microsoft Dynamic, in einem Interview für möglich gehalten. Am Freitag der vergangenen Woche hat sich ein Sprecher von Microsoft zur Verwendung Kinect-Technologie am Arbeitsplatz geäußert. Laut den Unternehmensplänen befinden sich derzeit solche Produkte nicht in Planung.

Möglicher Einsatz

Ehrenberg skizziert ein Szenario bei dem Arbeiter in einer Lagerhalle oder in einer Produktionshalle Sicherheitshandschuhe tragen muss. Diese machen die Interaktion mit Computern und anderen Systemen, die verwendet werden, um den Inventar zu verfolgen oder die eine Bestätigung für bestimmte Herstellungsschritte verlangen, schwierig. Laut ihm könnte die Kinect-Technologie so angepasst werden, dass die Eingabe mit Hilfe einer Geste erfolgt, ohne dabei die Handschuhe ausziehen zu müssen.

Ein weiteres Szenario skizziert er in einem Lebensmittelgeschäft. Der Arbeiter trägt beim Herstellen eines Sandwiches für den Kunden aus hygienischen Gründen Handschuhe. Damit er die Kassa betätigen kann, muss er aber die Handschuhe wieder ausziehen. Mit dieser Technologie könnte dies geändert werden. Ehrenberg hat diese Ideen bereits einigen Firmen vorgestellt. Nach anfälliger Ablehnung des Produkts aufgrund seines Spielcharakters konnten die Unternehmen schnell vom Einsatz am Arbeitsplatz überzeugt werden.

Die Original Kinect wurde am 4. November 2010 auf den Markt gebracht. Es wurden innerhalb der ersten 60 Tage 8 Millionen Einheiten dieses Gerätes verkauft. Dies verschaffte dem Produkt einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde als das am schnellsten verkaufte Gerät der Geschichte.

Quelle:www.telekom-presse.at