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Das Verteidigungsministerium wird das Projekt
„Herkules“ an das Konsortium ISIC 21 vergeben, es besteht aus den
Unternehmen CSC Ploenzke, dem Luftfahrt- und Elektronikkonzern EADS
und dem Telefondienstleister Mobilcom. Das bestätigte der
Sprecher des Verteidigungsministeriums, Oberstleutnant Michael
Kötting, am Freitag.

Demnach ist die Gruppe um die CSC-Ploenzke-Gruppe „bevorzugter
Bieter“. Den Unternehmen sei die Entscheidung bereits Mitte
vergangener Woche mitgeteilt worden. „Noch folgen Due
Diligence-Prüfungen. Wir arbeiten unter Hochdruck, um das
Verfahren so schnell wie möglich abzuschließen“, sagte
der Sprecher. Ebenfalls um den Auftrag beworben hat sich ein
Konsortium aus IBM, T-Systems und Siemens.

Die Bundeswehr will ihre gesamte IT in eine mit dem Partner neu
zu gründende Gesellschaft auslagern, an der das Ministerium 49
Prozent Anteil halten wird. Die Partnerschaft ist auf einen
Zeitraum von zehn Jahren ausgelegt. Der IT-Direktor der Bundeswehr,
Klaus Hahnenfeld, soll Geschäftsführer der neuen
Gesellschaft werden. Herkules gilt als bislang größtes
Generalunternehmer-

Der Chef von Mobilcom, Gerhard Schmid, hatte auf der
Hauptversammlung am Donnerstag bereits von einer „aussichtsreichen
Bewerbung um einen Großauftrag der Bundeswehr“ gesprochen. Er
würde dem Büdelsdorfer Telekommunikationsunternehmen
allein rund zwei Milliarden Euro Umsatz bringen, sagte Schmid in
Hamburg.

Die Verfasser eines anonymen Briefes, unterzeichnet mit dem
Absender „Gruppe loyaler Angestellter und Beamter im BWB (Bundesamt
für Wehrtechnik und Beschaffung) hatte dem nicht zum Zuge
gekommenen Konsortium unterstellt, es versuche, andere Firmen mit
unlauteren Mitteln aus dem Vergabeverfahren heraus zu drängen.
Das Verteidigungsministerium hatte in dieser Angelegenheit den
Bundesrechnungshof eingeschaltet. Der Bericht liegt nach Angaben
des Verteidigungsministeriums noch nicht vor.