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Einer Studie von A.T. Kearney zufolge klagen die
europäischen Topmanager über mangelhafte
Unterstützung der Unternehmensziele.

Sechs Prozent Umsatzwachstum pro Jahr gehen den Unternehmen
verloren, weil ihre IT den Geschäftsanforderungen nicht im
erforderlichen Maß entspricht. Allein in Deutschland ergibt
sich daraus ein nicht erzielter Umsatz von 50 Milliarden Euro, so
die Management-Beratung A.T. Kearney in einer aktuellen Studie.

A.T. Kearney befragte kürzlich 65 Topmanager aus den
Bereichen Sales, Marketing und Unternehmensentwicklung. Was die
Berater zu hören bekamen, dürfte bei vielen CIOs für
rote Ohren sorgen. Die Führungsetagen beklagen sich in erster
Linie über mangelnde Unterstützung der IT bei
wachstumsrelevanten Unternehmensfunktionen wie Business
Intelligence (BI) und Customer Relationship Management (CRM).

Schon im vergangenen Jahr hatte A.T. Kearney mit einer Studie
zum Thema „Wachstumsblockaden in Unternehmen“ belegt, dass viele
Unternehmen ihre IT als Bremse für ihre Entwicklung empfinden.
Mit der neuen Umfrage wollten die Berater ermitteln, wie die
Topmanager den Wertbeitrag der IT für ihr Unternehmen
einschätzen, welchen Einfluss die IT auf das Umsatzwachstum
ausübt und wie Optimierungsansätze aussehen könnten,
so Michael Römer, Principal bei A.T. Kearney und Leiter der
Studie.

Inkonsistent, langsam, zu wenig transparent

Für jeden untersuchten Bereich gaben die Befragten auf
einer Skala von eins bis zehn jeweils die Relevanz beziehungsweise
die Auswirkungen der Unternehmens-IT an. Dabei stand die 1 für
„geringe negative Auswirkungen“, die 10 für „hohe negative
Auswirkungen“. Die Ergebnisse lesen sich folgendermaßen:

Vor allem im BI-Bereich werden Wachstumsinitiativen durch
unzureichende IT-Unterstützung gehemmt (Durchschnittswert
5,6). Ähnliches gilt für Initiativen auf den Gebieten CRM
(5,3), Pricing und Sales (4,4) sowie Product Lifecycle Management
(4,1). Als die größten „Wachstumsblocker“ erwiesen sich
laut Römer inkonsistente Daten (7,2), zu lange Reaktionszeiten
der IT (6,3) und fehlende Transparenz über den konkreten
wirtschaftlichen Nutzen der IT (6,1).

Weiter lesen:www.computerwoche.de/nachrichten/546322/