Lindau, 26.09.19 –  Neben ERP und CRM sind daher PIM- und MAM-Systeme mittlerweile die wichtigsten Backend-Komponenten für E-Commerce-Lösungen. Entscheidend für erfolgreiche Content & Commerce-Szenarien ist jedoch die gegenseitige Integration der Systeme.

Die Vernetzung von E-Commerce-Sites mit Unternehmenssystemen wie ERP und CRM spielt zwar eine wichtige Rolle, allerdings treten diese Systeme in ihrer Bedeutung für das Thema E-Commerce gegenüber PIM- und MAM-Systemen in den Hintergrund. Aus dem ERP kommen Preise, Verfügbarkeiten, Marktzuordnungen, Fullfilment-Status und ähnliches, und dorthin gehen auch die Bestellungen. Aus dem CRM kommen Kundendaten, neue Interessenten werden aus dem Online-Auftritt dort hinzugefügt. Doch sind das nur die Basics, ohne die zwar nichts geht, die aber auch keinen Unterschied machen.

Was den Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb bringt, die Vorteile der Produkte und Services, die Einzigartigkeit der Marke, die Kundenorientierung des Auftritts selbst, seine gute Auffindbarkeit – das wird von Bildern, Grafiken, Videos, Animationen, Texten, technischen Daten, Übersichten, Vergleichsmöglichkeiten, Strukturen, Relationen, Keywords usw. bewirkt. Und diese werden in einer modernen E-Commerce-Lösung im MAM- und PIM-System anlegt und gepflegt sowie für die Ausgabekanäle zur Verfügung gestellt. Deshalb tritt eine professionelle Nutzung dieser Systeme in den Vordergrund, verbunden mit ihrer nahtlosen und performanten Integration in die Systemlandschaft. Letztere ist einerseits Voraussetzung für eine effiziente und kostengünstige Pflege des Contents, andererseits für seine stets aktuelle Verfügbarkeit für alle Märkte, Sprachen und Zielgruppen.

PIM-Integration

Die Nutzung eines PIM-Systems ermöglicht es einem Unternehmen, jeglichen Content fein granular, strukturiert und vorkonfektioniert in die Website, den Online-Katalog oder den Online-Shop zu übertragen. Printausgaben, insbesondere Web-2-Print, wie die vollautomatisierte Erstellung von stets aktuellen Datenblättern, Beipackzetteln, Montageanleitungen, Preislisten, Warnhinweisen usw. samt ihrer Bereitstellung zum Online-Download gehören ebenso zu den Vorteilen wie die automatisierte Erstellung von Gesamt- oder Teilkatalogen.

Auf der Bearbeitungsseite sind mit dem PIM-System effiziente und qualitätsgesicherte Produktdatenpflege über beliebig viele Sprachen und Märkte möglich, einschließlich verschiedener Maßsysteme wie metrisch und imperial, dazu ein professionelles Übersetzungsmanagement. Die Content-Erstellung wird so deulich verbessert und kostengünstiger.

Eine erfolgreiche PIM-Integration kann sowohl kurz- als auch langfristig von Vorteil sein. Die Integration steigert die Produktivität, indem sie manuelle Eingaben reduziert, die Produkte tagesaktuell und umfassend in Wort, technischen Daten und Bild präsentiert und durch zusätzliche Funktionen wie Produktvergleich, Produktfinder, Produktkonfiguratoren, Verweise auf verwandte Produkte, Varianten oder dynamische Suche massiv aufwertet.

MAM-Integration

MAM-Systeme ermöglichen die einfache und effiziente Erstellung, Bearbeitung und Bereitstellung von Medieninhalten wie Bilder, Grafiken, Videos, und Animationen in den verschiedensten Formaten. Für Produktdaten ist jedoch meist bereits eine MAM-Komponente als Teil des PIM-Systems vorhanden. Dennoch kann ein gesondertes MAM-System sinnvoll sein, insbesondere dann, wenn neben Produktmedien viele weitere Medieninhalte vorhanden sind und auch separat zur Verfügung gestellt werden sollen – beispielsweise dem Marketing, Vertrieb, Partnern, Social Media, Content-Portalen oder der Presse.

Wird ein separates MAM-System verwendet, muss dieses mehrfach integriert werden. Zum einen in das PIM-System, denn auch die Produktmedien werden sinnvollerweise in diesem Fall im MAM statt im PIM verwaltet. Zum anderen in das CMS-System, um die Medien in redaktionellen Beiträgen verwenden zu können. Das Gleiche gilt für alle weiteren verwendenden Systeme wie z.B. e-Mail-Marketing-Tools oder Tools zum Social-Media-Management.

PIM/MAM zu ERP- und CRM-Integration

Eine PIM-Integration kann nicht vorgenommen werden, ohne die Integration von ERP und gegebenenfalls auch CRM mit im Blick zu haben. In einem mächtigen und performanten Content & Commerce-Ökosystem ist das ERP typischerweise vielfach vernetzt. So werden die Stammdaten neuer oder geänderter Produkte automatisiert in das PIM übertragen, so dass hier Mehrfachpflege entfällt und Aktualität gewährleistet ist. Umgekehrt werden Statusänderungen aus dem PIM in das ERP übertragen, z.B. „online live in market EMEA since DATE“, damit Bearbeiter nicht mehrere Systeme konsultieren müssen. Standardpreise werden ebenfalls aus dem ERP über das PIM in die Publikationskanäle übertragen, z.B. für die Corporate Website, Online-Kataloge, Landingpages oder Printobjekte.

Hingegen werden Verfügbarkeiten, kundenspezifische Preise und Rabatte oder Preise von konfigurierbaren Produkten direkt und dynamisch aus dem ERP in den Online-Katalog und in das e-Commerce-System übertragen, und aus von diesen Anfragen oder Bestellungen an das ERP weitergegeben. e-Commerce-System und ERP tauschen sich zudem dynamisch über den Status von Prozessen wie der Bestellabwicklung aus, ebenso fordert die Bestellhistorie archivierte Dokumente wie z. B. Rechnungen, Bestellungen, Lieferscheine, Gutschriften an.

Eine CRM-Integration ist dann sinnvoll, wenn das e-Commerce-System entsprechend des Kundenstatus im CRM besondere Aktionen anbieten soll, ebenso kann es im Sinne der Marketing-Automation sinnvoll sein, bestimmte Aktivitäten des Kunden an das CRM zu übermitteln, um diesem noch besser individualisierte Angebote über alle Kanäle generieren zu können. Auch PIM, MAM, ERP und CRM-Daten können konzertiert zusammenspielen, wenn z.B. bestimmte Produkte (PIM) mit bestimmten Bildern (MAM) und einem bestimmten Rabatt (ERP) nur einem ausgewählten Kundenkreis (CRM) angezeigt werden sollen.

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