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Besorgt gemieden werden im Moment noch die ganz
kleinen Companies jenseits des SDAX. Group Business Software etwa
bringt es nur auf ein KBV von 0,3. Mir scheint das Risiko bei dem
Nischenplayer allerdings nicht sonderlich hoch. Denn der nach
eigenen Angaben „weltweit größte Anbieter von
Softwarelösungen für die IBM-Plattform Lotus Notes
Domino“ wächst rasant und das sogar hochprofitabel. Im
vergangenen Jahr steigerten die Eisenacher ihren Umsatz um 14,6
Prozent auf 23,8 Millionen Euro und den Gewinn von 0,05 auf 0,07
Euro je Aktie. Das Wachstum setzte sich auch im ersten Quartal 2009
fort. Die Umsätze kletterten dabei um 11,8 Prozent auf 5,7
Millionen Euro. Denn die Geschäftsfelder der Thüringer
boomen: Beispielsweise setzen immer mehr Firmen auf Sicherheit und
zentrale Verwaltung ihrer elektronischen Post. Dann berichtet
Firmenchef Jörg Ott über gefüllte
Auftragsbücher bei Softwarelösungen im Bereich
Kundenbeziehungsmanagement. Schließlich steigt die Zahl der
Nutzer der IBM-Plattform Lotus beständig an, eine neue Version
des Programms verspricht zusätzliche Nachfrage. Group Business
wächst dabei stark im gewinnträchtigen Wartungs- und
Servicegeschäft. So gab es 2008 bei den Dienstleistungen ein
Plus von 26,5 Prozent. Deswegen erwarte ich 2009 bei den
Eisenachern ein Umsatzplus auf 26,5 Millionen Euro. Wegen
Personalaufbaus und Investitionen dürfte der Gewinn zwar
stagnieren. Mit dem günstigen 6er-KGV und einem 0,3er-KBV
dürfte aber spätestens dann Schluss sein, wenn Anleger
sich wieder mehr zutrauen.
Quelle:
www.finanzen.net/eurams/nachricht/Proebstls_Value_Wert_Group_Business_Software_899125