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Mit einem Investitionskapital von 20 Mio. Euro
will das Wiener Start-up frontworx http://www.frontworx.com sich ein Stück vom
lukrativen CRM (Costumer Relationship Management)-Markt in
Österreich und Deutschland abschneiden. Firmengründer
Volker Knotz (Bild), zuletzt Vorstand bei der Plaut AG, will sich
dabei mit rund 200 Mitarbeitern auf den Frontoffice-Bereich im
SAP-Umfeld konzentrieren. „Wir posititionieren uns als
Systemintegrator und setzen zunächst auf eine enge Kooperation
mit SAP“, erläuterte Knotz Dienstagvormittag im Gespräch
mit pressetext.austria.

Die frontworx Informationstechnologie AG wurde im Mai 2001
gegründet und startet mit dem operativen Geschäft im
August 2001. Im ersten Geschäftsjahr will Knotz, dem das
Unternehmen zu 100 Prozent gehört, einen Umsatz von 20 Mio.
Euro erwirtschaften, derselbe Betrag steht nach der zweiten
Kapitalisierungsrunde mit zwei internationalen Venture-Parntern
für Investitionen zur Verfügung. „Demnächst werden
wir zwei Dienstleistungs-Unternehmen mit insgesamt 150 Mitarbeitern
in Deutschland übernehmen“, kündigte Knotz erste
Expansionen an. In Wien werden in diesem Jahr rund 45
Beschäftigte aufgenommen. Auch ein Teil der Ex-Mitarbeiter von
Update.com könnte sich gerne bei frontworx bewerben, spielte
Knotz auf die Schwierigkeiten beim Wiener CRM-Anbieter an.

Knotz (37), der bereits 1995 das von Plaut übernommene
IT-Unternehmen Syntacom gründete, erhofft sich durch den Fokus
auf SAP gute Aufträge vor allem bei größeren
Unternehmen wie Telkos, Banken und Versicherungen: „SAP sieht CRM
als wichtigste Säule der Zukunft und bringt im Herbst neue
Komponenten zur Pflege der Kundenbeziehungen auf den Markt“. Bisher
spielte sich in diesem Bereich meist alles im Backoffice ab,
weshalb ein großer Nachholbedarf im Frontoffice – also
den vorgelagerten Systemen – herrsche. Die Spezialisierung sowohl
auf einen bestimmten Bereich als auch auf einen Anbieter hält
Knotz nur zum Teil als riskant: „Natürlich, wenn es SAP
schlecht geht, geht es uns auch schlecht. Aber wir wollten weder
einen zu großen Bauchladen noch eine Nische, die keinen Markt
hat.“

Quelle: CCRM-NEWSLETTER vom 12.07.2001