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Ettlingen/Nußloch, 2. Juli 2001 – Seit Mai
dieses Jahres nutzt Leica Microsystems Nussloch GmbH ein neues
Web-Portal. Dealer wie auch eigene Selling Units haben damit
direkten Zugriff auf die Datenbank des eingesetzten ERP-Systems
FRIDA. Via Internet lassen sich etwa Preise, Lieferdaten und
Lagerbestände abrufen sowie Aufträge einlasten.

Der Marktführer für Geräte, Systeme und
Zubehöre für die Histologie und die industrielle
Qualitätskontrolle Leica Microsystems Nussloch GmbH zählt
schon seit nahezu zehn Jahren zu den Kunden der Ettlinger command
ag. Damals führte man das ERP-System FRIDA auf einer AS/400
(heute iSeries) ein. Im Mai dieses Jahres entschloss sich Leica
Microsystems Nussloch GmbH wie auch das Tochterunternehmen Jung
Histoservice GmbH (z.B. www.junghisto.de) mit FRIDAweb das Internet
als zusätzlichen Vertriebs- und Marketingkanal zu nutzen.

Die neue B2B-Lösung von command ermöglicht den Dealer,
mit einem normalen Browser z.B. Verfügbarkeitsprüfungen,
Lieferdaten oder Auftragsverfolgungen über das Internet
vorzunehmen. Der Kunde wählt sich auf dem Web-Server bei Leica
Microsystems Nussloch GmbH ein, autorisiert sich mittels Passwort
und User-ID und erhält so Zugriff auf die Daten des
ERP-Systems im Back Office.
Von Vorteil: Die Auftragsverfolgung übers Internet kann auch
mit der Kunden-eigenen Auftragsnummer erfolgen.

Für Ad-hoc-Einkäufe übers Internet steht in
FRIDAweb außerdem eine Shop-Lösung zur Verfügung,
über die auch nicht autorisierte Benutzer Produkte über
einen Warenkorb bestellen können. Ein E-Katalog mit einem
Explorer-ähnlichen Suchbaum sorgt dafür, dass man schnell
zu den gesuchten Produkten gelangt. Ein Artikel kann natürlich
auch über Matchcode oder Artikelnummer gesucht werden.

„Web-Portale und Shop-Lösungen werden häufig als
zweites System neben dem Back Office betrieben“, erklärt
Marcel Schober, FRIDAweb-Entwickler bei der command ag. „Die
aufgesetzten Lösungen haben aber den Nachteil der doppelten
Datenpflege. Bei Leica Microsystems Nussloch GmbH sind durch die
direkte Anbindung an das ERP-System die Daten und Funktionen direkt
im Internet verfügbar.“ Da die FRIDA-Progamme bereits
durchgängig Web-fähig sind, war zur Einrichtung von
FRIDAweb lediglich das individuelle Design der
Browser-Oberfläche mit Firmen-Logo usw. erforderlich. Was am
Browser konkret für Felder und Informationen sichtbar sind,
ist individuell in der Sichtensteuerung – die es im FRIDA-Standard
schon lange gibt – festgelegt.
„Die Einführung eines solchen Portals ist unkomplizierter und
günstiger als bei separaten Web-Lösungen, da die
Schnittstellenproblematik entfällt und der Programmieraufwand
minimal bleibt“, ist command-Entwickler Marcel Schober
überzeugt.
Derzeit erfolgt bei Leica Microsystems Nussloch GmbH die Einwahl in
FRIDA noch über einen Web-Server unter Windows NT, aber das
soll sich schon in Kürze ändern: Geplant ist, eine
separate iSeries zu installieren – dort ist der Web-Server bereits
integriert.

Was ist FRIDAweb?
FRIDAweb ist ein Business-to-Business-Portal für die
ERP-Software FRIDA. Sowohl dem anonymen Internetnutzer als auch
bereits bekannten Kunden und Lieferanten ermöglicht das
Internet-Portal, Realtime-Abfragen auf der FRIDA-Datenbank auf der
iSeries vorzunehmen, z.B. können Aufträge direkt in das
Warenwirtschafts-System eingelastet werden. Grundsätzlich sind
mit FRIDAweb alle in dem ERP-Standard vorhandenen Funktionen via
Internet verfügbar. Einziger Unterschied zu einem ‚echten‘
FRIDA-Nutzer: Der Zugriff auf die ERP-Datenbank erfolgt über
einen normalen Browser, die Zugriffsmöglichkeiten stehen in
der Regel aber nur eingeschränkt zur Verfügung.

In FRIDAweb Auftragsfortschritt und Lieferstatus eines
Auftrags abfragen und anzeigen.

Eine Three-Tier-Architektur in FRIDAweb trennt Verarbeitungslogik
und Präsentation voneinander, deshalb ist man beim Design des
Portals unabhängig, während die Funktionalität vom
ERP-System diktiert wird. Die erste Schicht bilden die
FRIDA-Programme auf der iSeries. Auf dem in Java programmierten
e-business Layer befinden sich die Java-Klassen, die das
eigentliche FRIDAweb ausmachen: Hier findet die Zuordnung und der
Austauschder Datenobjekte zwischen Datenbank und Web-Server statt.
Die dritte Schicht ist die Präsentationsschicht mit den Java
Server Pages (JSP), in die diese Java-Klassen integriert sind. Sie
kann unabhängig von den FRIDA-Programmen gestaltet werden,
HTML-Kenntnisse sind für deren Design ausreichend.

Hintergrund:
Die Leica Microsystems Nussloch GmbH bei Heidelberg, ein
Unternehmen der internationalen Leica Microsystems-Gruppe,
gehört zu den bedeutenden Ausstattern histologischer Labore.
Neben Mikrotomen jeder Leistungsklasse zählen Geräte zum
Fixieren, Einbetten, Färben und Eindecken von Gewebeproben zum
Produktspektrum. Das 1872 vom Feinmechaniker Rudolf Jung
gegründete Unternehmen stellte das erste Serien-Mikrotom
überhaupt her und hat seitdem eine Spitzenposition in diesem
Marktsegment inne. Leica Microsystems Nussloch GmbH
beschäftigt derzeit ca. 240 Mitarbeiter.

Das Ettlinger Softwarehaus command ag beschäftigt inklusive
der Niederlassungen in Düsseldorf, Hamburg und Berlin derzeit
mehr als 200 Mitarbeiter und gehört mit seinem Produkt
FRIDA® zu den führenden deutschen Anbietern von
ERP-Lösungen auf der IBM AS/400. Im Geschäftsjahr 2000/01
(Ende: 30.04.01) konnte die command ag einen Umsatz von mehr als 24
Mio. Euro erzielen.
Das integrierte ERP-Paket FRIDA für die AS/400 besteht heute
aus einem kompletten Rechnungswesen, Warenwirtschaft, PPS und
Service sowie Modulen für Data-Warehouse,
Microsoft-Integration, Projektmanagement, e-commerce, SCM,
Variantenfertigung, Zoll, Versandoptimierung,
Qualitätsmanagement und Personalwesen. Optimal auf die Belange
kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) zugeschnitten,
ist FRIDA unter Client/Server-Technolgie und VisualAge von IBM
entwickelt. Der Anwender kann dabei wahlweise den Client-Code in
VisualAge oder in Java konvertiert ausführen.

Internet: www.command-ag.de.