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FJA AG: Wirtschaftliche Gesamtsituation
beeinträchtigt Umsatz und Ertrag im ersten Halbjahr

  • Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit auf 1,4 Mio. Euro
    gesteigert
  • Umsatz von 27,1 Mio. Euro und EBIT von -0,2 Mio. Euro im ersten
    Halbjahr
  • Wende im 2. HJ erkennbar, daher Umsatzprognose auf Rekordwert
    2008

München, 13. August 2009 – Das operative
Geschäft der FJA AG (ISIN DE0005130108) war im ersten Halbjahr
2009 geprägt von der Entwicklung neuer Releases zu allen
Hauptprodukten und der Anbahnung von Neugeschäft. Gleichzeitig
führten die schwierigen gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen zu einer spürbaren
Investitionszurückhaltung der deutschen und internationalen
Versicherungsbranche. Insgesamt waren daher bei Umsatz und Ertrag
Rückgänge zu verzeichnen.

Die Auslieferung der neuen Releases der
Standardsoftwareprodukte, ein zu Beginn des dritten Quartals
gemeldeter Großauftrag und mehrere vielversprechende
Großprojektakquisen sowie eine positive Trendwende im
Dienstleistungssektor lassen eine deutliche umsatzseitige
Trendwende für das zweite Halbjahr erkennen.

Ende Juli haben die Hauptversammlungen der COR AG Financial
Technologies und der FJA AG jeweils dem Verschmelzungsvertrag in
der Fassung des Entwurfs vom 8. Juni 2009 zugestimmt. Damit ist ein
wesentlicher Meilenstein zur Fusion der beiden Unternehmen im Wege
der Verschmelzung erreicht.

Am 3. August gab die FJA AG bekannt, dass die beiden
Vorstandsmitglieder Michael Junker und Thomas Junold das ihnen vom
Aufsichtsrat am 10. März 2009 unterbreitete Angebot, ihr
jeweiliges Vorstandsmandat niederzulegen, mit sofortiger Wirkung
angenommen haben. Ihre Aufgaben werden von den verbliebenen
Vorstandsmitgliedern Klaus Hackbarth und Rolf Zielke wahrgenommen.
Die aus der Aufhebung der Vorstandsverträge resultierenden
Zahlungsverpflichtungen der FJA AG in der Gesamthöhe von 2,15
Mio. Euro werden sich unmittelbar ergebniswirksam in 2009
auswirken.

Überblick zweites Quartal
Der Konzernumsatz erreichte 13,3 Mio. Euro und lag damit um 17,1%
unter dem Vergleichswert des Vorjahres (16,0 Mio. Euro). Der
annualisierte Umsatz pro Mitarbeiter sank auf 109 TEuro nach 134
TEuro im Vorjahr. Das EBIT betrug -0,4 Mio. Euro, was einem
Rückgang um 125,5% gegenüber dem Vorjahreswert (1,7 Mio.
Euro) entspricht. Das Quartalsergebnis lag bei -1,1 Mio. Euro (Q2
2008: 1,3 Mio. Euro). Dies führte zu einem Ergebnis je Aktie
von -0,05 Euro (Q2 2008: 0,06 Euro). Der Cashflow aus betrieblicher
Tätigkeit betrug -2,0 Mio. Euro (Q2 2008: 0,1 Mio. Euro),
wobei sich vor allem die Auszahlung der Tantiemen für 2008 in
Höhe von 2,5 Mio. Euro auswirkte.

Überblick erstes Halbjahr
Der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2009 in Höhe von 27,1 Mio.
Euro lag um 13,3% unter dem Vergleichswert des Vorjahres (31,2 Mio.
Euro). Der Umsatzrückgang war insbesondere im
Dienstleistungssektor zu verzeichnen (-16%), während die
nachhaltigen Wartungserlöse um 25% anstiegen. Das EBIT betrug
-0,2 Mio. Euro nach 2,7 Mio. Euro im entsprechenden
Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis lag bei -0,9 Mio. Euro (1.
HJ 2008: 2,1 Mio. Euro), woraus sich ein Ergebnis je Aktie von
-0,04 Euro (1. HJ 2008: 0,10 Euro) ergab. Sehr erfreulich stellt
sich der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit dar, der
gegenüber dem Vorjahreswert um 128% auf 1,4 Mio. Euro
gesteigert wurde.

Mit einer Eigenkapitalquote von 62% (Eigenkapitalquote zum
31.12.2008: 60%), einer Net Cash-Position von 15,5 Mio. Euro
(Vorjahr: 14,2 Mio. Euro) und liquiden Mitteln in Höhe von
18,4 Mio. Euro erreichte FJA zum Halbjahresende weiterhin sehr
solide Werte. Die Anzahl der Mitarbeiter zum 30. Juni (483) blieb
gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Geschäftsentwicklung
Die gesicherte Umsatzbasis für das laufende Geschäftsjahr
– bestehend aus realisierten Umsätzen, Auftragsbestand und
gewichteten Auftragseingängen mit einer Wahrscheinlichkeit
größer 80 Prozent – erreichte Ende Juni einen Wert von
über 57 Mio. Euro (Vorjahr 58,5 Mio. Euro). Besonders
erfreulich war, dass sich mit der SIGNAL IDUNA erstmals ein TOP
10-Versicherer zu Beginn des dritten Quartals für den
umfänglichen Einsatz von Standardsoftware in seinem
unmittelbaren Kerngeschäft entschieden hat. Erwähnenswert
sind zudem Markteintrittsprojekte und erste Produktivsetzungen in
Schweden und Liechtenstein, die die zunehmend internationale
Ausrichtung der FJA Gruppe dokumentieren.

Ausblick
Trotz eines verhaltenen ersten Halbjahres 2009 und der weiterhin
schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation halten wir
unvermindert an der ambitionierten Zielsetzung fest, das Niveau des
Rekordumsatzes aus dem Vorjahr in Höhe von 63,6 Mio. Euro auch
im aktuellen Geschäftsjahr zu erreichen.

Diese Einschätzung beruht im Wesentlichen auf dem zu Beginn
des dritten Quartals vermeldeten Großauftrag, einer erkennbar
zum Ende des zweiten Quartals eingetretenen Trendwende im
Dienstleistungssektor, die bereits zu neuen Aufträgen
geführt hat, sowie der Anzahl aktueller Großakquisen mit
Lizenzanteilen.

Die angestrebte EBIT-Marge von acht Prozent wäre ohne
verschmelzungsbedingte Sondereffekte weiter zu halten. Durch die
Aufhebungsvereinbarung mit den beiden Vorstandsmitgliedern Junker
und Junold und bisher bereits aufgelaufene weitere
Verschmelzungskosten wird sich das EBIT jedoch um 2,6 Mio. Euro
verringern. Bis zum Jahresende ist hier noch von einem weiteren
verschmelzungsbedingten Aufwand von unter 1 Mio. Euro
auszugehen.

Der Integrationsprozess der beiden Gesellschaften FJA AG und COR
AG Financial Technologies zur COR&FJA AG verläuft
planmäßig. Vorstand und Aufsichtsrat sind
zuversichtlich, mit der Fusion das Ziel der nachhaltigen
Wertschöpfung für Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter
zu erreichen.

Über FJA:
Die FJA AG ist ein führendes Software- und Beratungshaus
für den Versicherungs- und Altersvorsorgemarkt. Unter dem
eingeführten Markennamen FJA bietet die FJA Gruppe eine breite
Palette an Standardsoftwarelösungen, die
Versicherungsunternehmen und Altersvorsorgeanbieter in allen
zentralen Geschäftsbereichen und Fragestellungen
unterstützen.

Neben einer starken Marktstellung in Deutschland ist die
Software von FJA weltweit für 26 Länder auf fünf
Kontinenten im Einsatz, darunter die USA und Australien ebenso wie
viele osteuropäische Länder. Jüngste Erfolge im
Ausbau des Auslandsgeschäfts konnten mit der Gewinnung
namhafter Kranken- und Sachversicherer als Kunden der US-Tochter
erzielt werden.

Zurzeit beschäftigt die FJA Gruppe mit Hauptsitz in
München und Standorten in Hamburg, Köln und Stuttgart
sowie Tochtergesellschaften in den USA, in der Schweiz,
Österreich und Slowenien rund 500 Mitarbeiter.

Das Unternehmen wurde 1980 gegründet und ist seit Februar
2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Im Januar
2003 wurde die FJA AG in den Prime Standard aufgenommen.

Weitere Informationen unter: www.fja.com