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7.8.2012 – Der Financial Services Network AG (Finet) ist es laut Geschäftsbericht gelungen, im Jahr 2011 erneut gegen den Markttrend zu wachsen. Dazu hat vor allem die Krankenversicherungs-Sparte beigetragen. Die Tochtergesellschaft Finet Asset Management AG (FAM) schloss das Berichtsjahr mit einem Fehlbetrag ab.

Die Financial Services Network AG (Finet) hat im Berichtsjahr 2011 ihre Umsatzerlöse um zwölf Prozent auf 24,8 (2010: 22,2) Millionen Euro gesteigert.

Bei der Tochtergesellschaft Finet Asset Management AG
(FAM), die seit 2008 das Investment- und Beteiligungsgeschäft betreut,
blieben die Umsatzerlöse mit 3,7 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

Umsatzplus in Kranken

In der Sparte Krankenversicherung stiegen die Umsatzerlöse aus
Abschlussprovisionen um 62,1 Prozent auf 5,0 (2010: 3,1) Millionen Euro.
In Leben dagegen sanken sie leicht von 12,2 auf 12,0 Millionen Euro. In
beiden Sparten zusammen wurden Bestandspflege-Provisionen von 2,6 (2,4)
Millionen Euro vereinnahmt.

Die Umsatzerlöse im Sachbereich
stiegen um 17 Prozent auf 3,8 (3,2) Millionen Euro. Die 415 (421) der
Finet angeschlossenen Finanzmakler erzielten durchschnittlich einen
Umsatz von 59.800 (52.700) Euro. Unter Hinzurechnung der
Investmentumsätze der FAM liegt dieser Wert bei 69.000 Euro.

Auch im Jahr 2012 geht die Finet davon aus, weiteres Wachstum zu
generieren durch den Ausbau der vertrieblichen Aktivitäten, die
fortgesetzte Konzentration auf überdurchschnittlich erfolgreiche
Vermittler sowie die Bereitstellung zusätzlicher Produkte und
Dienstleistungen.

Gestiegenes Rohergebnis, Tochter FAM mit Fehlbetrag

Im Jahr 2011 wurde das bilanzielle Eigenkapital von 1,5 Millionen Euro
auf 2,7 Millionen Euro aufgestockt. Die Eigenkapitalquote beträgt 36,8
Prozent. Das Rohergebnis stieg um 17 Prozent auf 4,8 (4,1) Millionen
Euro, was insbesondere mit dem saisonal bedingten starken Anstieg des
Umsatzanteils in Kranken begründet wird.

Laut Geschäftsbericht
blieb die Ertragsentwicklung der gehaltenen Anteile an verbundenen
Unternehmen und Beteiligungen erneut hinter den Erwartungen zurück. Die
Finanzanlage an der Mybaufi AG wurde um 40.000 Euro außerplanmäßig
abgeschrieben.

Die Tochtergesellschaft FAM weist einen
Fehlbetrag von 49.000 Euro aus. Bei der FAM haben laut Lagebericht
„ungeplante Mehraufwendungen für Rechtsberatung und Prüfungsmaßnahmen“
ein ausgeglichenes Ergebnis verhindert, was unter anderem mit
zusätzlichen Prüfungen auf Veranlassung der BaFin begründet wird.

Überschuss über Vorjahr

Das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit lag mit 527.146
(138.903) Euro deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Jahresüberschuss
sprang von 91.477 Euro auf 347.227 Euro.

Investiert wurde
insbesondere in den Aufbau einer neuen Niederlassung in Münster und in
den Ausbau der Personalkapazitäten in den Bereichen Produktmanagement
und IT, so der Geschäftsbericht.

Der Personalaufwand stieg auf
über 2,5 (2,3) Millionen Euro, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
auf rund 1,5 (1,3) Millionen Euro, insbesondere wegen höherer Raumkosten
und höherer verschiedener betrieblicher Kosten.

Persönliche Bindung verstärken

Im laufenden Geschäftsjahr ist laut Finet-Vorstand Markus Neudecker
unter anderem geplant, ein eigenes CRM-System (Customer Relationship
Management) unter dem Stichwort „First“ anzubieten.

Neben der
organisatorischen Vernetzung soll auch bewusst die persönliche Bindung
zu den Vermittlern gestärkt werden. Dazu wird die Veranstaltungsreihe
„Finet vor Ort“ ausgebaut.

Quelle:www.versicherungsjournal.de