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New York, N.Y, 12. Januar 2004 – Auf der National
Retail Federation (NRF)-Konferenz in New York stellt SAP heute ihre
erste Standardsoftware für Radio-Frequenz-Identifizierung
(RFID) vor. Die Software erlaubt die Erfassung und Integration
elektronisch lesbarer Produktetiketten – so genannter RFID Tags –
als weiteren Baustein hoch anpassungsfähiger, adaptiver
Liefernetzwerke. Insbesondere die Konsumgüterindustrie und der
Handel profitieren davon, Produkte einzeln und in
Verpackungseinheiten eindeutig zu kennzeichnen und die auf den
RFID-Etiketten gespeicherten Daten in ihre Supply Chain Management
(SCM)- und Enterprise Resource Planning (ERP)-Lösungen
einzubinden. Mit der neuen Software können Warenfluss und
Lieferketten präziser überwacht und geplant werden. Die
RFID-Lösung wird derzeit von Pilotkunden erprobt und ist ab
Mitte des Jahres generell verfügbar.

Die Lösung umfasst die neue SAP Auto-ID Infrastructure, SAP
Event Management (SAP EM) aus der Logistiklösung mySAP Supply
Chain Management (mySAP SCM) sowie die Komponente SAP Enterprise
Portal (SAP EP) aus der Integrations- und Anwendungsplattform SAP
NetWeaver. Über den SAP Web Application Server (SAP Web AS),
ebenfalls Teil der SAP NetWeaver-Plattform, lässt sich die
Java-basierte Lösung nahtlos in jede SAP- und auch fremde
Systemumgebungen integrierten. Über entsprechende Auto-ID
Konnektoren in SAP R/3 (Version 4.6c und höher) sowie in mySAP
ERP werden die RFID-kodierten Daten direkt in die
Geschäftsprozesse eingebunden.

„Das ist eine stabile Infrastruktur, mit der sich RFID-Daten in
Verbindung mit einer breiteren Palette von
Geschäftsanwendungen und -prozessen nutzen lassen als es die
meisten verfügbaren Einzellösungen zulassen“, betont
Steve Banker, Service Director für Supply Chain Management bei
der ARC Advisory Group, einem internationalen Analysten- und
Beratungshaus. „Wenn ein Unternehmen zur Verbesserung seiner
Geschäftsprozesse RFID nutzen will, sollte es diese
Technologie auch unternehmensweit integrieren.“

Gemeinsam mit ihren Technologie- und Beratungspartnern bietet
SAP individuell angepasste Lösungen, von der Entwicklung neuer
Geschäftsszenarien über die Integration von RFID-Hardware
bis zur Modellierung von Prototypen und der abschließenden
Implementierung.

Innovation für Geschäftsprozesse
SAP erforscht seit 1998 die Einsatzmöglichkeiten von RFID und
hat auch die Standardisierung des EPC Netzwerkes (Electronic
Product Code) für eine international einheitliche,
herstellerunabhängige Produktkennzeichnung mitgestaltet. Seit
März 2003 arbeitet SAP mit über 60 führenden
Handels-, Konsumgüter- und Pharmaunternehmen im RFID Customer
Council zusammen. Dieser hat SAP bei der Entwicklung der ersten
RFID-gestützten Logistiklösung unterstützt. Unter
anderem wurden gemeinsam die Voraussetzungen aus technischer und
aus Kundensicht ermittelt, damit RFID-gestützte
Geschäftsprozesse ihren größtmöglichen Nutzen
entfalten.

Der Einsatz der RFID-Technologie im Rahmen der METRO Group
Future Store Initiative, zu deren Gründungsmitgliedern SAP
zählt, bewies im vergangenen Jahr erstmals die
Praxistauglichkeit und -relevanz RFID-basierter
Geschäftsprozesse. Zusammen mit METRO Group, Intel und 40
weiteren Technologie-, Dienstleistungs- und
Konsumgüterunternehmen implementierte SAP neue
RFID-Technologie für den Einzelhandel im ersten METRO Group
Future Store, der im April 2003 in Rheinberg bei Duisburg
eröffnet wurde. Rund 1.700 unterschiedliche Produkte, die in
dem Supermarkt angeboten werden, sind mit RFID-Etiketten versehen.
Mit ihnen lässt sich der Standort eines Produktes jederzeit
exakt bestimmen und eine ebenso flexible wie effiziente Lieferkette
vom Essener METRO-Zentrallager zum Rheinberger Supermarkt
steuern.

Für ihre Rolle im METRO Group Future Store-Projekt
zeichnete das Wall Street Journal Europe SAP kürzlich mit dem
European Innovation Award aus. SAP zeichnet für die gesamte
Softwarearchitektur des Supermarkts sowie für die
Schnittstelle zwischen Datenerfassung und dem Back-End
verantwortlich. Dabei kommt eine Beta-Version der SAP Auto-ID
Infrastructure zum Einsatz. Die Verfolgung und Standortbestimmung
einzelner Waren ist durch die Integration der RFID-Daten mit dem
SAP Event Management möglich. Über das SAP Enterprise
Portal erhalten die Mitarbeiter des METRO Group Future Store
Zugriff auf die Informationen und können sie mit Hilfe des SAP
Business Information Warehouse (SAP BW) analysieren.

„Unsere RFID-Lösung verbindet virtuelle
Produktinformationen mit realen Waren“, erläutert Claus
Heinrich, Vorstandsmitglied der SAP. „Diese präzisen und in
Echtzeit verfügbaren Daten eröffnen einen geschlossenen
Kreislauf zwischen der Erfassung der Daten und deren Aufbereitung
in aussagekräftige Informationen sowie eine weitgehende
Automation von Transaktionen und Geschäftsprozessen.
Unternehmen erhalten damit mehr Wissen und sind in der Lage,
flexibler auf Marktveränderungen zu reagieren. RFID ist ein
wichtiger Baustein für die Realisierung adaptiver
Lieferketten.“

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit
führende Anbieter von Unternehmenssoftware. Das Angebot der
SAP umfasst die Geschäftsanwendungen der mySAP Business Suite,
Technologielösungen für die
unternehmensübergreifende Integration von
Geschäftsprozessen sowie Standardsoftware für den
Mittelstand. Darüber hinaus unterstützt SAP mit 23
branchenspezifischen Lösungsportfolios industriespezifische
Kernprozesse. Damit sind Unternehmen in der Lage, ihre
Geschäftsprozesse intern sowie mit Kunden, Partnern und
Lieferanten erfolgreich zu organisieren und die betriebliche
Wertschöpfung maßgeblich zu verbessern. Mehr als 13
Millionen Anwender in 20.500 Unternehmen setzen SAP-Lösungen
in mehr als 120 Ländern ein. SAP wurde 1972 gegründet und
ist heute der weltweit drittgrößte unabhängige
Softwareanbieter mit Niederlassungen in über 50 Ländern.
Im Geschäftsjahr 2002 erzielte das Unternehmen einen Umsatz
von 7,4 Mrd. Euro. Derzeit beschäftigt SAP über 29.000
Mitarbeiter, davon mehr als 13.000 in Deutschland.

Weitere Informationen unter: www.sap.de