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Walldorf, 18. Februar 2008 – Der
Umstieg der SAP-Anwender auf SAP ERP 6.0 ist in vollem Gang:
Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Anwenderunternehmen
mehr als verdoppelt. Mit 37 Prozent setzen 22 Prozent mehr auf die
aktuelle Kernlösung von SAP als noch vor einem Jahr. Dies
ergab eine aktuelle Online-Umfrage der Deutschsprachigen
SAP-Anwendergruppe (DSAG) e.V. zum Investitionsverhalten ihrer
Mitglieder. Gestiegen sind auch die IT-Budgets für das
laufende Jahr, um rund sechs Prozent. Rund 35 Prozent des
IT-Budgets sollen in das SAP-Produktportfolio fließen.

An der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal
durchgeführten Umfrage der DSAG zum Investitionsverhalten
nahmen 257 Mitgliedsunternehmen aus unterschiedlichen Branchen und
Unternehmensgrößen teil. Im Fokus stand dabei
traditionell das Investitionsverhalten der Anwender in Bezug auf
SAP-Lösungen. Die Umfrage belegt, dass sich der bereits im
Vorjahr aufkommende Trend hin zur aktuellen Kernlösung SAP ERP
6.0 verstärkt hat. „Die Zahlen zeigen einerseits, dass
die Anwender im vergangenen Jahr ihre Upgradevorhaben umgesetzt
haben und ihre IT-Landschaften modernisieren. Zum anderen wird
deutlich, dass es keine Frage mehr über die Akzeptanz von SAP
ERP 6.0 gibt“, so Prof. Dr. Karl Liebstückel,
Vorstandsvorsitzender der DSAG. Die Vorgängerversion von SAP
ERP 6.0 kam in der aktuellen Umfrage auf rund zehn Prozent. Damit
setzt bereits knapp die Hälfte der Unternehmen, die an der
Umfrage teilgenommen haben, auf die aktuelle Kernlösung SAP
ERP 6.0 oder deren Vorgängerversion als führendes
SAP-System.

Vertragssituation spiegelt Trend wider

Der Trend hin zu SAP ERP 6.0 wird sich laut Umfrage zudem
fortsetzen: Von den rund 44 Prozent, die in diesem Jahr einen
Upgrade planen, wollen rund 95 Prozent auf SAP ERP 6.0 umsteigen.
Knapp drei Prozent erwägen einen Upgrade auf deren
Vorgängerversion, nur noch rund zwei Prozent auf SAP R/3
Enterprise (4.7). Dieses Ergebnis spiegelt sich in den
Verträgen wider. So haben rund 55 Prozent derzeit einen
SAP-Business-Suite- (Vorjahr 48 Prozent), rund 35 Prozent einen
SAP-ERP- (Vorjahr 41 Prozent) und noch knapp zehn Prozent einen
SAP-R/3-Vertrag (Vorjahr 11 Prozent).

Interprise SOA kein Treiber

Kaum Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den
Beweggründen für einen geplanten Releasewechsel. Bei rund
50 Prozent erfolgt der Wechsel, weil die Wartung der derzeit im
Unternehmen eingesetzten Lösung ausläuft (Vorjahr 47
Prozent). Etwas mehr als ein Drittel wollen den Releasewechsel
nutzen, um neue Funktionalitäten einzusetzen (Vorjahr 38
Prozent). Nach wie vor spielt Enterprise SOA als Beweggrund eines
Upgradeprojekts eine untergeordnete Rolle. Positiv festzustellen
ist, dass sich der Prozentsatz derer, die sich gut mit der
Enterprise-SOA-Strategie von SAP vertraut fühlen, mit 43
Prozent etwas höher lag als im Vorjahr.

75 Prozent haben noch keine Planungen

„Bezüglich einer einfacheren und flexiblen Gestaltung
von Geschäftsprozessen sieht die knappe Mehrheit der
Unternehmen grundsätzlich den Nutzen von Enterprise SOA,
gleichzeitig wissen sie aber nicht, wie sie an die Projekte
herangehen sollen“, erklärt Prof. Dr. Karl
Liebstückel. Diese Unsicherheit bei der Herangehensweise
lässt sich an den Ergebnissen der Umfrage messen. Demnach
haben 75 Prozent der Unternehmen noch keine Planungen für
Enterprise-SOA-Projekte unternommen. Das restliche Viertel setzt
sich aus Unternehmen zusammen, die derzeit eine konkrete
Realisierung planen, mitten im Projekt stecken oder Enterprise SOA
ansatzweise in Form eines Prototypen umsetzen bzw. einzelne
Enterprise-SOA-Projekte bereits abgeschlossen haben.

Investitionen in Dienstleistungen, Branchenlösungen und
Experten

Insgesamt planen die Anwenderunternehmen knapp 35 Prozent ihrer
IT-Budgets in SAP-Produkte und Services zu investieren. Rund 60
Prozent davon wollen sie für Dienstleistungen aufwenden, ein
Plus von rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. 18 Prozent
fließen in neue Hardware. Investitionen in Software fallen
dagegen mit 23 Prozent um rund fünf Prozent geringer aus als
in 2007. Der größte Anteil entfällt dabei auf SAP
NetWeaver und dessen Komponenten. Auf Platz zwei liegen die
SAP-Branchenlösungen, gefolgt von SAP ERP Financials.

Eine leichte Aufwärtsbewegung ist in den Unternehmen bei
den sogenannten Business Process Experts festzustellen, also
Mitarbeitern, die sich mit der Gestaltung von
Geschäftsprozessen befassen. In rund 50 Prozent der
Unternehmen kommt diese Rolle zwischenzeitlich zum Tragen.
„Die Unternehmen erkennen, dass sie verstärkt
Mitarbeiter brauchen und ausbilden müssen, die einerseits ein
Verständnis für die technischen Möglichkeiten einer
Systemarchitektur besitzen und die zugleich einzuschätzen
wissen, wie Geschäftsprozesse mit den von Anbietern derzeit
verfügbaren Tools modelliert werden können“,
resümiert Prof. Dr. Karl Liebstückel.

Über die DSAG

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V. in Walldorf
versteht sich als eine unabhängige Interessenvertretung aller
SAP-Anwender in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel
der DSAG ist es, bedarfsgerechte SAP-Lösungen zu schaffen. Die
1997 als eingetragener Verein gegründete DSAG zählt heute
über 2.000 Mitgliedsunternehmen und hat sich als eine der
größten SAP-Anwendergruppen weltweit etabliert.

Internet: www.verclas-friends.de