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HANNOVER (COMPUTERWOCHE) 22.03.01 – Der
europäische IT-Dienstleister Atos Origin hat die Ergebnisse
für das Jahr 2000 bekannt gegeben. Demnach ist der Umsatz
gegenüber dem Vorjahr geringfügig gewachsen – von 2,73
auf 2,83 Milliarden Euro, was einer Steigerung von knapp vier
Prozent entspricht.
Das operative Ergebnis lag bei 175 Millionen Euro und damit fast 24
Prozent unter dem des Jahres 1999 (229 Millionen Euro). Noch
stärker, um etwa 34 Prozent, sank der Nettoertrag nach
Goodwill mit 70,5 Millionen Euro. 1999 hatten die damals noch
getrennten Unternehmen 107,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Wie
Thilo Zimmermann, Geschäftsführer von Atos Origin
Deutschland, auf der CeBIT in Hannover erklärte, geht dieses
Ergebnis auf einen sehr uneinheitlichen Geschäftsverlauf
zurück: „Im ersten Halbjahr haben wir den allgemeinen
Wachstumsrückgang in der Informationstechnologie zu
spüren bekommen. Im dritten und vierten Quartal sind die
Auftragseingänge über alle Bereiche wieder deutlich
angestiegen.“

Vor allem die Unternehmen im Bereich Automotive hätten sich
Anfang des Jahres 2000 stark zurückgehalten. Träger des
neuerlichen Wachstums seien vor allem Finanzinstitute und Telkos
gewesen. Zimmermann betonte, dass man das zum Zeitpunkt der Fusion
ausgegebene Ziel einer Gewinnspanne von mindestens sechs Prozent
erreicht habe. Weiter wies er darauf hin, dass das Unternehmen im
Bereich der ERP-Integration zwar ebenfalls wieder ein Wachstum zu
verzeichnen hatte, dieses aber vor allem darauf
zurückzuführen sei, dass die Reihen der Mitbewerber, etwa
wenn es um Integration von Baan- oder QAD-Lösungen gehe, stark
gelichtet seien. Wörtlich sprach Zimmermann von Atos
Origin
als „letztem Mohikaner“ in diesem Bereich