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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE vom 23.05.2001) –
Oracle führt aktuellen Zahlen von Dataquest zufolge weiter den
weltweiten Datenbankmarkt an. Die Gartner-Auguren bescheinigen dem
Unternehmen von CEO (Chief Executive Officer) Lawrence „Larry“
Ellison für das Jahr 2000 insgesamt einen Marktanteil von 33,8
Prozent, eine leichte Steigerung gegenüber 1999 (31,4
Prozent). Auf Platz zwei liegt IBM, das seinen Marktanteil
ebenfalls geringfügig auf 30,1 Prozent steigern konnte (1999:
29,9 Prozent). Microsoft legte im Jahresvergleich von 13,1 auf 14,9
Prozent zu und liegt damit auf dem dritten Rang.
Die Nase mit 38 Prozent (Vorjahr: 35,2 Prozent) ganz vorn hat die
Gates-Company allerdings im Segment für Datenbanken unter
Windows NT/2000 mit einem gesamten Umsatzvolumen von 2,4 Milliarden
Dollar. Oracles Marktanteil sank hier von 40,4 auf 37,2 Prozent.
IBM nahm den Kaliforniern mit einem Wachstum von 15,2 auf 18,5
Prozent ebenfalls Marktanteile ab.

Im Unix-Bereich (Umsatzvolumen 3,6 Milliarden Dollar) führt
Oracle unangefochten mit einem Marktanteil von 66,2 Prozent. IBM
belegt mit 14,4 Prozent den zweiten Platz. Addieren müsste man
dazu eigentlich noch die 6,7 Prozent Marktanteil von Informix, das
IBM kürzlich übernommen hatte. Microsoft bietet
bekanntlich keine Unix-Datenbanken an.

Für das Jahr 2001 erwarten die Auguren für Oracle
sinkende Marktanteile. Die Abschaffung des bisherigen
„Concurrent“-Preismodells führe bei vielen Oracle-Kunden zu
steigenden Softwarepreisen, was hier und da einen Wechsel des
Anbieters zur Folge haben dürfte.