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Reading/München, 1. März 2004.
Ständige Kostensenkung ist das wichtigste Ziel für die
kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) in Europa.
Dies ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung von Datamonitor
für die Unternehmens-Software-Firma Oracle Corporation.

Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent)
erklärten, dass für sie die Wettbewerbsfähigkeit
oberste Priorität hat, verglichen mit lediglich 17 Prozent,
die angaben, wachsender Umsatz oder Marktanteil sei ihr wichtigstes
Ziel. Die Studie zeigte auch, dass der Wunsch nach Standardisierung
der IT-Umgebungen und Technologie-Plattformen oben auf der
Prioritätenliste steht und dass bei einer Lockerung der
IT-Budgets entsprechende Investitionen erfolgen.

Die Studie „SME business issues in a reemergent market“basiert
auf detaillierten Telefoninterviews mit 4.480 Senior-Managern in 19
Ländern in Europa und dem Mittleren Osten. Die befragten
Unternehmen beschäftigen von 10 bis 500 Mitarbeiter oder
erzielen einen Umsatz zwischen fünf und 250 Millionen Euro in
Branchen wie Produktion, Energieversorgung, Dienstleistungen,
öffentliche Verwaltung, Finanzdienstleistungen,
Transportwesen, Einzel- sowie Großhandel und anderen
Bereichen.

Der Wunsch, durch Kostensenkung wettbewerbsfähiger zu
werden, hatte bei den KMUs eindeutig höchste Priorität
und ließ die zwei nächsten Vorstellungen – eine
konsistente IT-Umgebung sowie verbesserte interne Zusammenarbeit –
mit jeweils 34 Prozent klar hinter sich. „Aus einem erheblichen
Konjunkturabschwung heraus zu kommen, ist für KMUs ein
unruhiger Prozess“, kommentierte Nick Greenway von Datamonitor.
„Viele Firmen überlebten, indem sie in allen Bereichen des
Geschäfts abspeckten, wie Personal, IT und wesentliche
Funktionen. „Einige KMUs räumten sogar ein, strategische
Entscheidungen, wie eine Qualitätsverringerung und das
Zurückfahren des Kundendienstes, getroffen zu haben. Nachdem
die Firmen gelernt haben mit geringeren Kosten zu arbeiten, ist die
Entscheidung nicht so leicht, wann und ob zur
Wachstumsförderung investiert wird und wie der Umstieg zu
höheren Margen bei neuerlichem Umsatzwachstum realisiert
werden kann.“

Obwohl sich bessere Zeiten abzeichnen, – so der Report – werden
Re-Investitionsstrategien „wahrscheinlich in sechs Monaten oder
einem Jahr erfolgen“ mit unsicheren Ausblicken für KMUs in
Ländern wie Deutschland und Italien, die für Datamonitor
weniger gut für eine Erholung positioniert sind.

„Unsere Untersuchung für Oracle ist eine der
ausführlichsten über die Belange der KMUs in Europa“,
fügte Greenway hinzu. „Sie zeigt, dass die Probleme von
unterschiedlichen IT-Systemen, von Geschäftszweigen, die als
Informationsspeicher agieren sowie die damit verbundenen
Integrationskosten der meisten großen IT-Projekte nun von den
KMUs wahrgenommen werden. Aber IT-Projekte werden nach
Dringlichkeit und nicht nach Wichtigkeit genehmigt.“

Datamonitor fand heraus, dass die Nachfrage nach IT-Konsistenz
in den einzelnen Branchen variiert: Höchst interessiert sind
Produktion und öffentliche Verwaltung, Einzel- und
Großhandel sowie Maschinen- und Anlagenbau sind dies am
wenigsten. „Das beruht natürlich auf der Tatsache, dass
Einzel- und Großhandel inzwischen erheblich in
IT-Homogenität investiert haben“, sagte Anthony Peake, Senior
Director of Mid-Market Marketing Oracle EMEA. „Viele dieser
Argumente für eine konsistente IT-Umgebung fußt auf dem
Wunsch nach einer besseren Zusammenarbeit zwischen Abteilungen, um
eine höhere Wirtschaftlichkeit zu erzielen und einen besseren
Kundenservice anbieten zu können.“

Aus dem Report geht weiterhin hervor, dass einer der logischen
Schritte heutzutage für KMUs eine weitmögliche
Erhöhung der Produktivität aus bereits existierenden
Investitionen und Mitarbeitern ist. „KMUs, die aus jedem zartem
Pflänzchen in ihrem Markt ihren Nutzen ziehen, finden
Potential für eine schnelle Produktivitätszunahme,
erzielt durch Collaboration-Projekte wie eine Investition in ein
einfaches Außendienst-Kontaktmanagement, Workflow zur
Unterstützung von neuen und lebhafteren
Geschäftsprozessen, Echtzeit-Interaktion und
Instant-Messaging-Lösungen“, so Greenway.

Das Bedürfnis nach mehr und besseren
Management-Informationen stand mit 24 Prozent an vierter Stelle der
Wünsche. Weitere Prioritäten waren für die Befragten
die Verbesserung bei der externen Zusammenarbeit (18 Prozent),
steigender Umsatz oder Marktanteil (17 Prozent) und
Übereinstimmung mit oder Anpassung an Industriestandards und
Gesetzgebung (13 Prozent). „Dies zeigt, dass für viele
Branchen die strategische Ausrichtung aus Überleben besteht
und dass KMUs noch nicht auf eine sich verbessernde Wirtschaftslage
eingestellt sind“, führte Peake aus. „Eines der interessanten
Ergebnisse in den meisten Bereichen ist die klare Bestätigung
zum Einsatz von integrierten Lösungen, Echtzeit-Daten und
besserer Business Intelligence. Dies ist speziell der Fall bei der
öffentlichen Verwaltung, Biotechnologie, Großhandel,
Transportwesen und dem Produktionsprozess.
Echtzeit-Business-Intelligence ist nicht nur hilfreich bei der
Analyse der Finanzsituation einer Firma, sondern erlaubt Managern
auch, Ressourcen effektiver anzugehen, schneller auf
Marktveränderungen zu reagieren und deshalb
wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Datamonitor kam zu dem Schluss, dass IT-Budgets, die
möglicherweise in nur drei bis sechs Monaten gekürzt
wurden, nun vielleicht 18 Monate zur Erholung benötigen. Die
daraus folgenden nächsten Schritte für KMUs – so die
Studie – wird schrittweise Kostenkürzungs-Initiativen, interne
Organisationsänderungen, Planung für Wachstum sowie
Entwicklung eines Plans für die IT und andere benötigten
Ressourcen nach sich ziehen. Der Report rät den KMUs, dass der
Fokus bei der Planung jeder wichtigen IT-Überprüfung auf
einem klaren, modularen Return on Investment liegen sollte und
nicht auf einer Gesamtkapitalrendite.

Eine Kopie der Untersuchung „SME business issues in a
re-emergent market“ ist erhältlich unter http://www.oracle.com/eu/pressreleases/DatamonitorSMB.PDF.

Datamonitor befragte im Dezember 2003 CEOs, COOs, CFOs, CIOs und
Line-of-Business Manager in 4.480 Unternehmen.

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