Seite wählen

17. März 2015- Die  Cebit zielt mit ihrem Motto „d!conomy“ auf die digitale Transformation ab, die vor allem datengetrieben ist. Doch in den deutschen Unternehmen haben die CIOs vor Big Data großen Respekt, wie eine Umfrage von Sopra Steria zeigt.

Über 70 Prozent der deutschen CIOs geben an, dass Big Data im Kunden-zentrierten Management („Customer Centricity Management“) ihnen den Schlaf raubt. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage von Sopra Steria unter deutschen, französischen und britischen CIOs. „Big Data ist Komplexität und Chance zugleich“, erläutert Elmar Stenzel, CRM-Experte bei Sopra Steria Consulting, die Ursachen. Kunden werden immer anspruchsvoller, denn sie verlangen maßgeschneiderte Angebote so günstig wie möglich und dazu einen herausragenden Service in Echtzeit.

„Diesen Anforderungen werden nur diejenigen Unternehmen gerecht, die zum einen den Kunden in den Mittelpunkt ihrer Prozesse und Strategien stellen und zum anderen die Prozesse digitalisieren“, so Stenzel weiter. Unternehmen können nur die Prozesse automatisieren, die digital sind. „Automatisierung ist der Schlüssel zur kosteneffizienten Erfüllung hoher Kundenansprüche“, weiß Stenzel. Die dabei anfallenden Daten potenzieren sich in naher Zukunft durch das „Internet der Dinge“ und sorgen für eine noch genauere Anpassung von Angeboten und Diensten an die Kundenvorstellungen. „Wer sich der Herausforderung Big Data stellt, gewinnt den Kampf um die Kunden der Zukunft“, schlussfolgert Stenzel.

Beim Sammeln von Kundendaten konzentrieren sich annähernd 70 Prozent der CIOs in Deutschland auf die Antworten von Kundenzufriedenheitsbefragungen und 40 Prozent auf Kontakthistorien. Kundenmeinungen aus dem Internet und sozialen Medien sammeln allerdings nur 13 Prozent der deutschen Befragten. Knapp die Hälfte der deutschen CIOs sieht in Social Media eine der zentralen Herausforderungen der kommenden drei Jahre.

Gesammelte Kundendaten setzen deutsche CIOs vor allem für den direkten Kontakt mit dem Kunden ein: Fast hundert Prozent von ihnen nutzen sie für die Unterstützung im Kundensupport und 94 Prozent für gezielte Angebote. Dagegen verwenden nur 69 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen die Kundendaten für die Entwicklung von neuen Produkten und Services ein – in Frankreich sind es dagegen 85 Prozent der CIOs. „Einem Drittel der deutschen CIOs entgehen damit die wesentlichen Chancen von Big Data“, sagt Stenzel.

Über die Studie:

Sopra Steria hat im Herbst 2014 für die Studie „Voice of the Customer“ insgesamt 376 CIOs in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt, darunter 166 deutsche IT-Verantwortliche. Die Befragten gehören den Branchen Banken, Versicherung, Logistik, Telekommunikation, Medien, Energie und Handel an. Zu 55 Prozent sind darunter Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 1.000 und 4.999 und zu 45 Prozent Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern vertreten.

 www.soprasteria.de

Quelle:http://www.chefbuero.de