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Walldorf, 16. September 2003 – Unternehmen, die
ihr Beschaffungswesen mit mySAP Supply Chain Management (mySAP SCM)
organisieren, arbeiten effizienter und sind reaktionsschneller. Zu
diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Pittiglio Rabin Todd
& McGrath (PRTM), die im Auftrag der SAP in den vergangenen 12
Monaten eine Benchmark-Studie mit über 100 Unternehmen
durchgeführt hat. Danach liegen diese Firmen mit einem
Nettogewinn von durchschnittlich 14 Prozent deutlich über dem
Branchendurchschnitt von 8 Prozent. Außerdem konnten sie ihre
Beschaffungs- und Cash-to-Cash-Zyklen1 um 45 Prozent nahezu
halbieren und ihre Lagerhaltungskosten um bis zu 63 Prozent
reduzieren. Grundlage der Studie bildete das international
anerkannte Supply Chain Operations Reference Model (SCOR). Das
für den Benchmark geschaffene Kennzahlenmodell liefert
Aufschluss darüber, wie sich Logistikprozesse auf interne
Unternehmensabläufe und Geschäftsbeziehungen mit Kunden
auswirken. Das standardisierte Verfahren unterstützt Firmen
bei der Bewertung der eigenen Logistikleistung im
Wettbewerbsvergleich.

Für die Analyse entwickelte PRTM ein Balanced
Scorecard-Modell, das interne wie externe Faktoren
berücksichtigt. Intern bewertet werden Lagerkapazitäten
und -kosten sowie die Zeitspanne zwischen der eigenen Zahlung an
Lieferanten und dem Zahlungseingang des Kunden
(Cash-to-Cash-Zyklus). Aus Kundensicht wird die Fähigkeit,
gewünschte oder zugesagte Liefertermine einzuhalten, sowie die
Frist zwischen Auftragseingang und Auftragserfüllung
beurteilt. Der Benchmark bewertet außerdem den Reifegrad
vorhandener Planungs- und Steuerungsmechanismen. Als Referenzmodell
dient dabei ein ausgereiftes Supply Chain Management, das in der
Lage ist, Geschäftsprozesse standortübergreifend und in
der Zusammenarbeit mit Partnern zu integrieren.

Erhebliche Einsparungen
Der Benchmark kommt zu dem Ergebnis, dass Unternehmen, die ein
ausgereiftes Lieferkettenmanagement auf Basis der
Planungsfunktionen von SAP einsetzen, ihren Tagesmindestbestand im
Lager um rund 40 Prozent reduzieren können. Besonders
herausragend waren bei den untersuchten Firmen um bis zu 63 Prozent
geringe Lagerhaltungskosten. Das entspricht einer Ertragssteigerung
von rund 1,7 Prozent. Dabei werden die größten
Verbesserungen bei überalterten Lagerbeständen erzielt:
Mit einer ausgereiften Logistiklösung lassen sich
Altbestände um bis zu 84 Prozent reduzieren. Weitere
Berechnungen ergaben, dass ausgereifte Planungsmechanismen für
neue Produkte dazu beitragen, die Lagerkosten für
Altbestände auf einen Anteil von 0,3 statt 0,9 Prozent vom
Umsatz zu reduzieren.

„Seit Jahren profitieren Unternehmen in aller Welt von unserer
Supply Chain Management-Lösung, mit der sie transparente,
flexible und wirtschaftliche Lieferketten erhalten“, betont Claus
Heinrich, Vorstandsmitglied der SAP. „Diese Studie quantifiziert
nun den Mehrwert und Return on Investment unserer Kunden. Sie
belegt, in welchem Umfang anpassungsfähige Liefernetzwerke zum
Erfolg von Unternehmen beitragen.“

Der Untersuchung zufolge und im Vergleich zu Firmen, die eine
wenig ausgereifte oder gar keine SCM-Lösung einsetzen,
können Unternehmen mit etablierten, logistischen
Planungsverfahren zugesagte Liefertermine um 7 Prozent und
gewünschte Liefertermine um 17 Prozent besser einhalten. Diese
17 Prozent führen durchschnittlich zu einer Umsatzsteigerung
von rund 3,4 Prozent, wie frühere Benchmark-Studien belegen.
Darüber hinaus können Unternehmen Aufträge fast
doppelt so schnell abwickeln – mit rund 45 Prozent kürzeren
Vorlaufzeiten -, was nach dem Little’sches Gesetz2 zu einer
ähnlichen Verkürzung der Lagerhaltung führt.

„Die Ergebnisse der Benchmark-Studie haben uns geholfen, in
unseren Lieferketten die Bereiche mit dem größten
Verbesserungspotenzial zu ermitteln“, erklärt Thomas
Nitzlader, Leiter der Logistik im Unternehmensbereich
Zwischenprodukte der BASF Gruppe. „Aus unserer Sicht spielen
Studien wie diese eine wichtige Rolle bei einer erfolgreichen
SCM-Implementierung.“ Mit Fertigungsstätten in Nord- und
Südamerika, Asien und Europa bilden chemische Zwischenprodukte
den Kernbereich im internationalen BASF-Verbund.

Benchmarking als Optimierungshilfe
Vor mehr als drei Jahren haben SAP und PRTM begonnen, ein
standardisiertes Benchmark-Verfahren zu entwickeln, mit dem
SAP-Kunden die Leistungsfähigkeit der eigenen Logistik im
Vergleich zum Wettbewerb messen können. Auf der Basis des
Supply Chain Operations Reference Model (SCOR) werden dabei eigene
Firmendaten mit Branchendurchschnittswerten verglichen. SCOR ist
ein branchenübergreifendes Referenzmodell zur Beschreibung von
Logistikprozessen. Ursprünglich von PRTM mit entwickelt, wurde
es vom Supply Chain Council als Standard übernommen.

„Wir setzen Supply Chain-Benchmarking seit über 15 Jahren
ein, um gemeinsam mit Unternehmen ihre Leistungsstärken und
-schwächen aufzudecken“, erklärt Jakub Wawszczak, Partner
in der Global Supply Chain Practice bei PRTM. „Mit ihrer
Benchmarking-Initiative unterstützt SAP Unternehmen dabei,
geschäftskritische und wettbewerbsentscheidende Prozesse zu
verbessern. Insgesamt haben wir gemeinsam über 40 Supply
Chain-Analysen und -Workshops durchgeführt, um zusammen mit
SAP-Kunden die größten Renditepotenziale in ihren
Lieferketten zu identifizieren. Mit diesen Ergebnissen und einem
praxisorientierten Modell für ausgereiftes Logistikmanagement
können Unternehmen nun exakt den Entwicklungsstand ihrer
Logistik bestimmen. Darauf aufbauend können sie eine Strategie
entwickeln, um ihr Beschaffungsmanagement weiter zu
verbessern.“

„Ein Benchmarking ihrer Lieferketten liefert Unternehmen
wertvolle Informationen, auf deren Basis sie Geschäftsprozesse
verbessern können“, kommentiert Dwight Klappich, Vice
President bei der Meta Group. „Besonders wertvoll sind dabei
Studien, die klare, betriebsbezogene Zahlen liefern. In Verbindung
mit einem Referenzmodell erhalten Unternehmen nicht nur Aufschluss
darüber, wo sie heute stehen, sondern auch, wie sie ihre
Leistung gezielt steigern können.“

Auszüge aus der Studie „PRTM / SAP Benchmarking Study
2002-2003: Supply Chain Planning“ sind im Internet abrufbar
unter:
www.sap.com/company/press/pdf/PRTM_SCM_Benchmarking.pdf

Detaillierte Informationen zum Funktionsumfang sowie eine
Produktbeschreibung von mySAP SCM finden sich im Internet unter
www.sap.com/company/press/factsheets/

Informationen zu SAP
Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit
führende Anbieter von Unternehmenssoftware. Das Angebot der
SAP umfasst die Geschäftsanwendungen der mySAP Business Suite,
Technologielösungen für die
unternehmensübergreifende Integration von
Geschäftsprozessen sowie Standardsoftware für den
Mittelstand. Darüber hinaus unterstützt SAP mit 23
Branchenlösungen industriespezifische Kernprozesse. Damit sind
Unternehmen in der Lage, ihre Geschäftsprozesse intern sowie
mit Kunden, Partnern und Lieferanten erfolgreich zu organisieren
und die betriebliche Wertschöpfung maßgeblich zu
verbessern. Mehr als 13 Millionen Anwender in über 20.000
Unternehmen setzen SAP-Lösungen in mehr als 120 Ländern
ein. SAP wurde 1972 gegründet und ist heute der weltweit
drittgrößte unabhängige Softwareanbieter mit
Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr
2002 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 7,4 Mrd. Euro.
Derzeit beschäftigt SAP über 28.600 Mitarbeiter, davon
rund 12.500 in Deutschland.

Weitere Informationen unter: www.sap.de