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München (ht) – Mit veränderten
Lizenz- und Preisstrategien reagieren die großen
Softwareanbieter auf die deutlich schlechteren Marktbedingungen.
Das sollten die Anwenderunternehmen nutzen, rät Forrester und
empfiehlt, dabei vor allem die Kriterien des Software-Lebenszyklus
im Auge zu behalten.

Kostensenkung steht im laufenden Jahr ganz oben auf der
Prioritätenliste von IT-Leitern und
Business-Entscheidern“, zitiert Forrester-Analyst Ray Wang
eine Erhebung seines Unternehmens in den USA und Europa. Dahinter
rangierten eine bessere Anwendungsintegration sowie die
Ausgestaltung der Wartungsangebote.

Vor diesem Hintergrund hat Forrester die Preis- und
Lizenzierungsstrategie von zwölf Anbietern von
Standardsoftware unter die Lupe genommen – darunter SAP,
Oracle, Microsoft, Infor, Epicor und Lawson. „In der
Rezession entwickeln die Anbieter Alternativen“, so Wang. Das
betreffe einfachere Preismodelle, geringere Implementierungszeiten
und eine höhere Transparenz des Softwarenutzens.

SAP beispielsweise habe im April neue Preislisten mit klaren
Angaben veröffentlicht. Das gelte ebenso für eine
verbesserte Darstellung der Lizenzierungsmodelle. Auch Microsoft
versuche, seine Kunden einerseits mit vereinfachten Preismodellen,
andererseits mit klaren Anwendungsoptionen zu überzeugen, so
Forrester. Hinzu komme in diesem Jahr das neue Wartungsmodell, das
die Reaktionszeiten für Support-Anfragen von Kunden auf eine
halbe Stunde reduziert. Beratungsunternehmen warnt vor unerwarteten
Kosten

Oracle setzt auf drei Preisoptionen und öffentliche
Preislisten, wobei die Kunden die Möglichkeit haben,
verschiedene Software-Produktlinien in einem Preismodell zu
kombinieren. Infor schließlich stuft die Einstiegspreise
seiner Produktfamilien ERP (Enterprise Resource Planning), Product
Lifecycle Management (PLM) sowie das Kundenbeziehungsmanagement
(CRM) für kleine und mittlere Unternehmen herab – mit
Upgrade-Möglichkeiten, wenn die Firma wächst.

Dieser Fokus auf die Kundenbedürfnisse versetzt Anwender
und Interessenten in eine komfortable Situation gegenüber den
Anbietern. Forrester rät dazu, in einem ersten Schritt die
relevanten Entscheidungsträger für die Anschaffung von
Standardsoftware zusammenzubringen. Diese sollten die strategischen
Eckpunkte für den Kauf definieren. Bei der Prüfung von
Angeboten sollten die Kriterien des Software Ownership Lifecycles
angewendet werden, nämlich Auswahl, Implementierung,
Anwendung, Wartung und Außerdienststellung. Wang:
„Während der Implementierungsphase können etwa
zusätzliche Kosten durch Anforderungen an Performance,
Integration oder Sicherheit auf die Kunden zukommen.“

Als nächsten Schritt empfiehlt Forrester, die
Produkt-Roadmap des Herstellers mit den Business-Anforderungen des
Unternehmens abzugleichen. Diese Bewertungen fließen dann in
die Vertragsverhandlungen ein. Über eine Prioritätenliste
der Zielsetzungen wird die Verhandlungsstrategie abschließend
festgezurrt.

Weiter lesen unter:www.computerzeitung.de/articles/bei_lizenzen_entsteht_bewegung:/2009026/31979739_ha_CZ.html?thes=8005,9815,10229,10231&tp=/ausrichtungen/