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München, 23. Oktober 2002 – Die
Stahlwerk Thüringen GmbH in Unterwellenborn hat sich
entschieden, die Integration von Einkaufsprozessen in den
Internet-basierten Marktplatz BuyForMetals und später in
weitere Marktplätze mit SoftM zu realisieren. In der ersten
Ausbaustufe wird noch in diesem Jahr die Übertragung von
Bestellungen an den Internet-Marktplatz aus der bestehenden SoftM
ERP-Umgebung heraus ermöglicht. In der zweiten Stufe, deren
Umsetzung bis Ende Januar geplant ist, wird der Marktplatz
vollständig in das SoftM Einkaufsmodul integriert, so dass ein
durchgehender Workflow vom Katalogbrowsing bis zur geprüften
Bestellung bestehen wird.

Das Stahlwerk Thüringen (SWT) gehört als Teil des
ARBED Konzerns zur arcelor Gruppe, die als weltgrößter
Stahlproduzent gilt. In diesem Verbund wird verstärkt den
Trends Integration, Automatisierung und ‚Weg vom Papier‘ durch die
Einführung von e-Business-Projekten Rechnung getragen. Dabei
sollen u.a. folgende Marktplatzfunktionen angeboten werden:

  • e-Katalog – Recherche, Warenkorb, Bestellung,
    Auftragsbestätigung
  • Auktionen – Vormaterial- und Rohstoffauktionen
  • Anfragemanagement – Spezifikation und Anfrage von Aggregaten,
    Maschinen und Ersatzteilen

SWT führt für die Stahlproduktion, Serviceleistungen
und Instandhaltung der Anlagen ca. 25.000 Einkaufsartikel, die
regelmäßig oder zum Teil mit längeren zeitlichen
Abständen beschafft werden müssen.

Im ersten Jahr der Marktplatzrealisierung ist geplant, ein
überschaubares Mengenvolumen von ca. fünf Prozent aller
Einkaufstransaktionen über den elektronischen Marktplatz
abzuwickeln. In den nächsten fünf Jahren soll dieses
Volumen kontinuierlich erhöht werden. Bei der Konzeption des
Integrationsprojektes wurde ein erhebliches Einsparpotenzial
eingeplant, wobei ein Return on Investment in ca. zwei Jahren
erwartet wird.

Die zentrale Anforderungen an die Architektur der neu zu
erstellenden Module waren Offenheit, Flexibilität und
Wiederverwendbarkeit. Weiterhin wurde die Verwendung bereits
etablierter e-Procurement-Standards, wie z.B. Dun &
Bradstreet-Codes für die Zuordnung der Lieferanten und
UN/SPSC-Codes für die Zuordnung der Artikelnummern, gefordert.
Außerdem müssen alle neuen Applikationen unter
ergonomischen Gesichtspunkten entwickelt werden. In ausreichender
Menge sollen Kontroll- und Reportingmöglichkeiten mit den
Integrationsmodulen zur Verfügung stehen.

Auftragsvergabe an SoftM
Aus Sicht von Dr. Rolf Wendler, Prokurist und Leiter Logistik und
DV von SWT, war es „logisch und folgerichtig die Problemstellung
mit den bisherigen IT-Partnern zu diskutieren und nach einer
optimalen und integrierten Lösung mit vertretbarem Aufwand zu
suchen“. Während die anderen ARBED-Töchter vorwiegend mit
SAP-Lösungen ausgestattet sind, ist bei SWT seit Mitte der
90er Jahre SoftM Basis, seit Dezember 2001 SoftM Suite 1.2 in
Finanz- und Rechnungswesen, Controlling und Einkauf/Lager im
Einsatz. Aufgrund der erfolgreichen Partnerschaft und des in einer
Einsatzstudie dargelegten technologischen Konzeptes hat sich SWT
entschieden, SoftM mit der Bereitstellung der erforderlichen
Schnittstellenmodule zu beauftragen. Dabei wird als
zusätzliche Komponente für die Integration zwischen
ERP-System und elektronischen Marktplätzen ein Standard XML
Konverter von B&N zum Einsatz kommen.

Die SoftM e-Procurement-Anwendung bei SWT ist so gestaltet, dass
das Frontend des Marktplatzes innerhalb der SoftM ERP-Umgebung
aufgerufen wird, wobei der Benutzer aufgrund User-ID und
Berechtigungen automatisch in ’seiner‘ Marktplatz-Umgebung landet.
Die von ihm in den Warenkorb gelegten Produkte, die mit
D&B-Codes und UN/SPSC-Codes für Lieferanten- und
Artikelzuordnung identifiziert sind, werden mit den Daten des SoftM
Systems für Artikel und Lieferanten gemappt. Im Einkaufsmodul
von SoftM Suite wird aus der Bestellanforderung nach Durchlauf
eines Genehmigungs-Workflows eine Bestellung erzeugt, die nach
erneuter Konvertierung der SoftM-Bestelldaten in die Codes des
Marktplatzes an diesen übergeben wird. Ein wichtiger Vorteil
dieser Lösung ist darin zu sehen, dass die Einkäufe
über das Internet in der gleichen Umgebung erfolgen wie andere
Bestellungen. Die gesamte Datenpflege und das Handling der
Bestellung mit Versandvorschriften etc. wird in SoftM Suite
durchgeführt.

Kurzporträt Stahlwerk Thüringen
Die Stahlwerk Thüringen GmbH mit Sitz in Unterwellenborn bei
Saalfeld ist ein Unternehmen der arcelor Gruppe, die am 12.
Dezember 2001 durch die drei Stahlkonzerne ARBED, Luxemburg,
ACERALIA, Spanien, und USINOR, Frankreich, gegründet wurde.
arcelor gilt als weltgrößter Stahlproduzent mit
Produktions- und Verarbeitungsstandorten in Europa, Nord- und
Südamerika sowie in Asien, der weltweit 110.000 Mitarbeiter
beschäftigt. Bei SWT, das als Formstahlproduzent dem
Langstahlbereich der arcelor Gruppe zugeordnet ist, sind ca. 670
Personen tätig.

Der Internet-Marktplatz BuyForMetals wurde im Jahr 2000 von den
Unternehmen der arcelor Gruppe gemeinsam mit Corus und ThyssenKrupp
Steel gegründet. BuyForMetals ist eine eigenständige
Unternehmung, die sich zum Ziel gesetzt hat, der Metallindustrie
technisch führende e-Procurement-Lösungen zur
Verfügung zu stellen. (weitere Infos unter www.buyformetals.com)

Die SoftM Software und Beratung AG, München, ist ein
führender Anbieter von geschäftskritischen Anwendungen
für mittelständische Unternehmen. Ergänzend zur
ERP-Standardsoftware SoftM Suite, einer integrierten Lösung
für Financials, Human Resources, e-Business, Supply Chain
Management, Customer Relationship Management und Business
Intelligence, bietet SoftM seinen Kunden umfassende
Beratungsleistungen. Komplettiert wird das Leistungsangebot durch
das Geschäftsfeld Hardware. Mit 3400 Kunden ist SoftM
Marktführer bei Anwendungssoftware auf der Plattform IBM
iSeries (früher AS/400) im deutschsprachigen Raum. 15
Standorte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich
und Tschechien gewährleisten dabei die nötige
räumliche Nähe.

Weitere Informationen finden Sie unter:www.softm.com