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Mittlerweile schließt Softwarehersteller
SAP Entlassungen nicht mehr aus. Bisher ging der Konzern davon aus,
seine Ziele mit allen Mitarbeitern zu erreichen.

Das Flaggschiff der deutschen Softwareindustrie, die Walldorfer
SAP, will Entlassungen nicht mehr ausschließen. „Alle
Planungen für dieses Jahr gehen davon aus, dass wir unsere
Ziele ohne Entlassungen erreichen können“, sagte Vorstandschef
Henning Kagermann der Welt am Sonntag. Allerdings könne er
wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage dafür keine Garantie
geben.

Seit Juli gilt bei SAP ein Einstellungsstopp. Der
Einsparungsbedarf soll momentan noch über die normale
Fluktuation gedeckt werden. Kagermann forderte eine stärkere
Flexibilisierung der Arbeitszeit. „Samstags- und Sonntagsarbeit,
die man für einen Sieben-Tage- Service braucht, sollte nicht
tabu sein“, sagte er – in diesem Zusammenhang verwies er auf
Länder wie Indien, China, Osteuropa und sogar Frankreich.

Allerdings will SAP nicht Trübsal blasen. Die
Software-Branche werde wieder überdurchschnittlich wachsen,
meinte Kagermann. „Wir haben selbst in guten Jahren nicht so
schnell Marktanteile gewonnen wie momentan. Mit über 50
Prozent sind wir jetzt stärker als unsere fünf
wichtigsten Wettbewerber zusammen.“

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